Prolog

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Ich saß eingepfercht in einem Käfig und sah zu wie drei maskierte Männer irgendetwas vorbereiteten. Ich hatte Angst, schreckliche Angst. Ich wollte nach Hause zu meinen Eltern, sie in die Arme schließen und sagen wie lieb ich sie hatte. Ich wünschte ich würde jeden Moment aufwachen würde merken dass es nur ein furchtbarer Alptraum war und wie jeden Tag mit meinen Freunden in der Schule über die Lehrer herziehen, das Leben genießen.
Doch die Realität sah anders aus. Ich saß hier, weit weg von Freunden und Familie und wartete darauf dass sie mich endlich in Ruhe lassen und ich vielleicht nach Hause gehen kann.
Ich spürte wie eine Träne meine Wange herunterkullerte und erschrak. Schnell wischte ich sie fort und sah auf meine Knie.
"Was ist denn los? Heimweh?", fragte der Mann der fast direkt vor mir stand im gespielten Mitgefühl.
Ich biss mir auf die Lippe und legte die Stirn auf meine Knie. Ich versuchte krampfhaft nicht loszuschluchzen, denn wenn ich anfange werden sie mich wieder verprügeln.
"Hey! Ignoriere mich gefälligst nicht, du kleines Drecksbalg!", forderte er scharf und aggressiv.
Ich zog meine Beine näher an meinen Oberkörper und biss noch fester auf meine Lippe. Ich schmeckte Blut. Auf eine Art beruhigte es mich einwenig. Die Tränen die gerade noch aufsteigen wollten versiegten.
Ich hörte wie der Mann näher kam.
"Heulst du etwa?" Der Mann klang gereizt und erfreut zugleich.
Ich riss ruckartig meine Kopf hoch.
"Nein! Bitte nicht....", begann ich hastig, wurde aber unterbrochen, weil er den Käfig öffnete und mich an den Haaren packte.
"Lüg mich nicht an", sagte er mit einer gefährlich ruhigen Stimme.
"Ich hab nicht gelogen! Ehrlich! Bitte lass mich los, ich..." Weiter kam ich nicht, denn er zerrte mich aus dem Käfig und warf mich auf den harten Boden.
Ich zog scharf die Luft ein, um nicht zu schreien. Ich versuchte mich aufzurichten, doch einer der anderen beiden stellte seinen Fuß auf meinen Unterarm. Ich sah an dem Bein nach oben. Ich konnte sehen wie er grinste. Ich ahnte was er vorhatte, konnte aber dennoch nichts tun.
"Bitte nicht...", flüsterte ich leise. Meine Stimme zitterte, meine Brust bebte und meine Glieder zuckten unkontrolliert.
Der Mann ignorierte mich und drehte seinen Fuß hin und her als würde er eine Zigarette austreten.
Schmerz explodierte in meinem Arm. Ich schrie auf und krümmte mich vor unerträglichen Schmerzen, immer und immer wieder. Irgendwann kam er von meinem Arm runter. Schwer atmend lag ich am Boden, konnte kaum etwas erkennen.
Plötzlich spürte ich wie jemand auf meinen Unterschenkel trat.
"Bitte! Aufhören!", keuchte ich kaum hörbar.
Wieder Schmerz, höllischer Schmerz.
Wieder die Schreie meinerseits. Mir wurde schwarz vor Augen blieb aber bei Bewusstsein. Ich spürte wie jemand meine Arme packte und mich durch den Raum zerrte.
Der Mann stoppte und ich wurde vom Boden auf ein Bett gehoben. Schritte. Mehrere Hände die mich unsanft packten und mich ans Bett drückten.
Langsam konnte ich wieder etwas erkennen. Einer der Männer hantierte an meiner linken Hand. Ich merkte wie er eine Schnalle am Handgelenk festzog. Ich versuchte mich loszureißen war aber zu schwach. Der Mann lief um seinen Kameraden herum, der mich an den Ellenbogen auf das Bett drückte und fixierte nun die Schulter. Der Andere ließ daraufhin meine linken Arm los und packte mein Kinn.
"Loslassen!", fuhr ich ihn an, ohne Erfolg. Er drehte meinen Kopf und drückte ihn ans Bett. Ich versuchte mich aus dem Griff zu befreien, doch es nützte nichts. Der Erste zog eine Schnalle an meiner Stirn fest.
So wie den ersten Arm fixierte er den zweiten Arm. Dann wandte er sich meinen Beinen zu. Er fixierte sie lediglich an den Fußgelenken. Als letztes zog er eine Schnalle um meinen Bauch. Der Mann, der meine Arme festgehalten hatte, ging nun in eine Ecke des Raumes die ich nicht sehen konnte. Als er zurückkam hatte er einen Rolltisch dabei auf dem ein paar Gerätschaften lagen. Die meisten kannte ich nicht. Ein paar schon. Es gab unter anderem eine Handbohrmaschine und ein Skalpell. Der Mann nahm zuerst die Handbohrmaschine. Er testete sie kurz in der Luft und setzte sie dann an meiner linken Schulter neben der Schnalle an.
Panik ergriff mein Herz.
"Nein! Nein! Bitte nicht! Bitte! Bitte!"
Ich zerrte an meinen Fesseln. Tränen liefen mir aus den Augen.
Der Mann drückte die Bohrmaschine gegen meine Schulter und startete sie.
Ich schrie los....

Tanz des TodesWhere stories live. Discover now