Es war ein besonders kalter Tag, der kälteste der letzten 2 Monde wahrscheinlich, und das obwohl die Monde der Erwachung schon angefangen hatten und Frosta schon längst vergangen war. Zitternd lagen Toska und ihre Brüder Nelon und Avan aneinander. Man konnte kaum noch erkennen wer von den dreien Nelon und wer Avan war, denn sie beide hatten ein grau getigertes Fell. Die verschieden Grautöne waren von weitem kaum zu unterscheiden. Nur Toska war an der Schnauze und an den Beinen braun-rötlich, was eine sehr seltene Farbe bei den Wölfen war. Liebevoll und besorgt sah ihre Mutter Mila sie an. Die drei waren gerade eben erst auf die Welt gekommen und begannen nun zu frieren. Mila begann sie abzuschlecken, um sie warm zu halten, und die drei genossen es sichtlich.
Da kam Pilo in die Höhle gelaufen. Er fragte ganz aufgeregt »Sind sie schon da? « »Schau nur« sagte Mila. Pilo betrachtete nun den Haufen nasser Fellknäule. Zärtlich packte Pilo Toska im Nacken und trug sie auf das Moosbett, das er vor ein paar Mondaufgängen extra für den Wurf hergerichtet und immer wieder mit frischem Moos ausgekleidet hatte.
Er bettete sie vorsichtig auf das Moos und holte nun auch Nelon und Avan. Mila schleppte sich nun auch heran.»Du solltest dich schonen« sagte Pilo zu ihr, aber sie meinte »Nein, ich könnte mich auch nicht ausruhen. Es ist so kalt geworden, ich habe Angst, dass sie es nicht überleben. Dabei fängt der Blütemond schon nächsten Sonnenuntergang an. Das Wetter ist in letzter Zeit wirklich seltsam.« »Dann leg dich wenigstens zu ihnen, damit du dich wenigstens ein bisschen ausruhst« Pilo war ein sehr fürsorglicher Vater. Und da Mila sehr erschöpft war und wusste, wie stur Pilo manchmal sein konnte, rollte sie sich neben ihnen zusammen. »Erzähl doch mal wieder die Legende, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Du würdest sonst ja nur da liegen und ich weiss wie schwer das für dich ist. Ich habe sie schon so lange nicht mehr gehört und die kleinen werden sie ja früher oder später auch hören.« »Na gut«Mila schmunzelte »Aber nächstes mal wenn du die Geschichte wieder hören willst benutze nicht die Kleinen als Vorwand«. Pilo schaute verlegen zu Boden. Warum musste sie ihn auch jedes mal durchschauen. Aber grade das mochte er so sehr an ihr, dass sie jeden Trick von ihm durchschauen konnte. Und nicht nur ihn, sondern jeden Trick den die Wölfe bei ihr angewandt hatten, konnte sie durchschauen. Pilo legte sich nun auch neben sie und Mila fing an
»Vor sehr, sehr langer Zeit lebte in einem weit entfernten Land ein Wolf namens Warlenow, der von seiner Sippe verstossen wurde. Er musst sich eine Weile allein durchschlagen, doch mit der Zeit wurde die Nahrung knapp. Die Hasen und Mäuse verschwanden spurlos. Also beschloss er Richtung Helle Scheibe zu ziehen. Es war eine weite Reise. Er durchquerte sogar das grosse Blau, das ausser ihm wahrscheinlich kein Wolf zu Gesicht bekommen hatte. Nachdem er einige Monde gewandert war, traf er auf eine Weisse Wölfin, die Ramira hieß. Die beiden verliebten sich und liessen sich dort wo das Inmaare heute seinen Sitz hat nieder. Sie bekamen vier Jungen die sich nach dem Tod ihrer Eltern um die Jagdgründe stritten. Am Ende bekam jeder von ihnen ein Teil des Gebiets. So entstanden die vier Clans. Garogor, Kosanir, Selitan und Naral. Es gibt das Gerücht, dass Warlenow ein Čudák gewesen war. Aber keinem seiner Begleiter ist etwas aufgefallen. Er selbst behauptete er habe Spirals of the Moon im Pfotenabdruck gehabt, aber der letzte Wolf der das hatte war Faolan. Ich schweife mal wieder ab. Also auf jeden Fall trafen sich die vier Geschwister ein letztes Mal und bei diesem Treffen haben sie sich gegenseitig umgebracht. In der Zeit in der das Geschah, treffen sich nun immer die Clans um das Friedensbündnis zu erhalten.« Mila gähnte.»Sieh nur, Pilo, es ist schon dunkel. Lass uns schlafen.
Mitten in der Nacht erwachte Mila. Mondlicht fiel in den Bau. Irgendetwas war seltsam. Behutsam guckte sie sich um und sah vor sich die drei Welpen friedlich schlafen, doch irgendwie sahen sie anders aus.
Mila bekam große Augen, denn Toskas Fell fing im Mondlicht an bläulich zu schimmern. Sie wurde nervös. Beunruhigt schleckte sie Pilo ab, damit er aufwachte, was er schließlich auch tat. »Was ist«-gähn-» Mila. Es ist mitten in der Nacht« murmelte Pilo verschlafen, doch als er aber die Besorgnis in ihren Augen sah, wusste er das etwas nicht stimmte. Mila war sehr tough und weckte ihn nur wenn es nötig war. Sofort war er wach und sprang auf seine Pfoten. Gerade in diesem Moment zogen Wolken vor den Mond. »Pilo, Toskas Fell hat einen bläulichen Stich bekommen« flüsterte sie angspannt.» Du weisst was das laut der Legende heißt, oder???« »Ja« sagte er, doch man konnte seine Ahnungslosigkeit drei Meilen gegen den Wind erschnuppern. Normalerweise hätte Mila nun belustigt gejault, doch sie hatte andere Sorgen. »Es gibt einen weiteren Teil der Legende. Doch der ist schon lange in Vergessenheit geraten. Dort heißt es: Wer ist so blau wie das Meer, der bringt die Heimkehr. Doch nehmt euch vor dem Wolf in Acht er hat eine dunkle böse Aura. Wenn er sich zum bösen bekehrt, dann ist das des Unglücks aufstieg.« Der letzte Satz war kaum mehr als ein Windhauch. Nun war auch Pilo mehr als beunruhigt. Besorgt schaute er die drei kleinen Welpen an, doch da kein Mondlicht da war, konnte er nichts ungewöhnliches entdecken. Pilo schaute nun eher Mila besorgt an. » Mila, ich glaube du bist einfach nur müde. Guck doch noch mal hin. Man sieht nicht den leisesten Stich von blau.« Verwundert schaute Mila ihn an. Doch als ihr Blick dann wieder auf Toska fiel, merkte sie dass er Recht hatte. »Stimmt« sagte sie »Ich bin wohl doch etwas müde... Legen wir uns doch einfach wieder schlafen.«, doch sie glaubte kaum das sie sich geirrt hatte. Auch Pilo wusste, dass Mila ihn niemals anlügen würde. Diese Tatsache machte ihm sehr zu schaffen und bescherte ihm einen unruhigen und von blauen Wölfen nur so wimmelnden Schlaf.
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Die Legende der Wölfe *Pausiert*
AdventureEs geht um zwei Wölfe, Toska und Nelpa, die beide von ihrem Clan getrennt werden und
