Seid 2 Jahren gehe ich nun zur Schule. Also naja, wir haben kein Unterricht. Wir versuchen das Schulgebäude wieder aufzubauen. Ehrlich gesagt nervt es mich, denn es ist schwere Arbeit. Immer noch findet man Knochen jedlicher Körperteile unter verschiedenen Trümmern. Diese müffeln gewaltig. Auf den Straßen ist alles soweit weggeräumt, so dann man mit dem Auto durchkommen kann. Aber nicht viele besitzen eins, denn die meisten Autos funktionieren nicht mehr. Man wird hier auch oft beklaut, denn die Menschen haben hunger und wenig zum anziehen. Eine Handvoll von uns lebt auf den Weltraumstationen weiter. Meistens sind es reiche Leute oder welche vom Militär. Auch Politiker leben noch dort, schließlich will niemand von denen sich die Finger schmutzig machen. Mein Vater und meine Mutter sind immer am arbeiten und nachts renovieren wir unser Haus. Es hat leider kein Dach, deshalb müssen wir ständig Tüten oben hin kleben, damit wir bei Regen nicht nass werden.
Genauso wie jeden Tag, muss ich heute den 5 Kilometer Weg zur Schule antreten. Vorbei an den noch verlassen und zerfallenen Häusern. Zersplitterte Fensterscheiben, die auf dem Weg liegen, bohren sich jeden Tag durch meine Füße, welche ich kaum mehr spüre. In der Schule angekommen springt eine Freundin mir entgegen : "Beth! Endlich! Schau mal, ich habe ein altes Tagebuch gefunden! "
Mit einer erkälteten Stimme entgegne ich: "Ach schon wieder? Haben wir vor zwei Wochen nicht noch eins gefunden?"
Sarah tippt sich nachdenklich auf die Stirn und antwortet mir: "Aber dieses kann man lesen! "
Ich schau sie nur gelangweilt an, denn dies interessiert mich wenig.
Herr Walert kommt auf mich zu und klopft mir an die Schulter: "Auf geht's! Heute dürft ihr auch früher gehen, wenn ihr wollt."
Natürlich wollte ich, was für eine Frage. Immerhin arbeiten wir hier umsonst, die sollten dankbar sein.
Übrigens das erscheinen und nicht erscheinen wird durch ein Chip am Handgelenk gescannt. Jeder bekommt eins, von der Geburt an. Dadurch werden wir überwacht. Man weiß wo wer ist und wenn jemand nicht dort ist, wo er sein sollte, bekommt man kein Geld. Oder wenn die Kinder nicht zur Schule gehen, dann bekommen die Eltern weniger Geld. Also muss ich hierhin. Steine schleppen, irgendwas zusammenschrauben, montieren- alles unsere "Arbeit".
Nach dem, heute mal, kürzeren Tag gehe ich ganz normal nach Hause. Durch ein lautes Knallen werde ich aus meiner verträumten Lage entrissen. Ich schaue mich um und sehe einen kleinen Laden mit verdreckten Fenstern. Als ich mich dem nähere, erkenne ich, dass es eine Bäckerei ist. In der Scheibe erkenne ich hinter der Theke einen sehr jungen Mann. Plötzlich bekomm ich das Gefühl reingehen zu wollen, aber meine Angst hält mich zurück.
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Gestohlene Liebe
Science Fiction17.April des Jahres 3201 Nachdem die Welt um die 300 Jahre verlassen war, zogen seid 5 Jahren schon wieder Menschen in die zerstörten und verrosteten Häuser ein. Gebäude wurden renoviert und Autos wurden wieder benutzt. Doch alles war noch total ze...
