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Um Punkt fünf Uhr morgens reißt mich das ohrenbetäubenden Klingeln meines Weckers aus dem Schlaf.

Missmutig stehe ich auf.

Ich hasse es, früh auf zu stehen.

Kurz ziehe ich in Erwägung, wieder einzuschlafen, doch verwerfe den Gedanken wieder und kämpfte mich aus meiner Decke, die sich im Laufe der Nacht um meinen Körper gewickelt hat.

Bei dem Versuch, mich zu befreien stoße ich mir das Knie, schlage mir den Kopf an und falle schlussendlich, trotz meiner neu erworbenen Freiheit, der Länge nach hin.

Unter vulgären schimpftiraden
wanke ich ins Bad und von dort aus in die Küche.

Nach einem kurzen Frühstück, welches meinst aus Obst , Gemüse und einem doppelten Espresso besteht, gehe ich duschen und schlüpfte in meine Sportkleidung.

Anders als bei den meisten Mädchen, die mit mir trainieren ist mir egal, was ich trage.
Hauptsache bequem, locker und atmungsaktiv.

Seit meinem fünften Geburtstag gehe ich in das große Trainingscenter im Mittelpunkt unseres Distrikts und habe, nun schon elf Jahre lang, die selbe Routine.

Ich jogge jeden Morgen, bei jedem Wetter und in jeder körperlichen Verfassung die fünf Kilometer zu meinem zweiten Zuhause.

Meine Lunge, meine Beine und mein Herz arbeiteten, ohne dass ich darüber nachdenken muss, so habe ich zeit, meine Gedanken um andere Dinge kreisen zu lassen.

Irgendwann erwache ich aus meinen Träumereien und finde mich vor einem flachen, grauen Gebäude wieder.

Die, mir zugewandte, fordere Seite des Hauses besteht aus einer Reihe riesiger, dicker Fenster.

Durch das massive Glas kan man einige Teenager sehen, die bereits vor mir angekommen sind und hoch konzentriert trainierten.

Eine meiner Augenbrauen schießt in die Höhe, als ich ein großes, schlankes, langbeiniges Mädchen an MEINEM! Stand trainieren sehe.

Mit ihren ungeübten Fingern nimmt Clarissa Davis eines MEINER! Messer, zielt kurz, mit zusammen gekniffenen Augen, und wirft.

Dass sie nicht ein mal den mittleren Ring der Zielscheibe trifft scheint sie, und auch die sabbernde Menge, die sich um sie herum versammelt hat, nicht zu stören.

In Gedanken schon bei dem Mädchen, dass ich innerlich bereits zusammen schreie,
reiße ich die große graue Tür des Gebäudes, in dem ich mehr Zeit meines Lebens verbringe, als sonst irgendwo, auf und halte mein Armband und den Chip darin, welche unbefugte den Zutritt verweigern soll, vor den Scanner.

Ein metallisches klicken ertönt.

Clove Graham, 16.

Kurz blicken die grünen Lettern, auf einem kleinen Monitor, auf und ein Bild, meines Profils erscheint daneben.

Schlecht gelaunt und nicht wirklich motiviert stapfe ich in die weite Halle, in der ich den Rest des Tages verbringen soll und werfe meine Jacke, sowie meine Schuhe in meinen Spind.

Mit Schwung drehe ich mich um, halte den Blick auf meine Hände gesenkt.

Meine Handflächen weisen Blessuren und helle Narben auf, die ich mir selbst zugefügt habe, als ich zu jung und zu unerfahren war, um Schwerter, Messer oder Wurfsterne halten zu können, ohne mich zu verletzen.

Ein komischer, verwirrter Laut entfährt mir und ich taumele, nicht wirklich elegant, wie ich zugeben muss, zurück, als ich gegen eine breite, muskulöse Brust pralle.

Von Messern und Nelken//ClatoStories to obsess over. Discover now