Prolog

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Schon als Kind dachte ich, ich sei etwas besonderes. Immer wieder überkam mich das Gefühl. Ich war besonders. Nur wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht auf welche Art und Weise ich mich von den Menschen auf der Straße, in der Bibliothek oder im Schwimmbad unterschied, was genau mich besonders machte. Als Kind hoffte ich natürlich stets darauf irgendwelche magischen Kräfte an mir zu entdecken. Ich versuchte immer wieder Vasen oder Stifte mit der Kraft meiner Gedanken um wenihe Zentimeter zu bewegen, oder die Gedanken Anderer zu lesen. Um Mitternacht stand ich häufig auf, schaute in den Spiegel um leider nur normale Zähne in meinem Mund zu sehen, und keine Spitzen Vampirzähne auf die ich so hoffte. Wenn es Vollmond wat hoffte ich darauf mich in ein felliges Etwas zu verwandeln, etwa in einen Werwolf oder etwas ähnlichem. Doch nichts der Gleichen geschah. Ich wuchs auf mit dem Gefühl etwas besonderes zu sein, was aber nicht von der Erziehung meiner Eltern ausging. Meine Schwester und ich wurden immer gleich behandelt, niemand hatte mehr Spielsachen oder Kleidung. Keiner musste je etwas anspruchvolleres machen als die andere. Wir waren gleich. Nun ja fast. Denn ich war besonders. Doch was mich besonders machte wusste ich nicht. Und so schwebte ich an einem Ort voller Ungewissheit, und dort wäre ich gerne geblieben, in dieser Welt ohne Sorgen, ohne Pflichten, ohne Angst.
Aber es riss mich von dem Wolken, brachte mich zurück auf den Boden der Tatsachen, und nahm mir das Leben das ich einst so liebte.
Denn jetzt weiß ich was es ist, was mich so besonders macht. Was mich von all den anderen Menschen unterscheidet. Es ist die Tatsache, dass ich krank bin, undzwar Todkrank.

MiraclesWhere stories live. Discover now