Einsamkeit;Herz von Willhelm Gustavus

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Kapitel 1: Er

>Ich lebe schon seit so vielen Jahren in dieser Welt. Das einzige was ich sehe sind Wiesen, Flüsse, Seen und Wälder. Kein Lebewesen das so ist wie Ich, kein Tier, kein Insekt. Diese Welt ist leer. Ich fühle diese Einsamkeit schon so lange. Ich kann mich an keine Kindheit erinnern. Ich war einfach da. Ich bin einfach hier aufgewacht. Es ist Still. Nichts außer dem rascheln der Blätter im Wind ist zu hören.<

Er stand allein auf einer weiten Wiese. Das Gras war grün und ein leichter Wind wehte, der sanft über das Gras strich. Ein blauer Himmel mit einigen Wolken lag über der Wiese. Außer dem plätschern des Baches, der in den See neben ihm floß und dem leisen heulen des Windes war nichts zu hören. Nur Stille.

>Ich kann mich an nichts erinnern, was einmal war. Wo bin ich? Wie bin ich hier her gekommen? Ich kann mich nichteinmal an meinen eigenen Namen erinnern. Ich wandere schon seit Jahren durch diese Welt. Doch hier ist nichts. Niemand. Nur ich. Seit Ewigkeiten.<

Er sah sich kurz um, blickte gen Himmel und atmete tief ein. Die Sonne schien ihm aufs Gesicht. Der Wind umschmeichelte sanft seinen Körper. Er trug einen zerrissenen, schwarzen Stoffmantel, der vom Wind leicht hin und hergewogen wurde. Er wandt seinen Blick von den weißen Wolken ab und ging langsam über die Wiesen. Seinen Blick ließ er immer wieder über die Hügel und Berge um sich herum wandern. Er blickte sich immer wieder um und hoffte ein anderes Lebewesen zu sehen, auch wenn er wusste, dass es sinnlos sei. Er ging immer weiter, während sein Schatten durch die Abendsonne immer länger gezogen wurde. Ein großer Fels ragte aus dem Boden und warf seinen Schatten auf eine Blechmauer. Diese Mauer sah aus als wär sie aus verschiedenen Blechresten zusammengebaut worden. Hinter dieser kaputten und von Ranken überwachsenen Mauer liegen einige Ruinen. Zerstörte Gebäude aber keine Straßen. Diese Ruinen ließen ihn immer darauf hoffen, dass es hier vielleicht doch Menschen gäbe oder gab. Irgendwer muss diese Gebäude doch einst errichtet haben. Der er wusste auch, dass das nur Wunschdenken war. Es gab hier niemanden. Die Ruinen waren von Moos und Ranken überwachsen. Es schien fast als würden sie zur Natur gehören. Langsam wurde es dunkel und er ging in ein halbwegs bestehendes Gebäude, um sich dort für die Nacht niederzulassen. Es erinnerte mehr an eine art Tunnel, als an ein richtiges Haus. Die Gebäude, die der Tunnel verbannd waren vollkommen zerstört. Er riss das Gras, dass durch den Betonboden brach, an einer Stelle aus dem Boden um eine art Feuerstelle zu machen. Er brach ein paar trockene Wurzeln ab, die aus der Wand hingen und legte sie auf den bröckligen Betonfleck den er vorbereitet hatte. Mit einer Porzelanscherbe, die auf dem Boden lag und einem Stein, der aus der Wand bröckelte, versuchte er ein Feuer zu machen. Es dauerte eine Zeit, doch schließlich schaffte er es.

>Das wird mich die Nacht hoffentlich Warmhalten<

Das Feuer flackerte und knisterte ruhig vor sich hin. Die Grashalme tanzten im kalten Wind der Nacht. Er lag auf dem Boden neben dem schwindenden Feuer. Langsam aber sicher fiel er in den Schlaf, während das Feuer immer schwächer wurde und schließlich vollkommen erlosch. Im Schlaf wandt er sich hin und her geplagt von Alpträumen, während der wind durch die Risse der Tunnelwände pfiff. Als der Morgen anbrach und der Himmel sich von dem tiefen Schwarz in ein sanftes Grau-blau wandelte, erwachte er. Die Bilder seiner Albträume hallten noch immer in seinem Kopf wider.

>Immer wieder plagen mich schreckliche Träume. Jede Nacht sehe ich mich in einer großen Einrichtung, umgeben von Schnee und Eis. Ein kalter Wind weht und ich sehe Menschen in Häuser rennen. Sie verstecken sich vor etwas, dass draußen ist. Als nächstes blicke ich in Unmenschliche, riesige, blass-blaue Augen. Dann wird alles Schwarz und ich wache auf.<


fortsetzung in arbeit

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⏰ Last updated: Aug 05, 2017 ⏰

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