"So und bevor ich noch mehr drum herum rede, teile ich euch einfach mal eure Zeugnisse aus." Frau Karlsen wischt sich den Schweiß von der Stirn, es sind heut noch mehr Grad draußen als gestern. Meine braunen Haare liegen mir luftig über den Schultern, zum Glück sitze ich am Fenster und es kommt ab und zu ein Luftzug durch. Frau Karlsen läuft durch die Reihen und legt jedem sein Zeugnis auf den Platz. Manchmal verzieht sie leicht das Gesicht, manchmal lacht sie auf, bei den Reaktionen meiner Mitschüler. "Damian, ich bin echt zufrieden mit dir!" sagt sie mit einem breiten Grinsen, während sie dem schwarzhaarigen Schönling meiner Klasse sein Zeugnis übergibt. Er lacht sie und dann seinen Banknachbar Fynn an. Sie teilt weiter aus. Irgendwann ist sie dann auch bei mir angekommen. "Medolie!" sagt sie lachend und zwinkert mir zu. Von nahem kann man ihre Lachfältchen um die Augen herum kaum übersehen. Manchmal frage ich mich, ob sie wohl schon immer so ein fröhlicher Mensch gewesen ist. "Danke, Frau Karlsen." sage ich freundlich zurück und nehme ihr das glatte Blatt Papier aus der leicht zitternden Hand. Sie teilt auch noch den Rest aus und stellt sich dann wieder vor die Klasse. Erwartungsvoll schaut sie uns alle an. "Ich wünsche euch wunderschöne Ferien!" sagt sie dann und lacht noch einmal. Alle, wie auf Kommando, stehen auf und packen ihr Zeugnis in ihre Rucksäcke und Taschen. Karla und Lia kommen zu mir. "Wir sehen uns dann in den Ferien?" sagt Lia ein wenig traurig. "Ach Lia," sagt Karla "wir sehen uns früh genug wieder, ok? Sei nicht traurig!" Immer wenn Karla grinst muss ich automatisch auch grinsen. Ich umarme beide, lange. Sie sind ein Stück größer als ich, weshalb sie ihren Kopf an meinen lehnen. Das wird der erste Sommer, wo ich sie erst nach 4 Wochen wieder sehen werde. Gerade als ich meinen Rucksack aufsetzen wollte tippt mir Lia auf die Schulter. "Meddy (das ist der Spitzname, den sie mir gegeben haben), du hast Besuch!" Ruckartig drehe ich mich zur Seite, ca. 5m entfernt steht Er. Mein Herz beginnt schneller zu schlagen. 1,80m groß, braune Haare die an den Seiten gekürzt und oben länger und leicht gelockt sind. Smaragdgrüne Augen, mit einem kleinen Bernsteinfarbenen Fleck im linken. Die Augen, in denen ich mich jedes mal verliere, wenn er mich damit ansieht. Diese rauen Hände, die sich jedes mal zärtlich um meine schließen oder mein Gesicht entlangfahren, meine Lippen nach ziehen. Sein weißes Hemd hängt locker über seiner kniehohen, hellblauen und gebleichten Jeans, deren Fransen er immer rauszieht, wenn er nervös ist. Die zwei obersten seiner Hemdknöpfe sind geöffnet. Passend zu seinem Hemd trägt er weiße flache Schuhe, die aber längst mehr so weiß sind, wie am Anfang. Ich weiß noch wie ich ausversehen mal drauf getreten bin und er mich vor Ärger in den Pool geworfen hat. Seine Haut ist leicht von der Sonne gebräunt und es passt einfach perfekt zu ihm. Immer wenn er bei mir ist, kann ich den Blick kaum von ihm abwenden.
Schlagartig vergesse ich den Rucksack und generell alles um mich, dränge mich an Lia und Karla vorbei und laufe schnell auf ihn zu. Mit einem Ruck häng ich auch schon mit den Beinen um seine Hüfte und die Arme um seinen Hals geschlugen an ihm. Sein einer Arm hält mich, die andere Hand stiehlt sich etwas tiefer die Hüfte abwärts, auf meinen Po. "Schatz!" lacht er. Seine beruhigend tiefe Stimme lässt mich von Sekunde zu Sekunde wohler fühlen. "Jonah! Ich fass es nicht, das du wirklich gekommen bist." flüstere ich ihm zu. Er streicht mir sanft über den Rücken, oder eher über mein Haar, welches über meinem Rücken hängt und flüstert :"Wie hätte ich nicht kommen können?" zurück. Ich lasse mich mit den Füßen auf den Boden sinken und sehe ihn an. Sein Blick streift über mein Gesicht, als würde er Angst haben irgendwas zu verpassen, wenn er nicht genau hinsah. Die Art wie er mich ansieht fühlt sich so an, als wäre ich das einzig existierende und das wertvollste was er hat. Er lächelt, dadurch kommen seine weißen Zähne zum Vorschein. Vorsichtig zupft er an meinem Top, da es anscheinend bei dem Sprung ein wenig verrutscht war. Ich kann nicht anders, stelle mich auf Zehenspitzen und küsse ihn. Meine Arme lege ich wieder um seinen Hals und seine Hände stehlen sich zu meiner Hüfte. Die eine Hand vielleicht sogar wieder etwas tiefer. Meine eine Haarsträne fällt vor meinem Ohr hevor und als wir von einander ablassen streicht er sie behutsam wieder zurück. Ich nehme seine Hand in meine und gehe mit ihn zusammen zurück zu Lia und Karla. Beide begrüßen ihn mit einer Umarmung und unterhalten sich kurz, während ich meinen Rucksack ordentlich aufsetze. Glücklich sehe ich mich im Klassenzimmer um und mein Blick trifft sich mit dem von Damian. Er mustert mich, sieht dann zu Jonah und eine falte bildet sich zwischen seinen Brauen. Er kommt auf uns zu, bleibt hinter Jonah stehen und reicht mir seinen Arm hin. "Tschüss, Meddy. Schöne Ferien." Er lacht gezwungen und sieht mich mit seinen großen braunen Augen an. Irgendwie perplex umarme ich ihn und lache gezwungen zurück. "Danke, dir auch." meine Stimme klingt schrill. Ich zwinge mich zu lächeln und streiche mir unwohl über meine kurze, schwarze High-Waist. Noch einmal mustert er Jonah, sieht wieder zu mir, lacht kurz und geht dann. Bis Damian aus dem Raum ist, verfolgte ich jeden seiner Schritte. Jetzt sehe ich wieder zu Jonah. Sein nur allzu bekannter forschender Blick hing auf mir. Ein wenig kräuselt er die Lippen und lächelt dann wieder. Er streckt mir seine Hand entgegen: "Komm, es kann los gehen!" sagt er überzeugt und ich ergreife seine Hand. Sobald unsere Hände sich berühren habe ich wieder den komischen Moment mit Damian eben vergessen und beginne zu lachen. Ein letzter Blick zu Lia und Karla und dann laufe ich mit Jonah Hand in Hand aus der Schule raus. Der Sommer kann starten.
STAI LEGGENDO
Sommerzeit
FanfictionEine Freundin, in der Geschichte "Medolie" genannt, hat sich diese Geschichte über den YouTuber Jonah Püschel und sich selbst gewünscht. Ich hoffe euch gefällt es ! Lasst gerne Verbesserungs-Vorschläge und Kritik da ! :) *WICHTIG* Alle Handlunge...
