- 17. März. -
In der Schule wird die Durchsage gemacht, dass alle auf dem Heimweg auf sich aufpassen sollen. Es gab wieder Angriffe, dieses mal ganz in der Nähe. Das wird langsam echt gefährlich! So viele Menschen sterben auf diese Weise. Diese Zombiewelle kommt immer näher hier her.
Ich komme gerade von der Schule nach Hause, als meine Eltern mit Kartons über die Straße laufen. Mein Vater bemerkt meinen verwirrten Blick.
"Wir sind umzingelt!", ruft er mir entgegen und ich verstehe nicht ganz, was er meint.
"Was ist in den Kartons? ", ich sprinte ihm hinterher, damit er mich aufklären kann.
"Lebensmittel! Vorhin hat uns einer dieser Biester attackiert, das Militär war hier und konnte es zum Glück einfangen. Es wird in einem Labor untergebracht und untersucht. Wir bringen jetzt alles wichtige in den Keller der Familie Kirschbaum. Zieh dir was warmes und bequemes an, wir werden die nächste Zeit dort verbringen!", er ist außer Atem und in Eile marschiert er durch die Hintertür im Garten, in den Keller.
"Geht es euch denn soweit gut? Und was meintest du mit wir sind umzingelt? "
"Diese Seuche, die Menschen zu sowas wie Zombies macht hat sich in einem großen Kreis um unsere Gegend verbreitet, sie können uns nicht evakuieren, weil wir nicht flüchten können. Uns ist nichts passiert, nur Tims Katze ist tot. Es ist durch ein Fenster eingebrochen und hat sein ganzes Zimmer verwüstet. Glücklicher Weise war er beim Nachbarn."
"Können wir nicht mit Flugzeugen irgendwo hinfliegen, wo es sicher ist? ", meine Verwirrung lässt nicht nach und ich komme mir vor, wie in einem schlechten Film.
"Alle gehen davon aus, dass die Zeit dazu nicht mehr reicht", er stellt die Kisten mit einem angestrengten Seufzten ab und schiebt mich wieder in die Richtung unseres Hauses.
Die haben uns einfach im Stich gelassen? Wie krass ist das denn? Ich selbst hab noch keinen dieser Zombies gesehen. Im Eingang lässt er meine Schultern los.
"Sei vorsichtig und nimm auch was zur Beschäftigung für dich und Tim mit. Alles andere haben wir schon."
"Klamotten?"
"Wir werden es wohl kaum schaffen Dreckwäsche zu waschen, deswegen zieh dir was an, in dem du auch schlafen kannst!"
Das ist mal wieder bis zum Tellerrand gedacht und nicht weiter. Man kann sich doch trotzdem mal umziehen. Typisch mein Vater. Trotz allem bin ich recht ratlos. Ich weiß nicht sehr viel von dieser Krankheit, da ich mich nie für Nachrichten interessierte, aber momentan ist überall die Rede davon.
Es wiederstrebt mir diese Situation ernst zu nehmen, aber trotzdem gehe ich nach oben und suche die nötigen Sachen zusammen. Das ganze erscheint mir so surreal doch als ich Tims Zimmer betrete trifft mich glatt der Schlag. Alles wurde umgeschmissen und zerstört. Überall liegen einzelne Teilchen rum. Die Sonnenstrahlen spiegeln sich in den Scherben des zerbrochenen Fensters wieder und lassen sie glitzern. Die dennoch kalte Luft, welche das Zimmer durchströmt, lässt alles nur noch unwirklicher erscheinen. Unter dem umgestoßenen Schrank schimmern noch einzelne Blutflecken, als hätten hier wilde Tiere ihr Unwesen getrieben. Kein Wunder, dass Tim sich seine Sachen nicht selbst holen soll. Für einen Dreizehnjährigen, der kein Blut sehen kann und dessen liebste Katze gerade von einem Schrank erschlagen wurde, ist das eindeutig zu viel. Es ist das erste mal in dieser Zeit, dass ich den Ernst der Lage auch nur erahnen kann.
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World of the Wendigo
Mystery / Thriller"Zombies? Kenne ich! Aber das ist nicht die richtige Bezeichnung für die Gestalten, die ich kennen lernen musste! Jeder, der glaubt zu wissen, was er tut, irrt sich gewaltig!" Aritha Paine und ihre Familie verstecken sich gezwungenermaßen in einem K...
