Eins

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,,Ablenken, Ablenken!" Dachte ich mir, als uns, unsere Tante Ann zum Flughafen fuhr.

Unser Auto und unser hab und gut war schon Unterwegs nach Ohio, wenn schon nicht dort.

Schneller als wir auf alle fälle.

Immer wieder hatte Tante Ann etwas im Haus vergessen, so als würde sie Umziehen und nicht wir.

Als sie sich dann, das letzte mal aus dem Auto quetschen wollte, weil sie sich nicht sicher war, ob sie ihren Kater gefüttert hatte, riss sogar bei meinem Vater der Geduldsfaden für seine Schwester.

,,Herrgott nochmal Ann! Wenn wir jetzt nicht losfahren verpassen wir den Flug!"

,,Ah! Ah!" Tante Ann machte dennoch Anstalten ins Haus zurück zu gehen.

,,Aber Mr. Mauz wird verhungern!"

,,Du wohnst neben einem, stark befahrenem Kreisverkehr und hast mehr Angst das dein Kater verhungert als dass er überfahren wird?"

Tante Ann kam zurück und quetschte sich zurück in Ihr Auto.

Sie seufzte, startete den Motor an und fuhr endlich los.

,,Ablenken, Ablenken."

Dachte ich immer weiter bis zum Flughafen. Denn während der fahrt sang meine Tante mit meinem Vater ,, 500 miles." Und wenn etwas nicht in der Familie Matthäus liegt, dann war es singen.

Meine Mutter hatte sich vor dieser Fahrt schon gewappnet, saß lächelnd und ruhig neben mir und blätterte in einer Vintage Zeitschrift.

Sie sah aus als wäre das Geschreie ihrer Schwägerin und ihres Gatten, Musik in ihren Ohren.

Für alle die es nicht wussten.

Meine Mutter ist halb Taub und ihr Hörgerät vorsorglich ausgeschaltet und gut in einer Schachtel in ihrer Handtasche aufbewahrt.

Sie sah auf und dann zu mir herüber, strich sich eine ihrer Roten Haarsträhnen aus dem Gesicht und Lächelte.

Ich Lächelte zurück.

Plötzlich sah sie besorgt aus, griff mir vorsichtig ins Gesicht, auf mein angeschwollenes Lippenpiercing, das ich mir zwei Tage vorher, hab stechen lassen.

,,Huuuad." Meinte sie.

Wenn sie nicht Hören konnte was sie sagte, sagte sie irgendetwas.

,,Nein Mama es tut nicht weh." Sagte ich ihr in Zeichensprache.

Sie schüttelte den Kopf und gab zurück,, Es hat wieder zu Bluten angefangen."

Sie wühlte schon in ihrer Tasche nach Taschentücher da Griff ich erst an meine Lippen und begrüßte meine dunkelroten Fingerspitzen.

Ich drückte das Taschentuch, das mir meine Mutter gereicht hatte, gegen meine Unterlippe und sah aus dem Fenster, wie die Stadt Washington an uns vorbeizog.

Meine Unterlippe pulsierte, wurde warm und tat ein wenig weh.

Das kann ja eine Entzündung werden, wie ekelig es aussehen wird. So konnte ich mich nicht in meiner neuen Schule sehen lassen.

,,Ablenken..." sagte mir in mein Kopf.

Also lenkte ich mich endlich ab von allem.

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Hay! Wir hoffen sehr, dass ihr unsere Geschichte weiterhin verfolgen werdet und genau so mit Spannung beim lesen dabei seit  wie wir beim schreiben ^^. Es wird hoffentlich genauso gut wie wir es uns vorstellen haha. Tja bis dahin tschaaaauuu bis zum nächstem Kapitel an dessen Ende wir euch nerven:*

Euer Burgiiii & eure NishikyoOkari

A Punks PassionWhere stories live. Discover now