Sie steht im Wald. Sie bewegt sich nicht. Es ist dunkel. Irgendwas stimmt nicht. Kurz guckt sie sich noch einmal um, bevor sie losrennt. Sie rennt so schnell sie kann. Hinter ihr hört sie Schritte und lautes Gehäule. Sie verfolgen sie. Weiter und weiter rennt sie durch den Wald, ohne ein Ende in Sicht. Dann, ganz plötzlich, taucht eine Art Hütte auf. Wäre es nicht eine gute Idee, dort hinein zu gehen? Die Wölfe kommen da sicher nicht rein, denkt sie sich. Schnell rennt sie zum Haus und geht hinein. Die Tür ist offen. Hektisch verschließt sie die Tür so gut es geht: sie schiebt den einen Tisch, der in der Mitte steht, vor die Tür und schiebt den einzigen Stuhl in diesem Raum unter die Klinke. Völlig außer Atem von dem Rennen setzt sie sich in eine Ecke. Aufmerksam lauscht sie den Geräuschen von draußen. Gerade als sie ihre Augen kaum noch offen halten kann sieht sie im Augenwinkel, wie sich etwas bewegt. Als sie genauer hinguckt, sieht sie, wie die Türklinke trotz dem Stuhl ganz einfach runtergedrückt wird. Mit vor Angst weit geöffneten Augen betrachtet sie das Geschehen, was sich vor ihr abspielt. Langsam öffnet sich die Tür. Eine dunkle Gestalt kommt hervor, immer näher auf sie zu. Dann, kurz bevor die Gestalt sie erreicht, schließt sie ruhig ihre Augen.
