Kapitel 1

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Es ist dunkel, und es ist kalt.
Das einzige was ich sah war, dass ich nichts sah.

Ich streckte meine Hände aus um irgendetwas zu erfühlen. Doch das einzige was ich fühlte wae die kalte Luft die mich umgab. Erst als ich eine Zeit hilflos, nach Orientierung suchend, mit meinen Händen nach etwas gesucht hatte, fiel mir auf das ich auf dem Rücken lag.

Wo zum Teufel bin ich?

Auf was auch immer ich lag, es war ziemlich unbequem. Ich rappelte mich mühsam auf. Ewig muss ich so gelegen haben, mir tat alles weh und selbst ohne etwas zu sehen merkte ich wie sehr ich bei jeder Bewegung schwankte. Alles drehte sich. Mir wurde sofort schlecht und alles in mir schrie danach, sich wieder hinlegen zu können. Ich kniff die Augen zusammen und wartete.

Langsam legte sich der Schwindel. Ich versuchte einige Schritte nach vorn zu machen. Ein Schritt nach dem anderen bewegte ich mich vorwärts, die Hände schützend vor mein Gesicht und mit dem Fuß immer voraus tastend, damit ich nicht gegen eine Wand lief. Schon nach einigen Schritten stieß ich mit meinen Zehen schmerzhaft gegen eine Wand. Ich zog zischend die Luft ein und verharrte für einige Sekunden, bis der Schmerz nachließ.

Mit gespreizten Fingern schob ich meine Hand zentimeterweise nach vorn, bis meine Finger auf kühlen, feuchten Stein trafen. Ich tastete mich vorsichtig herum und fand nach und nach heraus, dass ich mich in einem viereckigen Raum befand. Drei Wände davon waren aus Stein. Die vierte war aus Holz.

Es musste sich um einen Keller handeln, denn bei der hölzernen Wand hatte ich ebenfalls eine Treppe nach oben gefunden. Sie ging weit hinauf und war steil.

Nun stand ich am oberen Ende an einer großen, und allem Anschein auch schwerer Tür, und meine Hand suchte nach einer Klinke. Erst jetzt bemerkte ich den kleinen Lichtschimmer, welcher schwach hinter der Tür irgendwo ein Licht erahnen ließ.

Hier musste jemand sein! Mit neuer Motivation schlossen sich meine Finger um das erhoffte Stück Metall. Ich atmete gespannt. Ein...und...Aus. Natürlich glaube ich nicht das sie offen war, doch einen kleinen Hoffnungsschimmer hatte ich dennoch. Langsam drückte ich die Klinke herunter.

Und tatsächlich, die Tür gab nach.

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