Kapitel 39: Verfeindete Freunde

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Nach kurzer Zeit schliefen Tim und Ich dann doch noch ein.

Am nächsten morgen richteten wir den Tisch wieder her, um frühstücken zu können. Kim und Marcel schliefen noch, darum erledigten Tim und Ich alles alleine. Wir deckten auch für Kim, obwohl wir uns sicher waren, dass sie nicht mit uns am selben Tisch isst.

Dadurch, dass Tim und ich andauernd durch den Wohnwagen gingen um Frühstückssachen zu holen, wurden die beiden anderen natürlich schnell wach.

"Morgen", begrüßte ich die zwei.

Doch sie antworteten nicht.

Und beide schmierten sich nur ein paar Brote, die sie draußen aßen, während Tim und Ich im Wohnwagen waren. Das war ja zu erwarten.

Aber es musste doch eine Möglichkeit geben, Kim davon zu überzeugen, dass wir nicht ihre Entführer sind.

Als ich mein Brot fertig gegessen hatte, stand ich auf und ging nach draußen zu Kim und Marcel.

"Kim, ich will jetzt mal mit dir reden", sagte ich.

"Ich aber nicht mit dir", erwiderte sie.

"Es ist aber wichtig! Du musst doch so langsam kapieren, dass Tim und Ich nicht deine Entführer sind. Ich mein, ich bin 16 und Tim ist 15. Glaubst du wirklich, in dem Alter haben wir das Zeug dazu, jemanden zu entführen?".

"So verkorkst, wie die Jugend heute ist, glaube ich, dass sogar 13-jährige dazu in der Lage sind. Immerhin fangen die meisten schon mit zwölf an zu saufen und kurz danach kommt dann das Rauchen".

"Andere Jugendliche tun das! Aber Ich hab noch nie geraucht und saufen tu ich auch nicht. Bei Tim kann icz mir auch niczt vorstellen, dass er raucht. Vielleicht trinkt er gerne mal eins über den Durst, aber mehr auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Marcel der Entführer ist, ist höher als bei uns. Denn er raucht und säuft gerne! Ich weiß zwar, dass er nicht der Entführer ist, aber ich wollte es einfach mal gesagt haben!"

"Wenn du nicht der Entführer bist, woher weißt du dann, dass ich rauche und auch mal trinken gehe?", fragte Marcel jetzt.

"Ganz einfach: Du stinkst nach Zigaretten. Da liegt es dann nicht fern, dass du auch trinkst".

Kim roch an Marcel und sagte dann leise: "Du stinkst wirklich nach Zigaretten".

"Glaubt ihr mir jetzt, dass ich kein Entführer bin? Was hätte ich denn auch davon, euch zu entführen, und mich gleich miteinzusperren?", fragte ich.

"Natürlich glauben wir dir immer noch nicht!", sagte Kim wütend.

Ich ging wieder rein zu Tim. Es hatte keinen Zweck. Ich konnte nur hoffen, dass wir hier wieder herauskommen und Kim sich dann wieder an ihr sltes Leben erinnert.

Wir verbrachten den Tag wieder genauso, wie den davor: Kim und Marcel spielten gemeinsan ohne Tim und mir.

Da war es klar, dass Tim und Ich uns abends wieder den Tisch als Bett teilen mussten. Nicht, dass ich ein Problem gehabt hätte, aber der Tisch wird auf Dauer halt doch etwas ungemütlich...

"Nacht, Daniel", flüsterte Tim, als wir alle im Bett lagen.

"Gute Nacht".

Wie schon in der Nacht zuvor, konnte ich auch diese Nacht nicht so schnell einschlafen.

Ich lag mit dem Gesicht in Richtung zum Bett von Kim und Marcel.  Dadurch konnte ich sehen, was Marcel gerade machte. Die Decke war heruntergezogen. Er schob seine Hand in die Hose... Allerdings nicht in seine eigene, sondern in Kims Hose. So etwas ist pervers!

Ganz normaler Wahnsinn [#Wattys2015]Where stories live. Discover now