Wir alle träumen, jede Nacht.
Manchmal begleiten uns die Träume in den Tag hinein, manchmal bleiben sie im Dunklen unseres Gedächtnisses ruhen, bis sie ins Vergessen abgleiten.
Und doch Träumen wir immer wieder.
Egal von welcher Art unsere Träume sind, meist lassen sie uns verwirrt aufwachen, und einen Moment lang, vermischen sich der unser Traum und unsere Realität und wie wissen nicht, was zu welchem gehört. Und genau an der Grenze, zwischen Traum und wach sein sind wir am verwundbarsten.
Doch was passiert, wenn genau diese Grenze verschwimmt?
Was passiert, wenn du aufwachst? In deinem Traum.
Welchen Traum willst du träumen?
Ich war aufgewacht. Das musste so sein, denn ich starrte an meine Zimmerdecke, hatte meine Schlafshorts an, meine Decke lag als Knäuel am Fußende meines Bettes und mein Wecker zeigte mir die Uhrzeit an:02.14.
Wunderbar,es war erst wenige Stunden her ,dass ich eingeschlafen war und es waren auch nur noch wenige Stunden, die ich schlafen konnte. Schweißgebadet, wie ich war, klebte mein T-Shirt an meinem Rücken. Kein Wunder, bei dem Traum den ich gehabt hatte. Worum ging es nochmal? Ich hatte es eigentlich schon wieder vergessen, dass einzige was mich daran erinnerte war mein Herzschlag. Bum.Bum.Bum.
Das war nicht mein Herzschlag. Bum.Bum.Bum.
Das kam aus dem Flur zu meinem Zimmer.Bum.Bum.Bum. Einen Moment lang war ich vor Angst wie gelähmt, bis mir einfiel, dass ich ,in weiser Voraussicht, die Tür zu meinem Wohnheimzimmer immer abschloss und den Schlüssel stecken ließ,damit niemand in mein Zimmer kommen konnte, wenn ich schlief.
Bum.Bum.Bum.
Außerdem konnte das alles mögliche sein, die Heizung,der Wind, der ein Fenster oder Tür auf und zu schlug Bum.Bum.Bum. oder vielleicht hatte einfach einer meiner verdammten Kommilitonen wieder vergessen, dass es alle auf dem Flur hören könne, wenn er seine Alte vögelt.
Ich stand auf und ging langsam zum Badezimmer. Bum.Bum.Bum.
Licht brauchte ich nicht für den Weg, ich kannte mich inzwischen gut genug aus in meinem 17qm, um mich ohne eine Lampe zurecht zu finden.
Als ich die Tür öffnete bemerkte ich zwei Dinge. Das ich in etwas Feuchtes getreten war, das anscheinend stetig von der Decke tropfteund ,dass das Geräusch, das ich gehört hatte ,nicht aus dem Flur gekommen war.
Es kam aus der offnene Tür vor mir.
Bum.Bum.Bum.
Langsam schaute ich nach oben.
Ichwachte auf. Das musste so sein, denn ich starrte an meine Zimmerdecke. Langsam atmete ich aus und drehte meine Kopf, um auf den Wecker zu schauen. Er zeigte mir die Zeit 02.14.
Mein Atem stockte.
BUM.BUM.BUM.
