Ich bin ich in einer dunklen Kammer gefangen. Das Ding da draußen hat mich eingesperrt Wie komm ich hier her? Das letzte was ich noch weiß ist, dass ich lang vor diesem Etwas auf der Flucht gewesen bin. Ich habe Angst, große Angst. Ich weiß nicht, was es mit mir vor hat. Will es mit mir auf brutale Art und Weise spielen, oder wird es mich bei lebendigen Leibe zerfleischen und keiner wird meine Hilferufe hören? Ich muss hier raus! Nur wie? Ah da oben, ein Lüftungsschacht. Ich muss versuchen da irgendwie hoch zu kommen. Das einzig nützliche in dieser Kammer, sind Pappschachteln. Das wird eine wacklige Angelegenheit, und es ist so dunkel, dass ich fast nichts erkennen kann. Egal, ich muss es versuchen...
Geschafft! In dem Augenblick, als ich meinen Körper komplett in den Lüftungsschacht gerettet hatte, brach die Tür ein und ich konnte das Ding zum ersten mal richtig sehen. Es hat ein ziemlich großes Maul, mit scharfen, spitzen Zähnen, die dafür gemacht waren alles mögliche zu zerfleischen, was zwischen sie kommt.
Auch wenn ich so ein Monster noch nie gesehen habe kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es keine Pflanzen frisst. Also machte ich noch schneller, dass ich von hier wegkomme. Ich kroch weiter vorwärst, bis ich an eine Abzweigung kam. Links oder rechts? Im linken Gang schien Licht von unten herauf aber der Gang wurde immer schmaler. Der rechte Gang war groß aber dunkel. Ich entschied mich für den rechten Gang. Aber vorher wollte ich noch schauen was da unten im linken Gang war. Deshalb kroch ich bis zu der Lichtquelle im linken Gang vor. Was ich zu sehen bekam, konnte ich nicht glauben. Der Raum wurde nicht von Lampen beleuchtet, sondern von einem PC, dessen Bildschirm in wunderbaren Farben schimmerte. Die Farben waren aber auch das einzig wunderbare in meiner jetzigen Situation. Er lag mit der Bildfläche nach oben. Aber da er an war, war nun mein Ziel in diesen Raum zu gelangen. Vielleicht kann ich mithilfe des PC's herausfinden, wo ich hier bin und was es mit dieser Kreatur auf sich hat. Ich ging also weiter nach rechts. Es war so dunkel das ich nicht mal meine Hand vor Augen sehen konnte. Nach gefühlten 10 Minuten stieß ich unsanft mit meinem Kopf gegen eine Wand. "Das wird bestimmt ne Beule" stöhnte ich. Ich tastete mich langsam an der Wand entlang bis ich ein Gitter unter meinen Beinen spürte. Es War nur draufgelegt. Ich nahm das Gitter und legte es sachte bei Seite. Ich wollte nicht so laut machen, da ich das Wesen mit Lärm auf mich aufmerksam mache und es mich aufspürt. Ich zwängte mich durch die Öffnung und war nun wieder in einem Raum, zurück auf dem Boden. Von diesem Zeitpunkt an laufe ich Gefahr, dieser Kreatur über den Weg zu laufen. Es War überall dunkel, nur durch die Fenster schimmerte ab und an das Licht der Laternen herein. Ich versuche leise zu atmen, aber meine Angst will dies nicht zulassen. Ich hörte wie das Vieh näher kam und versteckte mich hinter ein Paar alten Kisten. Es blieb vor der Tür stehen. Es brüllte, es war ein tiefer Ton, der mich zittern ließ. Es roch nach Verwesung und Tod. Das Vieh hatte nur noch ein Auge welches rot leuchtete. Es suchte nach mir. Plötzlich blieb es stehen. Es hatte etwas gewittert. Es stürmte aus dem Zimmer. Und verschwand in der Dunkelheit. Ich hörte ein Schnaufen hinter mir. Es atmete in meinen Nacken. Ich traute mich nicht nach hinten zu schauen. Um zu sehen wer oder was es war. Vorsichtig hob ich eine der Kisten hoch, sie waren nicht besonders schwer. Ich zählte gedanklich bis 3 und warf die Kiste nach hinten, über meinen Kopf. Im selben Moment rannte ich los. Es War ein Wettlauf gegen die Zeit. Ich rannte so schnell ich konnte den langen Korridor entlang. Mein Verfolger schnaufte und hinter mir. Die Zeit der Flucht kam mir so unendlich lang vor. Ich bog in alle möglichen Abzweigungen des Ganges ein für die ich mich in Millisekunden entscheiden musste. Es war ein Spiel mit dem Schicksal, denn statt einer neuen Gabelung hatte der Flur einfach mit einer Wand beendet sein können. Immerhin kannte ich die Gebäudekonstruktion nicht und in Räume einzubiegen erschien mir als zu gefährlich, denn ich wusste nie was sich in welchem Raum befinden könnte. Und das Monster..... ja das war mir überlegen. Ich rannte, immer weiter bis....
Nein! Meine schlimmste Befürchtung wurde wahr. Der Gang wird von einer Tür beendet. Ich wollte nicht in Räume gehen, doch mir bleibt keine andere Wahl. Ich versuche sie zu öffnen, doch sie ist von innen verriegelt. Ich hämmere mit meinen Fäusten gegen die Tür. Von innen drangen Schreie heraus. Das Monster hat mich fast erreicht als plötzlich die Tür aufgeht und ich den Raum betrat. Schnell verriegelte ich die Tür wieder, indem ich einen Schrank vor Sie schob. Ich vertraue den Holzlatten nicht besonders. Ich drehte mich um und bemerkte den PC, den ich unbedingt erreichen wollte. Bevor ich mich dem PC widmete, suchte ich nach der Person, von der die Schreie kamen. Als ich sie sah wurde mir schlecht. Er lag da, nach Luft ringend und mit Kratz-und-Bissspuren übersät.
Es war ein Mann ungefähr in meinem Alter, ich denke er hat ebenfalls Bekanntschaft mit dem Monster gemacht, aber bei ihm ist es nicht so glimpflich ausgegangen wie bei mir. Wenn seine Wunden wirklich von dieser Kreatur stammen, dann muss es bedeuten, dass Es nur mit seine Opfern spielt, sie leiden sehen will und dann jämmerlich verbluten lässt. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Seine Atmung stoppt. Herzfrequenz Null.
Es ist ein komisches Gefühl, nicht zu wissen wie ich hier rein komme, von einem Monster verfolgt zu werden und scheinbar den letzten lebenden Menschen in diesem Gebäude tot neben mir liegen zu haben. Ich muss an Informationen kommen. Ich wende mich von dem leblosen, am Boden liegenden Körper ab und widme mich dem PC. Ich durchsuche alle Ordner, doch ich finde nicht mal den Grundriss des Gebäudes. Das einzig brauchbare ist, dass ich mich in einem ehemaligen Amtsgebäude befinde.
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Flucht
Short StoryIch bin ich in einer dunklen Kammer gefangen. Das Ding da draußen hat mich eingesperrt Wie komm ich hier her? Das letzte was ich noch weiß ist, das ich lang vor diesem Etwas auf der Flucht gewesen bin. Ich habe Angst, große Angst. Ich weiß nicht, wa...
