Kapitel 1

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Perfekt sein. Alles was ich wollte, ist perfekt sein. Und was bin ich? Ein Nichts. Von niemandem positiv wahrgenommen. Nur gemobbt, beleidigt und gehasst.

Seufzend stellte ich meine Schultasche neben meinen Schreibtisch und begab mich zum Spiegel. Ich sah mich an. Unter meinen Augen konnte man deutlich die Augenringe erkennen. Nach und nach fingen die Selbstzweifel an, in meinem Kopf herum zu spuken. Sieh dich doch an. Wie erbärmlich du bist. So fett und hässlich. Ganz ehrlich. Niemand braucht dich. Du versagst doch jeden Tag.  Nicht mal abnehmen kannst du.
Ich schluckte die Tränen hinunter und wendete meinen Bkick ab. Langsam ging ich zu meinem Kleiderschrank und nahm mir eine Jogginghose heraus, welche ich auch kurz darauf anzog. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch, mit dem Vorhaben, Hausaufgaben zu machen, doch ich starrte einfach an die Wand. Ich dachte an alles, was ich kaputt gemacht habe. An alle Menschen, die ich entäuscht habe. All meine Fehler. So merkte ich gar nicht, dass ich anfing zu weinen. Ich ging ins Badezimmer, wusch mir das Gesicht und sah auf. Aus dem Spiegel sah mir ein 15-jähriges Mädchen entgegen. Matte, grün-goldene Augen die ihren Glanz schon komplett verloren hatten. schwarze Haare, die in  langweiligen Strähnen das Gesicht umrahmten und ein Lächeln, dass nahezu echt und trotzdem so gefälscht war. Meine Beine trugen mich zurück in mein Zimmer, an meinen Schreibtisch. Mit zitternden Händen öffnete ich meinen Rucksack und nahm mein Matheheft und meine Federtasche hinaus. Mit schwindender Konzetration rechnete ich meine Aufgaben. Strich für Strich schrieb ich Gleichung und Lösung auf das Papier. Erschöpft klappte ich das Heft zu und ging in die Küche um mir einen Tee zu kochen. Ich nahm mir eine Packung Cookies aus dem Schrank, als ich anfing, mir über die Kalorien Gedanken zu machen. Vom Gewissen geplagt stellte ich die Packung zurück und goss mir mein heißes Wasser in die Tasse. Mit dem wärmenden Getränk schlich Ich die Treppe nach oben. Ich fühlte mich unglaublich erschöpft und setzte mich auf meinem Bett. Noch Deutsch und Geschichte, dann bist du fertig. Dachte ich und machte mich daran, die restlichen Hausaufgaben zu erledigen. Ich sah auf die Uhr. 14:46 Uhr. Ich muss perfekt sein. Perfekt. Einfach makellos perfekt. Ich dachte an meine Französischarbeit, die in einer Woche anstand. Um 15:30 Uhr hatte ich schließlich noch Vokabeln gelernt. Meine Augenlieder fühlten sich unglaublich schwer an und obwohl ich so müde war, fehlte mir die Motivation, sie zu schließen. Denk daran. Du musst perfekt sein!

Hey!
Ich hoffe, der erste Part gefiel euch. Ich würde mich über jede Bewertung freuen!
Man sieht sich
Lix aka Mänüel *^*

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⏰ Last updated: Dec 07, 2016 ⏰

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