Ich stieß mich vom Boden ab und kämpfte mich in die Höhe. Ich will Richtung Süden, der Kälte entkommen. Der Wind ist stärker geworden, aber ich habe Glück! Er kommt von nord-ost und streift mir über den Rücken, fordert mich auf, mich zu beeilen. Meine Brüder und Schwestern waren größtenteils bereits aufgebrochen. Meine Eltern hatten mich immer gewarnt, wie gefährlich die Welt doch war. Meine älteren Geschwister beschrieben die Welt als Abenteuer mit vielen Belohnungen.
Ich sah zu Boden und erkannte, dass die Dunkelheit bald herein brechen würde. Ich landete und wurde gleich etwas traurig.
In der Luft war man frei und auf dem Boden war das Essen. Das Problem: überall sind fress Feinde.
Ich sprang unter einen kleinen Busch. Er war leuchtend grün, da es anscheinend zuvor geregnet hatte. Die Sonne leuchtete über die Dächer und tauchte alles in orange. Es war schön. Ich liebe Sonnenuntergänge. Es wurde dunkel und ich hüpfte schnell zwei Zweige im Busch hoch. Der Biden war nicht weit entfernt. Ich war noch jung und hatte Angst in der Nacht hinunter zu fallen.
Ein beben riss mich aus dem schlaf. Ich fiel, hüpfte unter dem Busch hervor und stieß mich vom Boden ab. Ich hasse Erdbeben! Hinter mir hörte ich etwas nach mir schnappen. Ich sah mich um. Es war bereits hell und ein etwas mit vier Beinen sah mich an. Es machte komische Geräusche und guckte mich... Sauer an? Warum war es sauer? Es drehte sich um und schritt gemächlich zum Baum. Es klettert den Baum hoch. Das gefiel mir nicht. Ich mochte es nicht, wenn etwas mir zu nahe kam, wenn es kein Vogel war. Hinter mir war ein weiteres Geräusch zuhören. Schnell weg, bevor ich gar nicht mehr nach Süden komme...
Ich flog auf das Dach, das in der Nähe war und beobachtete wie eines der Dinge mit zwei Stäbchen zum Baum lief und sich beschwerte.
Verwirrt verließ ich diesen Ort und folgte dem sog, der mich, hoffentlich, zu meinen Brüdern und Schwestern brachte.
Erschöpft von der langen Reise landete ich in einem der Bäume, die von meinen Artgenossen bewohnt war. Fast sah es so aus, als wären es keine Vögel, sondern Blüten oder Laub. Kaum war ich gelandet, schlossen sich fast von selbst meine Augen. Ich dämmerte langsam weg als ich merkte wie jemand meinen rechten Flügel hoch hob. Ich sah das Wesen neben mir an. ,,Schön, dass du endlich da bist." Es war meine Ältere Schwester. Ich dachte sie würde mich nicht mögen, da sie mich sonst immer ignorierte. Meine Schwester kuschelte sich an mich und schloss die Augen. Ich beobachtete sie, bis ich mir sicher war, dass sie schlief. Erst dann schloss ich meine und genoss das zusammen sein meiner Art.
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Kurzgeschichten
RandomIn diesem Buch werde ich hin und wieder Kurzgeschichten veröffentlichen. Hoffe es gefällt euch ;)
