Newtmas

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Verschlafen fuhr sich Newt durch die Haare. Es war schon wieder Montag, was bedeutete, dass heute wieder die Box mit neuen Vorräten kam. Newts erster Weg war deshalb nicht der zum Frühstück, sondern zur Box, bei der sich schon einige Lichter versammelt hatten und eifrig dabei waren sie auszuräumen. Von weitem konnte man schon Alby schreien hören: „Wo ist dieser Strunk Minho schon wieder? Dieser Neppdepp soll sich gefälligst sein Haarspray hier abholen!“ Newt musste unwillkürlich grinsen.

„Irgendwas neues?“ fragte Newt als er bei Alby ankam. „Nein, aber wenn du Minho siehst sag ihm, dass sein Haarspray auf ihn wartet und wenn er es in einer Stunde nicht abgeholt hat verbrenne ich es.“  „Ich wird‘s ihm ausrichten…“ seufzte Newt und machte sich auf den Weg Richtung Frühstück.

Lässig schlenderte er zu dem Tisch, an dem schon Chuck, Minho und Thomas saßen. Newt ließ sich neben Minho auf die Bank fallen und nuschelte ein „Morgen zusammen.“  Thomas, der bisher nur in seinem Essen gestochert hatte, schaute Newt ausdruckslos an, stand wortlos auf und ging. Chuck verabschiedete sich ebenfalls mit den Worten „Ich muss dann auch mal los…“ Dass Thomas einfach ging verletzte Newt sehr, doch er ließ sich nichts anmerken: „Was ist denn mit den beiden los?“ Minho zögerte. „Ich denke du solltest mal mit Thomas reden…“ „Wird ich tun… Übrigens solltest du Alby mal einen Besuch abstatten, es geht um dein Haarspray.“ „Warum sagst du Strunk mir das nicht gleich?“ rief Minho aufgebracht und sprintete Richtung Box. Auch Newt war inzwischen der Appetit vergangen, er stand auf und machte sich auf den Weg um Thomas zu suchen.

Es war bereits Abend, als Newt Thomas versteckt am Waldrand entdeckte. An einen Baum gelehnt saß er da und schien Newt nicht zu bemerken. Schweigend setzte er sich neben ihn und schaute in den Wald hinein. Thomas stand auf und wollte gerade gehen, wurde aber von Newt am Handgelenk zurückgehalten.  „Hey, lauf doch nicht immer vor mir weg.“ Sagte er. „Aber… Chuck wartet auf mich.“ „Chuck kann warten. Wir müssen reden.“ Widerwillig setzte Thomas sich wieder neben Newt, schien jedoch einen gewissen Abstand bewahren zu wollen. „Was ist denn?“ fragte Thomas trocken. „Warum gehst du mir ständig aus dem Weg?“ „Ich…Es ist…Du verstehst es sowieso nicht!“ wich Thomas aus. „Dann erklär‘s mir doch!“ drängte Newt. „Es…es geht um unsere Freundschaft. Es ist einfach nicht mehr das Gleiche. Es ist…“ Thomas schluckte, er war den Tränen nahe. „Ach man! Ich hab mich in dich verliebt!“ Stille. Newt schaute Thomas überrascht an. „Ich ähm…Okay“ stammelte Newt, man sah ihm die Überforderung deutlich an. „Sorry“ murmelte Thomas. Newt sah ihm tief in die Augen. „ Ist schon Okay, Tommy.“ Er lächelte, beugte sich zu ihm rüber und zog Thomas am Nacken leicht zu sich. Und dann küsste Newt Thomas, der versuchte all seinen Gefühlen in diesem Kuss Ausdruck zu verleihen, während um sie herum Rosenblätter auf den Waldboden fielen.

Sie lösten sich und schauten sich verwirrt um, um die Quelle des Rosenregens ausfindig zu machen. Doch noch bevor sie eine Chance hatten etwas in den dichten Blättern erkennen zu können, fiel Minho, der die ganze Zeit über auf dem Baum gesessen haben musste, vor Lachen vom Baum und landete unsanft vor ihnen auf dem Waldboden, was seinen Lachanfall nur noch verstärkte. Thomas und Newt starrten ihn an und die Emotionen auf ihren Gesichtern wechselten Sekündlich.

Minho, der sich inzwischen einigermaßen von seinem Lachkrampf erholt hatte, stand nun vor ihnen und seufzte. „Minho…?“ begann Thomas, doch Minho fiel ihm ins Wort. „Ich lasse euch lieber mal alleine.“ Sagte er zwinkernd. „Warte! Wie lange saßest du da oben?“ fragte Newt aufgebracht. „Och, lange genug. Keine Sorge euer kleines Geheimnis erfährt schon niemand.“ Und mit diesen Worten ließ er Thomas und Newt  alleine.

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⏰ Last updated: Nov 24, 2016 ⏰

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