1. Kapitel

13 3 1
                                        

'°•▪¤▪•°'°•▪¤▪•°'°•▪¤▪•°'
Mit pochendem Herzen schloss ich die Tür auf. Das Schloss knackte und die Tür sprang quietschend auf. Ich konnte noch nichts erkennen. Ich machte das Licht an und sah mich um.
Die Glühbirne hing nackt an der Decke. Die Wände waren kahl bestrichen. Der Flur wirkte trostlos.
Ich schob die Kartons in den Flur und pfefferte meine Tasche in die Ecke. Die Sonne strahlte durch die Vorhänge im Wohnzimmer. Obwohl Wohnzimmer kann man es nicht nennen. Es war mein Schlaf- und Wohnzimmer plus Küche zusammen.
Hinter mir hörte ich Schritte. Ich erschrak obwohl ich wusste wer es ist.
,,Gefällt es dir?", sagte eine rauchige Stimme.
Ich nickte nur. ,,Es ist bloß noch ein bisschen kahl. In ein paar Wochen sieht es aber bestimmt so aus wie ich es mag.", machte ich mir Mut.
Der Mann nickte und fuhr sich durch die Haare. ,,Jenny? Pass aber auf dich auf.", sagte er jetzt leise.
Ich horchte auf. Seit wann machte er sich Sorgen um mich? ,,Ich kann gut auf mich aufpassen." ,,Ja ich weiß. Bloß du bist mein kleines Mädchen. Ich kann dich schwer gehen lassen. Du bist so groß geworden.", seufzte er.
,,Ich bin ja auch nicht mehr neun Jahre alt. Ich bin siebzehn, Dad!", gab ich patzig zurück.
Manchmal ging mir Dad voll auf die Nerven. Nur weil ich jetzt alt genug bin eine eigene Wohnung zu haben ist er plötzlich der ganz fürsorgliche Vater und bettelt die ganze Zeit das ich noch ein paar Jahre bei ihm bleibe.
Ich kann es aber verstehen. Meine Mum ist kurz nach meiner Geburt gestorben und er ist fast fünfzig Jahre alt. Sicher ist es für ihn alleine zu Hause ziemlich langweilig. Aber wir hatten einen Deal: Immer am Freitag und Samstag bin ich bei meinem Dad. Also ist er nicht so alleine wie er meint. 👓
'°•▪¤▪•°'°•▪¤▪•°'°•▪¤▪•°'

Wie das Leben sich veränderteStories to obsess over. Discover now