Kapitel 1

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Jess

Als ich aufwache, ist es noch dunkel. Kein Wunder, schließlich ist es Mitte Januar. Ich blicke auf meinen Wecker, 5:30 Uhr. Ich habe noch eine halbe Stunde bevor ich aufstehen muss. Trotzdem stehe ich auf und setze mich auf meine breite Fensterbank. Ich liebe es im Dunkeln aus dem Fenster zu gucken. Unter mir die Stadt, hell erleuchtet und laut und über mir der Himmel. Heute ist es stark bewölkt wahrscheinlich wird es später Schnee geben. Ich liebe den Schnee, alles weiß und glänzend, es sieht alles immer so friedlich aus, als würde alles unter einer weißen Decke schlafen. Ich lehne meinen Kopf ans Fenster und schließe die Augen. In 20 Minuten muss ich mich fertig machen, für die Schule.. Vielleicht schaffe ich es heute endlich mal pünktlich zu sein, besser wäre es. Es ist nicht so, dass ich schlecht in der Schule bin, eher so Durchschnitt. Dennoch sind meine Eltern unzufrieden. Sie erwarten, dass ich nur mit Einsen und zweien nach Hause komme und wenn es doch mal schlechter ist darf ich mir jedes mal den selben stundenlangen Vortrag über ihre Leistungen früher anhören und das sie das, was sie heute haben nie erreicht hätten wenn sie sich in der Schule nicht angestrengt hätten Blabla. Mittlerweile höre ich gar nicht mehr zu. 10 Minuten noch sagt mir ein Blick auf den Wecker. Ich schließe die Augen und versuche mich zu entspannen. Als ich wieder aufwache ist es schon 6:15. Verdammt nur noch 10 Minuten bis der Bus kommt. Schnell springe ich auf und renne in mein Bad. Ja, mein Bad. Jedes Schlafzimmer in unserem Haus hat ein eigenes Bad, ein Ankleidezimmer und einen riesen Balkon. Da mein Zimmer ganz oben im Haus ist habe ich statt dem Balkon eine Dachterrasse. Ich weiß, alle anderen wären froh wenn sie in so einem Luxus leben könnten, aber ich hasse es. Ich bekomme immer alles was ich will. Nur die Liebe meiner Eltern nicht. Sie sind fast nie zu Hause. irgendwie logisch, das Geld kommt ja nicht von allein. Aber trotzdem, ich würde lieber mehr Zeit mit ihnen verbringen und dafür den ganzen Luxus aufgeben. Als ich fertig bin renne ich zurück in mein Zimmer, schnappe mir meine Schulasche und renne los. Da unser Haus oben auf einem Hügel etwas abgelegen vom Rest der Stadt liegt gibt es eine extra Bushaltestelle direkt vor unserem Haus. Aber um da hin zu gelangen muss ich erstmal unser riesen Grundstück durchqueren. Von unserer Haustür führen 3 Treppenstufen nach unten. Rechts kommt die Garage und links ein riesen Garten. Ich überquere den Innenhof und muss nun die von Linden umsäumte Auffahrt runter rennen. Meine Eltern haben mir zwar schon mehrmals angeboten, dass mich ein Chauffeur jeden Morgen zur Schule fährt, aber ich habe dankend abgelehnt. Ich hasse es zu zeigen wie reich wir sind und versuche deshalb in der Schule normal auszusehen. Also keine Markenklamotten, normales Kantine essen und eben mit dem Bus zur Schule fahren. Leider wissen trotzdem alle das meine Eltern viel Geld haben, denn die Lehrer behandeln mich aufgrund der jährlichen Spenden meines Vaters stets höflich und freundlich. Andere Werden fürs zu spät kommen zum Nachsitzen verdonnert, ich jedoch bekomme lediglich einen mündlichen Hinweis das ich schon wieder zu spät bin. Aber heute scheint Gott es gut mit mir zu meinen. Okay ich glaube nicht an Gott und den ganzen scheiß aber ich erwische tatsächlich noch den Bus. Als ich drin bin atme ich einmal tief durch, dann gehe ich auf meinen 'Stammplatz' zu. Als ich dort ankomme ist dieser jedoch schon belegt. Das kommt sonst nie vor da, ich als eine der ersten einsteige. Heute jedoch sitzt dort ein dunkelblonder Junge. Ich schätze er ist in meinem Alter. Ich räuspere mich zweimal, aber er reagiert einfach nicht. Wie denn auch er hat Kopfhörer in den Ohren und ich kann die Musik sogar hören. Sein Musikgeschmack ist schon mal gut. Ich tippe ihn vorsichtig an der Schulter an und er zuckt kurz zusammen und dreht seinen Kopf in meine Richtung. Fragend sieh er mich an............

soo, hab das erste Kapitel nochmal überarbeitet. ich fänds cool wenn ihr mir ein Feedback da lasst, damit ich weiß ob ich so weiter schreiben kann oder nicht ;) klar der Anfang ist ziemlich langweilig aber das ist ja eigentlich bei den meisten Büchern so. danke schon mal. bis bald. :)

Verloren Where stories live. Discover now