Kapitel 20

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Als wir uns dann aus einer Umarmung lösten sagte ich , dass ich langsam mal rüber gehe.
Ich war erschrocken , dass es schon nach 23 Uhr war.
Kaum kam ich in meinen Wohnwagen kam Laura wieder mit den Worten an : " Ich habs dir ja gesagt , dass du wegen ihm hierbleibst."
" Mensch Laura , wie gesagt , ich wusste es erst nicht . " ,sagte ich ihr.
"Warum küsst ihr euch dann?" ,fragte sie interessiert nach.
"Ich weiß es auch nicht.",sagte ich und das meinte ich ernst.
Sie versuchte ihr Lachen
nicht zu unterdrücken und sagte :" Ich verstehe nichts mehr."
"Ich auch nicht , es hat sich einfach so ergeben.", habe ich gesagt.
Ich finde , es war einfach ein perfekter Abschluss für die Ferien,aber irgendwie auch ein komischer.
"Na dann , aber ich finde schon , dass ihr gut zusammenpasst." ,hatte sie dazu noch gesagt.
Davon , dass wir noch YouTube Videos gedreht haben erzählte ich ihr nichts. Schließlich will er ja nicht , dass es andere erfahren.
Ich packte meine Sachen in den Koffer , damit ich das morgen nicht mehr machen muss.
Dann ging ich auch schlafen.

*

Am Morgen weckten mich unangenehme Geräusche , es waren Geräusche von zerknüllten Tüten oder sowas.
Ja so war es auch.
Mein Gehör hat sich nicht getäuscht.
Laura war gerade am Packen und diese kleinen knirschenden Tüten haben mich geweckt.
Es war gerade mal kurz nach 8 Uhr.
Ich hätte noch eine halbe Stunde länger schlafen können , dann würde ich auch alles entspannt schaffen.
Ich wälzte mich noch ein paar Minuten im Bett , bis ich aufstand.
" Na meine verliebte Alina , wie hast du geschlafen ? " ,fragte Laura mich.
Ich hasste es , dass sie mich so nannte.
Außerdem war ich doch nicht mal verliebt, oder etwa doch?
"Gut , nur , dass du mich geweckt hast , also war das gestern doch kein Traum gewesen." , sagte ich ein wenig verschlafen.
"Ich habe dich nicht geweckt und wenn du meinst , dass du Jonas geküsst hast , dann ist das Realität."
"Dann haben mich halt deine scheiß Tüten geweckt , ist ja jetzt auch egal ."
Musste Laura schon so früh am Morgen Hektik verbreiten?
Nachdem ich mich angezogen hab , ging ich schon mal in den Speisesaal frühstücken.
Ich packte mir auch noch etwas für später ein.
Dann kamen auch schon die vier Jungs.
Wir tauschten unsere Telefonnummerm aus , da mir aufgefallen ist , dass ich bisher bloß die von Laura hatte.
Wir haben uns alle versprochen , dass wir in Kontakt bleiben.

*

Als wir dann endlich mal im Bus drinnen saßen wurde es endlich etwas ruhiger. Es war davor nämlich ziemlich hektisch. Ich hasse Hektik und bin eher ein Mensch der alles in Ruhe macht , obwohl die Zeit knapp wird.
Jedenfalls hat der Busfahrer kaum unsere ganzen Koffer in den Bus bekommen , tja anscheinend haben alle zu viel eingekauft.
Ich saß wieder wie auf der Hinfahrt auf dem gleichen Platz mit Laura.
Irgendwie wurde ich schon ein bisschen traurig , dass wir schon wegfahren mussten , denn es war wirklich eine wunderbare Zeit.
Das einzige Gute , worauf ich mich freuen konnte , war meine Mutter wieder zu sehen und Andy und Luna.
Marleene wurde natürlich nicht ausgelassen , aber die habe ich hier ja immerwieder getroffen und außerdem bleibt sie einen Tag länger in Italien , als wir.
Ich schien scheinbar wirklich tief in meinen Gedanken versunken gewesen zu sein , denn ich bemerkte Lauras Blick auf mir.Sie sah mich vielwissend an.
Anscheinend hatte sie mich etwas gefragt und wartete auf eine Antwort und ich habe es nicht mal mitbekommen , also fragte ich :" Eh , sorry,kannst du das nochmal sagen? Hab gerade nicht hingehört."
"Ich habe gefragt , ob du dir sicher bist , eine Fernbeziehung einzugehen ." ,wiederholte sie.

Warum musste sie mir so eine schwierige Frage stellen ?
Ich dachte sie würde mich jetzt nach der Uhrzeit oder so etwas fragen. Aber damit habe ich ehrlich nicht gerechnet.
Ich überlegte kurz.
Führe ich denn eine richtige Beziehung ?
Ich war mir doch noch nicht einmal sicher , ob man das richtige Freundschaft nennen kann und sie fragt nach Beziehung ?
Ich meine ja , Jonas hat mich doch bloß geküsst ,also antworte ich ihr:"Keine Ahnung , ich weiß ja nicht mal ,ob man das Beziehung nennen kann."
"Also ich glaube schon , immerhin habt ihr euch geküsst." ,antwortete meine Sitznachbarin.
"Okay , glaubst du ,oder weißt du ?" ,fragte ich scherzend.
"Ich glaube ich weiß es." ,lautete ihre Antwort darauf und ich konnte .in ein Lächeln nicht verkneifen , den jetzt kamen beide Worte in dem Satz vor, genauso wie gestern abend mit Jonas.
"Ich bin mir da nicht so sicher , vielleicht war er ja nur besoffen und hat mich deshalb geküsst und heute weiß er nichts mehr davon." ,meinte ich.
"Das glaube ich eher nicht, dazu kennen wir doch beide Jonas schon genug , um zu wissen , dass er nicht so der Säufer- Typ ist . " , sagte sie natürlich so , als müsse sie recht haben.
"Okay , wie du meinst , also ich hab gestern keinen Alkohol bei ihm gesehen und er hat auch nichts getrunken." ,gab ich zu.
"Na siehst du und selbst wenn er besoffen wäre... Man sagt doch immer , dass man besoffen das tut , was man sich nuchtern nicht traut." ,war sie der Meinung.
Okay zugegeben , sie hatte doch schon ein wenig recht.
Aber müsste sie mich jetzt wirklich auf das Thema ansprechen ?
Ich bin zwar ein Mensch,mit dem man über alles reden kann , aber im Moment fühlte ich mich nicht in der Lage dazu.
Außerdem muss sie sich nicht in meine 'Beziehungen'
einmischen.
Ich wollte jetzt in Ruhe gelassen werden , also steckte ich mir meine Kopfhörer in die Ohren und hörte auf voller Lautstärke All good things von Nelly Furtado. Es war zwar ein etwas älteres Lied , aber trotzdem vetsrtzt es mich immer in positive Stimmung.

*

Wir hielten an einer Tankstelle. Der Bus parkte gerade.
Wir haben jetzt ca.4 Stunden Fahrt hinter uns gelassen.
Es war nun genau 15:01 Uhr. Das Wetter war noch angenehm warm , ich denke , wenn wir wieder in Deutschland sind , ist es kälter .
Keine Ahnung , wo wir uns gerade befanden , ich vermute irgendeine italienische Kleinstadt.
Ich lief schnell zu den Toiletten. Die Schlange war echt lang geworden , ich hatte das Glück relativ weit vorne zu stehen.
Danach holte ich mir am Kiosk ein belegtes Baguette.

Zwischendurch schlief ich ein und wir machten jetzt eine Pause , ich stieg diesmal nicht aus.
Ich musste noch nicht auf Toilette und Hunger hatte ich auch nicht.

*

In stieg erst bei der nächsten Gelegenheit aus. Wir hielten am MC Donalds. Wir erreichten Deutschland also München , meinte zumindest die Leiterin.
Es war zwar mitten in der Nacht , also kurz nach dreiundzwanzig Uhr und ich hatte jetzt Appetit auf ein Eis , also beschloss ich am Pult ein MC Sundae mit Schokosoße zu bestellen.
Danach lief ich zurück zum Bus und sah Jonas hinter mir auf mich zukommen. Ich blieb stehen und lächelte.
" Na alles klar bei dir ?" ,fragte er besorgt , aber auch lächelnd.
"Ja , warum nicht? " , sah ich ihn verwundert an.
"Du sahst ein bisschen genervt aus ." , hat er gesagt.
Sah man mir das wirklich so sehr an ?
"Ach ja , nur 'ne Kleinigkeit , mach dir da keine Sorgen ." , meinte ich lächelnd.
"Okay , aber du weißt schon , dass du mir alles erzählen kannst ." ,sagte er , was ich nun wirklich richtig niedlich fand.
"Könnt ihr endlich mal weiterlaufen ? " ,hörte ich eine genervte Stimme von hinten.
Ich war mir ziemlich sicher , wer das war , sah dann aber trotzdem noch mal über meine Schulter , bevor ich die Treppen in dem Bus hochstieg und es war Luca , er ist immer ziemlich schnell genervt von allem.
Nach einer Weile bis ich nun wieder eingeschlafen , bis mich bekannte Stimmen von hinten weckten.
Luca war gerade dabei sich von uns zu verabschieden , wahrscheinlich näherten wir uns Köln.
Ich habe es völlig vergessen , dass sich die vier Jungs vorher auch nicht kannten , also zumindest die drei Luca erst nicht kannten.
Nach weiteren ungefähr drei und halb Stunden kamen wir dann in Berlin an , meiner alten Heimatstadt. Wenn ich hier immernoch gewohnt hätte , könnte ich mir die letzten drei Stunden Fahrt ersparen.
Also es war so , dass meine Mutter in Berlin geboren wurde. Später lernte sie in Hamburg meinen Papa kennen und sie zogen für ein paar Jahre da Bevor ich dann auf die Welt kam wohnten sie wieder in Berlin. Danach trennten sich meine Eltern irgendwann. Mein Papa zog zurück nach Hamburg und wir blieben in Berlin.
Vor ein paar Monaten kam meine Mutter aber wieder auf die Idee da hin zu ziehen.
Es ist ein bisschen verwirrend.
Keine Ahnung wann und ich war da noch klein
Jetzt mussten Jonas , Max und Jack raus.
Ich würde sie vermissen.
Sie verabschiedeten sich von uns und Jonas gab mir noch einen Kuss auf die Wange.
Danach habe ich ihm kurz gewunken , aber ich wollte nicht , dass das albern aussieht.
Es war stockdunkel.
Schließlich hatten wir es gerade mitten in der Nacht , um genau zu sein sah ich auf die Uhr , wo ich den Sekundenzeiger schon leise ticken hörte , was mich aber nicht sonderlich störte. Es war kurz vor 2 Uhr.

*

Dann nach weiteren frei Stunden kamen wir auch mal in Hamburg an.
Wo ich schon im schwachen Licht des Morgengrauens meine Mutter aus der Ferne sah.
Aber was mich verwundern ließ , war , dass sie nicht alleine war,sondern mit irgendeinem Mann , den ich nicht kannte.
War das überhaupt meine Mutter ?
Oder habe ich mich verschaut?
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So Leute. Danke , dass ihr das Kapitel gelesen habt. Falls ihr mögt , lasst mir doch gern ein Vote oder Kommi da , natürlich nur wenn es euch gefällt.
Ich freue mich immer drüber ;) genauso wie über ein Read. ^^

Ich wollte noch sagen , dass ich dieses Kapitel gerade zum zweiten Mal schreiben musste.
Ich hab keine Ahnung warum , aber auf einmal hatte das Kapitel nur 300 Zeichen und ich wusste , dass es um die 1200 hatte.
Ich hätte auch ausrasten können :D als ich es bemerkt habe, weil darin auch relativ viel Arbeit steckt. Natürlich mache ich das aus Spaß , aber ich schreibe meine Kapitel nicht so gerne doppelt , und ich glaube das ist verständlich , aber jetzt habt ihr es ja hier. Ich habe versucht es so ähnlich wie beim Original zu schreiben , natürlich ist nicht jedes Wort gleich. Weiß jemand von euch vielleicht woran es liegt , dass mein Kapitel auf einmal fast weg war ? Ist mir jetzt schon paar mal passiert leider :/
Naja. Jetzt ist das Kapitel noch etwas länger geworden.

Wir hören uns bald wieder

It's just one springWhere stories live. Discover now