Jeder Mensch hat eine gewisse Menge Glück im Leben, zumindest sagt man das. Doch dann gibt es noch diejenigen, für die es zuerst schlimmer werden muss, damit es besser wird.
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Stella steckt voller Geheimnisse und eine düstere Vergangenheit lastet...
Ich hole tief Luft. Kühle Abendluft strömt durch das weit geöffnete Fenster. Mein Herz schlägt bis zum Hals und mein Puls scheint sich zu überschlagen. Ich stehe vor dem Fenster, einen Fuss auf dem Sims, bereit für den Aufstieg. Ich sehe nochmals kurz zu meiner bunt bemalte Zimmertür und versichere mich, dass sie geschlossen ist.
Wie viel Zeit ist vergangen?
Ich hole erneut tief Luft und steige mit dem zweiten Fuss aufs Sims. Vor mir befindet sich der Abgrund oder besser: unser Garten. Er erscheint gepflegt und von Büschen gesäumt. Er liegt still und verlassen in der Abenddämmerung.
Das Blut rauscht in meinen Ohren und plötzlich scheint alles so elend laut zu werden, auch wenn es still ist.
In meinem Kopf verspüre ich den gewohnten Druck meiner zu schweren Gedanken. Sie schwirren umher und man könnte denken es ginge um die Aufregung oder den Grund weshalb ich das tue. Es gäbe viele Gründe, meinen Vater, die blauen Flecken und Schmerzen, aber jeder Gedanke kreist sich nur um jemanden: Ihn.
Wenn er nur gewusst hätte was er auslöst, hätte er einmal mehr nachgefragt, wäre es nicht so weit gekommen. Aber er war ahnungslos, wie jede Person vor ihm.
Niemand kann Gefühle aufhalten, selbst wenn man sich noch so dagegen wehrt. Sie kommen unaufgefordert und mit voller Wucht.
Genau so war es bei ihm. Er traf mich mitten ins Herz und plötzlich wurde mein Welt mit neuer Energie versorgt. Doch so schön diese Glücksgefühle auch sind, es bleiben die bösen Dämonen, die schon seit jeher um mich herum spuken.
Ich schliesse die Augen und öffne sie dann nochmals weit, nur um einen Blick in mein beinahe verwaistes Zimmer zu werfen. Zu viele Dinge haben sich dort drinnen schon abgespielt und nun befindet sich alles geborgen in grossen Kisten.
Ich drehe mich herum und sehe in den unterdessen dunklen Nachthimmel. Kein einziger Stern ist zu sehen, nicht einmal ein Glitzern ist erkennbar.
Ich höre wie hinter mir an der Tür gerüttelt wird. Mein Herz schlägt noch schneller und ich hoffe instinktiv, dass die Tür wirklich abgeschlossen ist. Ein lautes Krachen lässt mich zusammenzucken, weshalb einen Schritt nach hinten mache und in die leere trete. Ich falle aus dem Fenster und schreie auf.
"Stella!"
Ich höre nur noch wie mein Name gerufen wird, dann wird alles schwarz.
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