Prolog

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Alexandra hatte Panik. Große Panik sogar, obwohl sie immer ein toughes Mädchen gewesen war. Ihr wurden die Augen verbunden, ihre Beine und Arme wurden mit Seilen gefesselt. Die Seile hatten sich in ihre Haut geschnitten, sie blutete und konnte nicht einmal mehr schreien. Die vergangenen Stunden hat sie versucht zu schreien, doch ihr Hals war trocken und sie bekam kaum noch einen Laut aus der Kehle. Sie wurde entführt, mehr wusste sie nicht. Und all das machte ihr Angst, denn sie sah sich als ganz normale junge Frau an. Und das war sie auch. Alexandra war gerade erst neunzehn Jahre alt geworden, hat angefangen zu studieren und kommt aus gutem Haus. Ihre Mutter war Innenarchitektin, ihr Vater war im Baugewerbe tätig. Sie lebten in einem großen, überaus teuren Haus am Stadtrand von North Bay am See. Gemangelt hatte es Alexandra an nichts, ihre Eltern hatten sie verwöhnt, doch das hat sie keinesfalls eingebildet gemacht. Sie war mehr als nur bodenständig, authentisch und eigentlich ein Mädchen, was man gerne um sich hatte. Sie war nicht zickig, jedoch dickköpfig. Sie weiß was sie will und geht schon seit sie ein kleines Kind ist mit dem Kopf durch die Wand. In einer überaus liebenswerten Art und Weise.
Das einzige was sie von anderen Mädchen unterschied, war ihr Hintergrund. Ihr Vater war Rudelführer in dem noch größten bestehenden Wolfsrudel Nordamerikas. Wenn sogar auf der ganzen Nordhalbkugel. In Kanada hatten sie sich zurückgezogen, an einem großen Wald und eigentlich lief alles sehr entspannt ab. Alexandra war sein einziges Kind und sollte mal in seine Fußstapfen treten. Die Führung wurde nicht vererbt, aber man mochte sie innerhalb des Rudels. Besonders die vielen Männern unterstützten das Vorhaben. Doch viel machte sich die Werwölfin daraus nicht. Sie wollte einfach ihr eigenes Leben erstmal leben und wie es schien, hatte sie dafür auch noch reichlich Zeit. Die Ängste ihres Vaters, dass ihr etwas passieren konnte, hat sie nicht gekannt. Und genau deswegen verstand sie die Situation nicht. Sie wusste nicht um ihren Wert bescheid.
"Lass mich hier endlich raus!", versuchte sie zu schreien, doch es war nur ein leises Kratzen aus ihrer Kehle. Sie seufzte und lehnte sich zurück gegen die kalte Wand. Sie spürte wie durch die Bewegung ihre offenen Handgelenke wieder anfingen zu bluten. Im Kopf ging sie durch, wer ihr Feind sein konnte. Wütende Ex-Freunde besaß sie nicht, denn noch nie hatte sie einen Freund gehabt. Wütenden Rudelmitglieder konnte sie auch ausschließen und auch die Bewohner der Kleinstadt. Sie war zu schwach um ihre Sinne einzusetzen, war zu schwach um sich gegen das hier zu wehren. Es war Neumond und sie komplett ausgelaugt. Sie wünschte sich, ihr Vater wäre hier um ihr zu helfen. Doch sie war höchstens zwei Tage bisher verschwunden, auch wenn sie keineswegs die genaue Zeit einschätzen konnte. Es fühlte sich jedoch wie eine Ewigkeit an. Ihre Eltern würden sich vielleicht Gedanken machen, aber noch nicht groß sorgen.


  Darken hatte ziemlich langeweile gehabt. So viel langeweile hatte der sehr alte und mächtige Dämon schon lange nicht mehr gehabt. Na gut das letzte was ihn wirklich sehr gefasst hatte war der 2. Weltkrieg in dem er sich hatte schön austoben konnten. Ansonsten in der letzten Zeit einfach nur Totehose was das anging. Er konnte kaum irgend Jemanden foltern und zu Tode quälen oder Menschen generll töten. Es war einfach wirklich langweilig in der heutigen Zeit. Auch wenn er sich mit Sex bei Laune hielt, indem er jede Nacht eine andere Frau hatte, langweilte ihn das auch nur noch. Die Frauen waren alle so unterwürfig es war einfach nur langweilig und wenn dann mal eine da war die ein wenig Mut zu haben schien, nach ein paar Berührungen oder ein Paar Worten waren diese Versuche von der Frau auch hin und sie lagen dem Dämon zu Füßen. Beim Sex konnte er dann auch machen was er mit ihnen wollte ohne das sie sich auch irgendwie beschwerten. Sie ließen es einfach mit sich machen. Früher, ach ja die alten Zeiten, da musste man zumindest noch was handgreiflich werden und generll etwas grober sein. Damals hatte einfach alles viel mehr Spaß gemacht und wollte man mal eine einfache Tour, dann war man in ein Freudenhaus gegangen und hat sich eine Hure genommen. In der heutigen Zeit. Man musste nur auf eine Party gehen, ein gewisses maß an aussehen haben und zack konnte man auch schon die Frauen zu allem überreden war man wollte. Man musste einfach nur den Mum dazu haben und ein wenig Arrogant sein. Sogar Luzifer, Darkens Vater und Herrscher der Unterwelt, hatte sich schon etwas länger bei seinem sehr loyalen und ältesten Sohn der auch einmal sein Nachfolger sein sollte nicht mehr gemeldet. Wie gesagt die Gegenwart war einfach nur langweilig.
Darken hatte nur grade an seinen Vater gedacht und schon spürte er durch so einen Trick den sein Vater anwand, bei dem es ihm immer eisklat den Rücken runter lief, dass er Darken sehen wollte und das würde er seinem Vater auch nicht verweren. Der dunkel Haarige nahm den Scotch in seiner Hand und trank das Glas aus, damit stand er dann auch auf und verließ den Club. Die traurigen Gesichter der Frauen die ihn beobachtet, okey eher angeschmachtet hatten, bemerkte er natürlich, denn er war sich seinem guten Aussehen mehr als nur ein wenig bewusst. Darken war sich seines Aussehen sehr bewusst. Er war gut Trainiert, also six-pack und das ganze programm, hatte so einige Tattoos an seinem Körper, die ihm wirklich standen, und war extrem gut im Bett auch wenn es ihm nicht interessierte was die Frauen dabei Empfanden. Er ging aus der Tür heraus und ging direkt in eine dunkle Gasse. Dort ging er lang und war im nächsten Augenblick auch schon verschwunden.
Das Gespräch mit seinem Vater war enttäuchend für Darken verlaufen, denn er hatte gehofft eine wirklich interessante aufgabe zu bekommen, doch er musste auf irgend so ein Püppchen aufpassen. Irgendwie die Tochter von Anführer des großen Wolfrudels in Nordamerika. Lächerlich einfach nur. Darken verstand zwar was sein Vater wollte, aber das konnte auch jeder zweit Klassige Dämon machen und Darken müsste so seine Zeit nicht verschwenden, aber naja Vaters Wort war nun mal Gesetzt und wenn er wollte das das der braun Äugige machte, dann machte das Darken auch zu hundert Prozent. Seine Schritte führten ihn die Treppen runter, während er zwei Diener folgte. Unterklassigen Dämonen die nur ein paar wenige jarhunderte Alt waren. Sein Vater hatte ihn in so ein Blockhaus geschickt in einem sehr tiefen und verzauberten Wald von ihm, sodass Werwölfe dort sehr schnell starben und auch nicht ihre guten Sinne benutzten konnte. Sie brachen ihn in den Keller und Darken sollte das Mädchen begutachten, was sie schon seit zwei Tagen gefangen hielten. Eine Tür wurde von einem der Lakaien auf gemacht und Daniel machte drei Schritte in den dunklen Raum. Er brauchte keinen funken Licht um etwas sehen zu können. Mit dem Fessel hatten sie gute Arbeit geleistet, sie Blutete sogar schon, dass hatten die Beiden mal gut gemacht. Lob würden sie aber nicht bekommen so was vergab man nicht als Dämon. Daniel trat weiter auf das schlanke, aber auch verdreckte, Mädchen zu was auf dem Boden saß bis er vor ihre stand. Er hockte sich vor sie und nahm ihre Kinn zwischen die Hände und drehte ihren Kopf. "Hmmm.", sagte er gelanweilt und abschätzend. "Ein überaus hübsches Exemplar von einem Köter.", sagte er dann nach einigen sekunden betrachten und stand wieder auf. "Hat sie schon etwas zu trinken oder essen bekommen?", fragte er mit seiner kühlen Stimme und drahte sich zu seinen Dienern herum. "Nur Wasser, Master.",sagte einer von ihnen und wagte es nicht mir in die Augen zu sehen. Sehr gut. "Bringt sie nach Oben in mein Gemach. Ich erwarte sie dort so schnell wie möglich.", befahl Darken weiter und verließ die Zelle in der das Mädchen gelegen hatte.  

HeartlessWo Geschichten leben. Entdecke jetzt