"Ich kann so nicht lernen!", schrie ich durch das gesamte Haus, was verursachte, dass dieses kleine Biest von Baby, das ich über alles liebte, nur noch mehr schrie. Ich warf meine Hände über meinem Kopf zusammen, drückte mit den Handflächen auf meine Ohren. Ich konnte es nicht mehr hören. 5 Stunden schrie die Kleine nun schon, wie immer, wenn ich nicht bei ihr war. Sie schrie und schrie. So lange, bis ich endlich bei ihr war. Aber ich konnte nicht jedes Ma wieder zu ihr gehen, wenn sie schrie.
"Wenn du weiter so schreist, kommt sie nie zur Ruhe...", flüsterte Anja, die plötzlich hinter mir stand, mit unserem kleinen Wunder im Arm.
"Schatz, ich liebe dich. Und ich liebe sie. Aber ich will Medizin studieren. Ich kann hier so nicht lernen...", sagte ich ihr ins Gesicht. Meine Stimme war mehr oder weniger ruhig, ich blickte ihr in die Augen.
"Was hattest du denn geglaubt wie es werden würde, Liz? Was glaubtest du? Dass alles zufällt und sie total leise und ruhig wird? Babys schreien nun mal hin und wieder. So oft schreit sie doch garnicht.", flüsterte Anja. Die Kleine war ganz ruhig, jetzt wo sie in meiner Nähe war.
"Ich liebe dich... Aber... Es tut mir leid, ich muss hier weg..." Ich stand auf, beugte mich über sie und küsste die Kleine. Destiny.
Dann küsste ich meine Frau, die mich ganz schockiert ansah...
"Du willst jetzt einfach so gehen?", fragte sie mich, sichtlich wütend werdend.
"Ja, Anja, ich werde gehen. Jetzt sofort!", rief ich, während ich das Zimmer schon verlies und nach unten lief. Ich warf mir meine Lederjacke über, zog mir eine Jeans an und steckte meine Zigaretten ein.
"Komm, Az...!", rief ich meinem Hund zu.
"Wenn du jetzt gehst...", hörte ich Anja rufen. Sie kam dichter.
3...2...1... Oh, da stand sie vor mir. Ich sah sie an.
"Was dann? Verlässt du mich? Oh, nur zu. Du würdest es alleine wahrscheinlich nicht weit schaffen..."
Ich knallte die Tür hinter mir ins Schloss. Mein Hund lief bereits ein paar Meter vor. Kurzerhand setzte ich mich in mein Auto, Azkan in den Kofferraum. Erst einmal fuhr ich ein paar Meter ohne Sinn und Verstand durch die Gegend, ehe ich es schaffte mich zu überreden Michelle zu besuchen. Sie war die letzten Monate eine noch engere Freundin geworden, als ich jemals erwartet hatte.
Und sie war immer da, egal bei was. Sei es für mich, oder für Anja. Sie war eine Freundin meiner Familie.
Ich zündete mir ein Kippe an, fuhr geradewegs zu ihrem Haus, die lange Allee herunter. Ich war schon immer gerne bei ihr gewesen. Das Haus so groß und offen. Noch dazu so hell und freundlich. Die Menschen, sie selbst, so unheimlich freundlich mit so einem besonderen Charakter. Sie war wahrlich meine beste Freundin.
Und so kam ich auch schon an, stieg mit einer weiteren Zigarette in der Hand aus. Mir taten die Worte Leid, die ich Anja an den Kopf geworfen hatte, doch war es irgendwo genau die Wahrheit, die sie nicht einsehen wollte. Sie wollte nicht verstehen, dass sie mich genauso brauchte, wie ich sie. Sicher, sie war älter, doch war ich nicht das kleine Dummchen für das ich immer gehalten wurde.
"Komm raus, mein Kleiner..." Ich öffnete den Käfig im Kofferraum und lies meinen Hund laufen, der erst einmal an den nächstbesten Baum pinkelte. Typisch Hund, keine 20 Minuten im Auto gewesen, erstmal Pinkeln.
Ich klingelte, hoffte, dass sie da sein würde. Gerade beobachtete ich Azkan, als ich meine beste Freundin im nächsten Moment schon in meinem Arm hatte. Ich lächelte sanft und sie strahlte über das ganze Gesicht.
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Fobidden Disire(Forbidden Love part 2)
Romance'Forbidden Love'geht in die zweite Runde. Neue Sitiationen, neue Probleme. Die Liebe zu einer Frau, die einst ihre Lehrerin war. Liz's Leben steht nun vollends auf dem Kopf. Zwar hatsie die Liebe ihres Lebens an ihrer Seite, doch ist die Situation f...
