Rückkehr

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Louisiana P.o.V

Ich schaue genervt aus dem Autofenster und höre dem Lied zu, das gerade aus den Lautsprechern des Radios dringt. Mein Leben ist nicht schon beschissen genug, nein, dann muss meine Mutter auch noch zurück in diese....argh..ach egal. Naja, jetzt bin wieder hier.

"Lou, ich weiß dass das ganze dir nicht gerade gefällt aber, bitte, sei nett zu den alten Nachbarn, wenn wir ankommen", sagt mir meine Mutter streng. Ich drehe den Kopf zu ihr hinüber und nicke. Sie lächelt mich liebevoll an und richtet ihren Blick dann wieder auf die Straße. Ich mache es ihr gleich und entdecke schon die mir bekannten Häuser meiner "früheren" Besten Freunden.

Als dann meine Mutter in der Einfahrt hält, schaue ich erst einmal aus dem Fenster zu unserem alten Häuschen. Steige nach einigen Minuten dann auch aus und werde dann schon in einer Umarmung gezogen. Ich setzte sofort ein gefaktes lächeln auf und sage jeden erst einmal Hallo. Dann hole ich ein paar Kisten aus dem Kofferraum und bringe die schon mal hinein. Ich mag es nicht so mit Leuten zu reden. Bin eher für mich und überlasse das meine Mutter. Ich schleppe den Karton hinauf und öffne die Türe zu meinem alten Zimmer. Es ist alles noch wie es war. Also lasse ich den Karton auf das Bett fallen und schaue mich erst einmal um. Das Zimmer ist schön bescheiden. Mein Schränkchen, wo immer noch die ganzen Kleinigkeiten drauf stehen ist da und die Lichterketten, neben dem Bett, wo auch immer noch die Bilder hängen. Ich knie mich auf das Bett und schaue sie mir genau an.

Es hängen welche mit Lia und mir, also meiner Besten Freundin. Dann von unserer Freundesgruppe und dann bleibe ich bei einem hängen. Cameron und ich. Ich starre es lange an, bis ich alle herunter reiße und in der Schublade meines Schränkchens verstaue. Danach lasse ich mich auf das Bett fallen und schon rinnen mir Tränen über die Backe.

Verdammt ich wollte nie wieder weinen, nach dem Vorfall mit Vater. Nie wieder. Ich ziehe scharf die Luft ein und beruhige mich. Wische mir die Tränen weg und setzte mich auf.

"Lou, kommst du bitte mal runter", höre ich meine Mutter. Stehe auf, schaue noch schnell in den Spiegel und eile dann die Wendetreppe hinunter, ins Wohnzimmer. "Was gibt es?", hacke ich nach. "Räum bitte später auf. Wir sind zum Abendessen eingeladen", sagt sie und grinst breit. Ja, meine Mutter ist ein Optimist. Nicht so wie ich. Das ist der unterscheid zwischen uns und das wir uns nicht die ganze Zeit zanken ist noch ein Wunder.

"Zieh dich bitte um", sagt sie noch und wedelt mit der Hand das ich gehen kann. Ich verdrehe genervt die Augen und mache mich auf nach Oben. Dort angekommen, schaue ich ersteinmal, was ich da habe. Nicht gerade viel. Ich hab ja auch wenig mit. Aber da sehe ich schon etwas. Ein blau-grünes Sommerkleid, das mir bis zu den Knien geht. Perfekt. Ich ziehe mich schnell um und gehe dann zu meinem Schränkchen, schaue in den Spiegl und lächle mich an. An den Rändern hängen noch alte Bilder von mir. Und WoW, ich habe mich wirklich verändert. Meine Haare sind nicht mehr hellbraun, fast dunkelblond, nein sondern fast schon schwarz. Meine Haare gehen mir bis zu Tallie und nicht mehr bis zu den Schultern. Insgeheim sehe ich älter und schöner aus.

So gehe ich dann runter und hole mir ein paar Schuhe. Ballerinas werden reichen. "OMG. Liebling du siehst toll aus", höre ich meine Mutter quieken. Ich schüttle nur meinen Kopf. "Können wir dann?", hacke ich nach. Sie nickt und holt noch einen Korb mit Kleinigkeiten darin und nimmt dann ihre Autoschlüssel.

Nach wenigen Minuten, stehen wir dann vor einem Haus. Zuerst fällt es mir nicht auf, aber als wir dann im Flur stehen und ich sehe wer auf mich zu kommt, schaltet sich mein Gehirn auf 100% wieder ein. Als ich gerade wieder gehen will höre ich :" Miranda und Louisiana, schön das ihr da seit." Meine Mutter umarmt Katrin und als diese mich dann sieht stockt sie ert einmal. "Man oh Meter, du bist ja ganz schön erwachsen geworden", sagt sie und zieht mich in eine Umarmung.

Zum Glück ist Cameron nicht da, während wir zu besuch da sind. "Darf ich denn nach Hause gehen, Mum", zwinge ich mir die Frage über den Mund. Sie nickt und ich stehe auf. Gehe hinaus, ziehe meine Ballerinas an und gehe wieder in den Esssaal. "Auf Wiedersehen, Katrin und danke fürs Essen", verabschiede ich mich angemessen und drehe mich um. Will gerade zu Haustüre gehe, als ich mit jemanden zusammen stoße und rücklinks auf meinem Po lande. Ich keuche genervt auf und will den gegenüber eigentlich anzicken, als ich sehe wer es ist. Cameron. Dieser schaut schockierend zu mir herab. Ich verkneife mir meinen Satz und stehe ohne weiteres auf. "Lou?", höre ich ihn, immer noch geschockt, fragen. "Ne, der Heilige Geist", gebe ich genervt von mir und schaue ihn eiskalt an. Gehe dann an ihm vorbei aus der Haustüre.

Na ganz toll. Mein Tag ist jetzt schon auf dem Tiefpunkt. Ich wollte Cameron eigentlich nie wieder sehen, aber so wie es aussieht ist das nicht zu vermeiden. Gedankenverloren laufe ich die Straßen nach Hause entlang.

Daheim angekommen, räume ich meine Kartons aus und verstaue das ganze Zeug. Als ich gerade mein Tagebuch im Nachtisch verstauen will, fällt mir etwas anderes ins Blickfeld. Ich hole das Buch heraus und schlage es auf. Langsam fange ich an zu lesen und immer mehr kommt Camerom vor. Verdammt, war ich damals verliebt. Aber wie soll es anders auch sein. Er war und ist meine erste große Liebe. Bei diesem Gedanken, bekomme ich Herzklopfen und verdänge das so schnell es geht wieder. Ich darf mich nicht auf ihn einlassen, auch wenn ich noch Gefühle für ihn habe. Er brach mir das Herz.

Dream LoveWhere stories live. Discover now