Ein Starker Sturm wehte durch die gebrechlichen, angebrochenen Äste und Schnee
fiel von den nackten Bäumen. Alle Lebewesen waren in ihre Löcher gekrochen. Sie wollten die Kälte umgehen und hatten gehofft, dass der Sturm bald aufhörte. Doch Er wollte es NICHT. Der eisige Wind pfiff durch Bäume und Sie brachte manche Lebewesen zum Zittern. Manche Tiere konnten sich eben nicht verstecken, da sie zu groß für eine Höhle oder sonstiges waren. Es gab nämlich nur noch kleine Höhlen, da sie alle zugeschneit waren und die Erde zu hart fürs Graben war. Die Bären hatten also Glück, weil sie dies alles vor dem Winter erledigt hatten.
Eine schneeweiße Wölfin stapfte entkräftet durch den kalten, eisigen Schnee. Ihre Pfoten fühlten sich taub an. Sie kam schleppend voran, da sie ihre Kraft für etwas anderes aufgebraucht hatte.
Sie hoffte auf Unterkunft. Eine Höhle oder ein Schuppen, wo sie sich ein bisschen ausruhen konnte. Am besten, sie würde auf ein anderes Rudel treffen, was sie akzeptierte. Aber so einen Luxus konnte sie sich hier nicht leisten.
Sie wurde vom Schattenrudel angegriffen. Die Feinde des Bergrudels. Die weiße Wölfin konnte als Einzige fliehen. Es war schrecklich. Schuldgefühle prägten sie noch jetzt. Ihr Rudel wurde praktisch niedergetrampelt. Es wurde ein Überraschungsagriff durchgeführt und einige Wölfe von Ihrem Rudel wurden entweder vom Schattenrudel getötet oder mitgenommen. Sie war die Alpha im Bergrudel gewesen. Ein reines Königsblut von ihrem Vater und ihrer Mutter trug sie in sich. Diese sind aber früh gestorben. Die Wölfin kämpfte auch da weiterhin mutig um ihr Rudel. Verteidigte es, wie eine wahre Alpha!
Doch nun hatte sie nichts mehr. Kein Rudel, keine Familie und keine Hoffnung. Alles war weg. Verschwunden aus ihrem Kopf, all diese Hoffnung, dass ihr Rudel noch Leben könnte.
Sie schnaufte und eine kalte Wolke schwebte aus ihrem Mund. Kalt und kurz davor umzukippen, stand die Wölfin ganz allein auf einer Wiese. Immer wieder spielte ihr Kopf die Szenen von letzter Nacht ab. Krieger riskierten ihr Leben. Die Weibchen versuchten ihre Welpen zu beruhigen und die Ältesten wollten mitkämpfen, da dieses Revier schon mehrere Generationen existierte. Blut wurde vergossen. Schreie, Jaulen und Siegesgeheul des Schattenrudels erklang und entfaltete sich als Echo.
Die wunderschöne Wölfin jaulte und sank zu Boden. //Ich werde es niemals schaffen!// dachte sie sich und legte die Schnauze auf den eiskalten Schnee. Sie schloss die Augen und wollte einfach loslassen. Auf einmal stach ihr ein Geruch in die Nase. Übelriechend. Der Geruch roch nach Wolf, der anscheinend lange nicht mehr gebadet hatte. Ihr Instinkt sagte ihr, sie solle vorsichtig sein und Abstand halten. Sie rappelte sich auf um sich in die Wälder zu verziehen, doch plötzlich sah sie Sie. Es waren vier Ihresgleichen. Die Wölfin konnte nur schwach ihre Umrisse sehen. Ein großer Wolf stand ganz vorn, was anscheindend der Alpha des Rudels sein musste, und entdeckte die weiße Wölfin zuerst. Sie könnte nur leuchtende Augen erkennen und könnte auch nur so wissen, dass sie beobachtet wurde. Sie konnte die Atemwolken von weitem erkennen. Die Ohren des großen Wolfs drehten sich in ihre Richtung. Dies ließ sie erschaudern. Sie war schwach, ohne Rudel und ohne jenen Schutz.
Langsam sahen die anderen drei Wölfe zu ihr und die volle Aufmerksamkeit galt ihr ganz allein. Was sie sich aber nicht gerade wünschte. Sie setzte sich und zeigte ihm so, dass sie keine Bedrohung für ihn war.
Der große grau-braune Wolf kam langsam auf sie zu. Seine massigen Pfoten hinterließen tiefe Abdrücke im Schnee. Er schüttelte sich beim Laufen und die Pfotenabdrücke wurden zerstört. Er lief mit gesenktem Kopf und Schwanz zu ihr und sie wusste, dass dies ein Zeichen war, dass er keine Bedrohung für sie darstellte, blieb aber wachsam und unterwurf sich. Immer tiefer desto näher er kam. Ein leichtes Lächeln verbreitete sich über das Gesicht des großen Wolfes. Sie konnte nur nicht sagen, ob Es freundlich oder gemein gemeint war.
Als er vor ihr stand, schien ihr der große Wolf doppelt so groß wie sie. Dann war es kurz still und beide sahen sich direkt in die Augen. Bei Beiden entstanden mehrmals Atemwolken und lösten sich dann während des Schwebens auf. "Steh auf." sprach der Wolf und irgendwas ließ Sie zusammenzucken. Diese Stimme kam ihr so bekannt vor! "Du brauchst dich nicht zu unterwerfen. Wir sind alle Rudellos." fuhr er fort. Die Wölfin erhob sich unsicher, auch weil sie sich immer noch nicht sicher war, ob sie die Stimme kannte oder nicht. Nach einer geschätzten Minute fuhr er fort: "Ich bin Seth". Er stand etwas stolz vor ihr und schaute auf die kleinere Wölfin herab. Die Wölfin verstummte schlagartig, als der Name 'Seth' fiel. Woher kannte sie den Namen? Seth schien ihre Unsicherheit kaum zu bemerken und sprach weiter: "Und wie heißt du?"fragte er sie. Die weiße Wölfin schaute zu ihm auf und versuchte sich zu sammeln. "Ich heiße Moon ... " brachte sie nur heraus. Seth hakte noch ein wenig nach: "Was hat dich denn hierher verschlagen, Moon?" Im Gegensatz zu ihrer Stimme kang Seth's Stimme kräftig und vollbeladen mit Energie.
Moon strengte sich an, um überhaupt irgendein Wort herauszubekommem"Ehm i-ich habe letzte Nacht mein Rudel verloren. Das Schattenrudel griff uns an und hat mein ganzes Rudel zerstört!" Sie versuchte ihre Schuldgefühle zu verdrängen und redete weiter: "Ich konnte a-als einzigste fliehen und b-bin allein los gezogen, um U-unterkunft zu suchen." Seth und die Wölfin neben ihm starrten sie an und Moon dachte für einen kurzen Augenblick Mitlied zu entdecken. Auf einmal ertönte ein kleines Fiepsen und unter dem Bauch der braunen Wölfin kam ein kleiner schwarzer und ein brauner Welpe hervor. Dieser starrte zu Moon und heulte. Seth hielt ihm den Mund zu. "Oh das tut mir leid, Moon. Wir sind auch die letzten 6. Wir haben uns zuvor auch nie gesehen. Wir taten uns zusammen." Er sah der Wölfin neben ihm und dann wieder zu Moon. "Das ist Luna. Meine Gefährtin." Bei den Worten gab Luna ein leichtes Lächeln von sich. "Und das ist unsere kleine Sunny" fuhr er fort und zeigte auf den braunen Welpen unter Luna's Bauch. "Unser Welpe" sagte Seth hinterher. Er war ein stolzer Vater. Das sah man ihm an. "Und das ist Charly. Unser Rabauke in der Familie." sagte der stolze Vater und zeigte auf dem Schwarzen Welpen.
Die anderen zwei erwachsenen Wölfe standen eher im Hintergrund. Moon konnte nur erkennen dass einer der beiden schwarz und der andere braun war. Sie saßen auf dem Hügel, beobachteten das Geschehen und wurden vonm Mond angestrahlt. "Willst du mit uns kommen?" durchbrach Seth die peinliche Stille. Als er das sagte, sag er in Moon's Augen. Sie konnte in seinen Augen erkennen, dass er es ernst meinte. Seth gab ihr einen kurzen Moment um nachzudenken, obwohl sie den nicht brauchte. Sie könnte sich nichts Besseres vorstellen, als in einem Rudel zu sein, wo auch noch Welpen leben. "Sturm und Laika gehören mit zu uns." sagte Seth noch und zeigte zu den beiden Wölfen auf dem Hügel. "Na komm mit. Du erfrierst hier noch." sagte Seth und Moon fühlte sich so klein. Sie war müde, erschöpft und brauchte Ruhe. Die weiße Wölfin stand gebrechlich vor ihm und brachte diesmal ihre Antwort schneller zu Wort. "Ja S-Seth" Bei dem Namen Seth stotterte sie wieder, folgte Seth aber ohne noch etwas zu sagen. Die Anderen ebenso und die Dunkelheit des Waldes verschluckte sie. Dann war es Still.
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Wolfsrudel - Moon will Rache
FantasíaMoon,eine mutige, schneeweiße Wölfin, will sich an ihrem größten Feind rächen. Alpha! Mit ihrem neuen Rudel versucht sie ihn zu bekämpfen. Kann Alpha besiegt werden? Und wenn ja, was dann? Finde es heraus. Ich versuche mir einen bestimmten Tag raus...
