"Distance means nothing"

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Ob es schwierig war die Beziehung aufrecht zu halten? Ja das war es. Immer wenn ich einen Brief von ihm bekam, wurde mir wieder klar wie weit entfernt wir wirklich von einander leben. Nicht nur dass ein paar hundert Kilometer uns voneinander trennten, wir lebten generell anders. Wir würden nie den selben Freundeskreis haben. Und wenn wir uns dann doch entscheiden sollten zusammen zu ziehen, dann würde einer von uns alles für den anderen aufgeben müssen. Natürlich war das jedem von uns klar. Und jeder Tag ohne den Anderen, führte uns dieses Schicksal näher. Wir telefonierten jeden Abend, aber es war nicht das Selbe wie in seinen Armen zu liegen und ihm zwischen Küssen von meinem unglaublich anstrengenden Tag zu erzählen. Uns fehlte diese Nähe, die sich durch Worte nicht beschreiben lässt, die wir uns auch durch hunderte von Briefen nicht geben konnten. Ich vermisste ihn so unglaublich. Wenn wir Glück hatten, sahen wir uns insgesamt vier Wochen im Jahr. Viel zu wenig für meinen Geschmack. Aber es ging nicht anders. Er studierte, und ich war vollkommen mit meiner Ausbildung beschäftigt.

Wie wir uns kennengelernt haben? Im Urlaub. Wir waren beide mit einer Art Reisegruppe unterwegs. Schnell stellte sich aber heraus, dass wir beide viel lieber alleine Paris entdecken wollten und uns dann kurzerhand von der Gruppe getrennt hatten. Wir lernten uns kennen, und durch die viele Zeit wussten wir bald sehr viel voneinander. Wir küssten uns zum ersten Mal unter dem Eiffelturm. Ein absolutes Klischee, aber wir hatten bereits geklärt, dass dadurch dass wir uns in Paris kennengelernt hatten, Klischees ruhig erlaubt waren. Wenn ich an diese Zeit denke muss ich immer anfangen zu lächeln. Wir waren in dieser Zeit so unglaublich glücklich, dass wir komplett vergessen hatten, dass wir nicht ewig in Paris seien würden. Natürlich hatten wir schon darüber geredet wo wir herkommen und sogar schon die Distanz ausgerechnet, aber eher zum Spaß. Einfach weil uns noch nicht klar war, wie schnell der Tag kommen würde an dem wir uns trennen mussten. Der Abschied war schlimm. Wie hielten uns Ewigkeiten in den Armen, nur um jede Sekunde mit dem Anderen noch zu genießen. Natürlich mussten wir uns dann doch trenne. Wir hatten Adressen und Nummern ausgetauscht, aber hatten uns eigentlich vorgenommen keine Fernbeziehung zu führen, einfach weil wir uns so eine Entscheidung noch nicht zutrauten. Ich glaube wir hatten beide den selben Einfall und haben bereits im Zug nach Hause den ersten Brief geschrieben. Zwei Tage nach dem ich zu Hause angekommen war, und sogar schon meine Tasche ausgepackt hatte kam der Brief an. Die Schrift war ein wenig wackelig aber ich konnte sie entziffern. Nachdem ich den Brief gelesen hatte, standen mir Tränen in den Augen. Dieser Brief hatte mir genau das Gefühl gegeben wovor ich so viel Angst gehabt hatte. Ich hatte duch den Brief das Gefühl einen Fehler gemacht zu haben. Ich hatte das Gefühl dass wir es doch hätten versuchen sollten. Ich konnte natürlich nicht wissen wie er nach meinem Brief darüber dachte, aber gerade dadurch dass wir uns nicht sehen würden, fing ich sofort an meinen zweiten Brief an ihn zu schreiben. Ich konnte einfach nicht mit dem Gefühl leben es nicht mal versucht zu haben. Ich schrieb ihm also dass ich ihn vermissen würde und ihn so sehr liebe, dass ich nicht mit dem Gedanken leben könne, dass er nicht zu mir gehört.

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Soooo...das ist also die erste Geschichte hier. Ich hab einfach diesen Satz gelesen "Distance means nothing" und angefangen drauf los zu schreiben. Die Geschichte ist einfach eine Erzählung und fängt irgendwann an und hört einfach so auf, aber wenn ihr wollt dass ich hierzu ne Fortsetzung schreibe, lasst es mich wissen ;)

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