5. Kapitel

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Allie und ich standen schon so oft an der Tür in der Wand aus Backsteinen und hatten uns gefragt, was wohl dahinter war. Ein Geschäft? Ein geheimer Treffpunkt? Ein unterirdischer Gang? Leichen?

Und nun stand ich hier und wusste immer noch nicht, was dahinter steckte. Doch ich wusste, wer gleich die Tür aufmachen würde. Und das reichte mir in diesem Augenblick.

Der Türknauf drehte sich und im nächsten Augenblick öffnete sich die von Rost angefressene Tür und ich blickte dem Jungen, den ich einmal so gut gekannt hatte, in seine grünen Augen. Harry lächelte und ich brachte ein "Hi" aus mir heraus. Als Antwort grinste er noch viel breiter und streckte dann seine Hand aus. Ich legte meine in seine und ich folgte ihm in das Gebäude. Wir liefen durch einen Flur. Die Luft war kühl und stickig und die Wände waren weiß und es war weit und breit kein einziges Möbelstück zu sehen. Doch das änderte sich, als wir den nächsten Raum betraten. Mir viel die Kinnlade herunter, als ich die Landschaft sah. Ja, man konnte es wirklich 'Landschaft' nennen. Ich klappte meinen Mund auf und zu, wie ein Fisch, als ich das Innere des Raumes bestaunte. Der Boden, war nicht aus Holz, nein, ein grüner Rasen erstreckte sich über den Boden. Da waren Bäume, ein kleiner Bach und selbst Vögel hatten hier ihr zu Hause. Wie das möglich war, konnte ich mir nicht erklären.

"Kommst du?", Harry hielt noch immer meine Hand und zog mich dann zu einer Decke, die er auf der Wiese ausgebreitet hatte.

"Wow, Harry. Das hätte ich nicht erwartet", ich brachte endlich was aus mir heraus.

"Was dann? Ein teures Restaurant?", lachte er.

"Ja, so in etwa", grinste ich und setzte mich auf die gelbe Picknickdecke.

"Das erinnert mich ein bisschen an 'Charlie und die Schokoladenfabrik', nur dass hier der Bach mit Wasser gefüllt ist", sagte ich.

"Ich denke, ich sollte jetzt so etwas wie 'Danke' sagen?", er lachte und packte die Lebensmittel aus dem Korb aus.

"Hat jede berühmte Person so einen Garten?", fragte ich neugierig und nahm meinen Pappteller entgegen.

"Nein, das war ganz allein die Idee von mir und meinen Jungs", berichtete Harry stolz und packte nun das Besteck aus.

Es herrschte Stille. Harry machte mir ein Sandwich, ich hörte den Vögeln zu und beobachtete ihn.

"Erstaunlich, wie sehr wir uns verändert haben. Du bist ein berühmter Sänger geworden und ich führe mit meinen Eltern ein B&B. Unterschiedlicher kann unser Leben nicht sein", schlug ich einen ernsten Ton an.

"Wieder das?", seufzte er.

"Ja, natürlich! Ich meine, ich sehe dich an und erkenne dich kaum wieder. Du bist so .. erwachsen geworden. So selbstbewusst!"

"Leah, du klingst wie meine Mutter", warf er mir grinsend vor.

Ich rollte mit meinen Augen und lachte.

"Erzähl mir etwas von dir", sagte ich.

"Leah, nur weil wir uns lange nicht mehr gesehen haben, heißt das nicht, dass ich jetzt ein anderer Mensch bin. Ich wüsste nichts, was du noch nicht weißt. Ich bin immer noch Harry aus Holmes Chapel, okay?"

Seine Worte bewahrheiteten sich im Laufe des Nachmittags. Wir erzählten und holten die Zeit auf, die wir versäumt hatten. Wir lachten und es schien alles zu sein wie früher. Es war, als hätten wir uns nie aus den Augen verloren.

Ich lachte über etwas, was er gesagt hatte und als mein Lachen verstummte, fragte er: "Darf ich dich küssen?" Ich konnte spüren wie mir das Blut in den Kopf schoss. Er schüttelte grinsend den Kopf und sagte dann: "Du wirst immer noch so schnell rot, wenn es darum geht, ob ich dich küsse." Und dann legte er seine Lippen auf meine.

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⏰ Last updated: Jan 31, 2014 ⏰

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Pouring Rain - Harry Styles [CANCELED]Where stories live. Discover now