Es gibt so vieles, was man schreiben kann. So vieles womit man andere glücklich machen kann. Aber wenn es Möglichkeiten gibt jemanden glücklich zu machen, gibt es auf der anderen Seite ebenfalls abermillionen Varianten einen traurig zu machen, ihn zu verletzten oder gar kaputt zu machen. Es gibt Menschen, die darauf achten, dass es nie dazu kommen wird. Nur nicht alle sind so und achten darauf. Man findet immer welche, die genau das bezwecken wollen. Die sehen möchten, wie ihr Gegenüber zerbricht und kaputt geht. Die sich am Leid anderer ernähren. Solche Menschen sind in meinen Augen keine Menschen mehr.
Sie sind Monster.
Monster die zu allem fähig sind, ohne vorher mit der Wimper gezuckt zu haben. Diese "Wesen" sollte man niemals den Rücken zu wenden, denn man weiß nie, was sie als nächstes vorhaben, oder planen.
Es war August. Um genau zu sein der 05.08.2013, als ein zierliches Mädchen mit halblangen Haaren die leere Straße entlang lief. Ihre schokobraunen Haare fielen in atemberaubenden Locken auf ihre Schultern. Sie hatte das Gefühl, dass man sie verfolgte, weshalb sie immer wieder panisch über ihre Schulter sah. Ihre Angst konnte man sehen. Nein nicht nur sehen, man konnte sie sogar anfassen und mit ihr Dinge unternehmen. Denn die Angst ist der beste Freund des Menschen. Zumindest wurde das diesem Mädchen erzählt. Da sie es nicht anders kannte, hielt sie an dieser Angst fest. Sie glaubte diese würde sie beschützen, obwohl sie eigentlich das Gegenteil bezweckte. Doch woher sollte sie das wissen, kein Mensch hat ihr je erzählt, dass man seine Ängste überwinden muss. Dass die Angst eigentlich der Feind eines Menschen ist, denn sie hindert uns unsere Träume zu verwirklichen, oder uns mal Dinge zu trauen, die man sonst nicht tut. Aber Angst haben ist normal.
Wenn man Angst hat, weiß man sofort, dass man sich Gedanken über gewisse Dinge macht.
Dass man überdenkt was für Möglichkeiten sich einem bieten, oder was für Gefahren auf einen zu kommen könnten. Man könnte sagen die Angst warnt uns. Sie kann uns in gewissen Situationen sogar beschützen, doch woher weiß man nun in welchen Augenblick diese Angst "Freund oder Feind" ist?
Ob sie gut oder schlecht ist?
Nun das kann man nur selber entscheiden. Man muss vor Augen haben, was man will, was man erreichen möchte und die Angst anschließend nutzen um weiter zu kommen, oder wenn man sie grad gar nicht braucht wegzuschmeißen. Doch um so handeln zu können muss man im Leben auch mal was riskieren.
Dieses Mädchen, welches, am 05.08.2013, die Straße entlang lief wusste nie wie man richtig lebte. Sie hatte auch noch nie etwas riskiert. Sie lebte nach ihrer Angst und dieses Bild was sich dann ergab, konnte man nicht Leben nennen.
Ich meine wie auch, sie hatte nie Spaß.
Ihr Tagesablauf war immer gleich bis zu diesem einem Tag an dem sich alles für sie veränderte.
Wieder ein Tag geschafft. Die Welt kann so grausam sein, man hat mir gesagt, dass ich keine zwei Tage mitten in New York aushalten würde. Doch ich wollte meiner Familie mal beweisen, dass ich es kann. Das ich es schaffen kann. Nur meine Angst, oder Cecil wie ich sie nannte, riet mir immer von solchen Sachen hab. Sie wollte nicht, dass mir etwas passierte. Egal, wie oft ich ihr versuchte klar zu machen, dass mir nichts passieren würde, dass ich doch bloß mal die andere Seite vom Leben kennenlernen wollte, sie verneinte immer. Weshalb ich nur selten auf die Straße ging und eher hinter verschlossenen Türen lebte.
Ich war einsam.
Hatte niemanden, naja außer Cecil. Ich war nun ganze 190 Tage mitten in New York. Jeder andere Mensch hätte New York erkundet, nur ich nicht.
Ich saß in meinen 64m² und hörte Cecil bei ihren Predigten zu. Ich konnte sie mittlerweile auswendig.
Sie erzählt mir ständig wie gefährlich alles sei, was mir passieren könnte und das mein Leben so wie es ist gesünder sei.
Doch was soll bitte daran gesund sein? Jeden einzelnen Tag in dieser Wohnung zu sitzen und die glücklichen Stimmen anderer Menschen zu hören?
Meiner Meinung nach wenig...
Nur höre ich nicht auf Cecil, verschwindet sie und würde sie das tun, hätte ich niemanden mehr.
Ohne Cecil wäre ich allein.
Sie ist meine einzige Freundin und was neue Sachen anging meine Feindin. Aber ich weiß ja, dass sie mich schützen will, doch ich möchte auch mal so glücklich sein, wie die Menschen, welche ich tagtäglich höre.
Nur wie mache ich das?
Wie kann man so glücklich sein, ohne Cecil zu verlieren?
Ich wusste es nicht...
'Alice nicht so nah an's Fenster...die Sonnenstrahlen sind gefährlich.. '
Immer dieses "Alice hier", "Alice da"....
Wann würde ich selber entscheiden können?
Entscheidungen treffen, ohne dass ich Cecil dadurch verlieren würde?
Vermutlich nie...
Genervt setzte ich mich wieder auf den kleinen grauen Teppich, der am weitesten vom Fenster entfernt war. Normale Menschen würden sich auf Stühle oder andere Möbel mit der gleichen Funktion setzten, nur ich nicht.
Cecil meinte, ich könnte runter fallen und mir etwas brechen, mich verletzten und somit meiner Gesundheit schaden, weshalb ich mich immer auf den Boden setzte.
Ich wollte Cecil schützen, sie zu verlieren wäre das letzte, was ich wollen würde. Sie war immer an meiner Seite hat mir geholfen, mich unterstützt. Das alles würde ich ihr nie zurück geben können.
'Alice sieh nach, ob deine Haut unbeschadet ist, du warst ganze 5 Minuten der Sonne ausgesetzt. Warum hörst du nicht beim ersten mal? Willst du mich verlieren?'
„Nein Cecil, dass will ich nicht und das weißt du."
'Dann höre, es wäre eben beinahe so weit gewesen. Ich will doch nur das Beste für dich. Arbeite nicht gegen mich, arbeite mit mir...'
„Ja, tut mir leid..."
Solche kleinen Unterhaltungen führten wir des öfteren und das ganze genau ab diesen heutigen Tag, 5.844 Tage.
Diese 5.844 Tage entsprechen 140.256 Stunden.
Wenn man all das zusammenfasste, kam man auf 16 Jahre.
16 Jahre die ich im Dunkeln verbrachte.
16 Jahre in denen ich nie Spaß hatte, oder etwas riskiert habe.
16 Jahre in denen ich alleine war.
Ständig fragte ich mich, wie viele solcher trostlosen Stunden, Tage oder Jahre noch auf mich zu kommen würden..
Ich wollte, dass sich endlich was ändert, doch dann würde ich Cecil verlieren.
Was sollte ich bloß tun?
Gab es doch eine Möglichkeit glücklich zu sein, ohne das ich Cecil Schaden würde?
Oder musste ich genau das machen?
Meine einzige "Freundin" wegstoßen, um Leben zu können?
War das mein zukünftiger Weg?
Mein Weg um glücklich zu werden?
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Kurzgeschichten/Entwürfe/Ideen
AventuraKurzgeschichten/Entwürfe Ihr könnt gerne reinschauen, je nachdem, wie die Entwürfe bei euch ankommen wird es davon gegebenenfalls ein neues Buch geben. Ihr habt es in der Hand. :)
