Melody´s POV:
Ich sah einfach nur scheiße aus. Überseht mit blauen und roten Flecken. Die meisten befanden sich in meinem Gesicht. Wieso tat er mir das an? Ich zog meine Bluse wieder an und trat vom Spiegel weg. Ich setzte mich auf's Bett und legte meine Hände auf die Stirn.
"Warum? Warum ich?"
Ich war noch noch nie so verzweifelt gewesen wie jetzt.
"Nun ja, ich hab dich genommen, weil ich dich liebe." Ich erschrak und drehte mich um.
"Wie bist du denn hier reingekommen?" "Ganz einfach. Durch die Tür." Er lächelte mich schelmisch mit seinem wunderschönen Gesicht an. Wie ich sein Lächeln liebte.
"Hättest du nicht anklopfen können?"
Ich schaute Ihn böse an.
"Das hier ist mein Zimmer und ich kann hier reinspazieren wie ich will. Da musst du mich nicht so angucken."
"Ich kann dich angucken wie ich will, da kannst du nichts gegen machen."
"Nicht?" Er kam auf mich zu und drückte mich mit seinem Oberkörper aufs Bett.
"Ich kann mit dir alles machen was ich will, ich bin schließlich viel stärker als du." Sein Atem strich mir über die Wange. Der Geruch von Blut und Alkohol stieg mir in die Nase. Er hatte sich wahrscheinlich gerade an einen Menschen vergangen und sich vollaufen lassen.
"Adrian, geh runter von mir! Du stinkst nach Blut und Alkohol. Das ist wiederlich."
"Ach, findest du? Früher ist es dir auch nie aufgefallen."
"Wahrscheinlich weil ich zu verliebt in dich gewesen bin." Ich wollte Ihn von mir wegdrücken aber er war zu stark.
"Du kannst dich nicht befreien, wenn ich es nicht will."
"Lass mich verdammt noch mal in Ruhe! Ich will das nicht." Ich sah Ihn verängstigt an. Meine Finger verkrampften sich. "Bitte."
Er sah mir tief in für Augen und fragte mich: "Mach ich dir Angst?" Seine Augen verfärbten sich zu einem dunklem und kaltem Schwarz.
"Deine Augen..."
"Beantworte meine Frage!" Er öffnete langsam seinen Mund und ließ die scharfen Vampirzähne gefährlich aufblitzen. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
"Ja, dass tust du." Ein lächeln huschte über seine Lippen.
"Dann ist ja gut." Er beugte sich zu mir herunter und küsste mich auf den Mund. Eigentlich dachte ich, dass ich anders reagieren würde. Doch in dem Moment erwiederte ich den Kuss und legte meine Hand an seinen Hals um ih näher an mich zu ziehen. Ich wollte Ihn an mir spüren. Meinen Körper an seinen drücken. Seine Zähne streiften meine Lippen und obwohl es ein ungewohntes Gefühl war störte es mich nicht. Seine Lippen lösten sich von meinen und wanderten hinab an meinen Hals. Er küsste mich leicht und strich mir gleichzeitig mit seiner linken Hand über die Brust. Seine Berührung war wie Feuer auf meiner Haut. Als ich aufstöhnte wurde er hellhörig.
"Gefällt dir das?", fragte er mich.
"Jaaaa!", stöhnte ich erregt, obwohl ch es nicht wollte.
"Dann wird dir das noch viel mehr gefallen." Er öffnete seinen Mund und rammte mir seine Fangzähne in den Hals. Meine Haut begann zu prickeln. Auf einmal strömten tausende von Glücksgefühlen durch meinen Körper. Ich fühlte mich glücklich und erregt. Es war das beste was ich je erlebt hatte, besser sogar als Sex. Ich wollte mehr davon. Ich krallte meine Fingernägel in seinen Rücken und stöhnte nochmals auf. Gerade als es richtig gut wurde, hörte er auf. Er stand auf, stellte sich vor mich und sah auf mich herab. Ein Funkeln stand in seinen Augen.
"Wow!", sagte er. "Das war geil!"
Ich legte mich auf den Bauch und schaute ihm in die Augen. Mein Hals schmerzte leicht.
"Warum hast du aufgehört? Es wurde gerade so gut."
"Ich habe schon viel zu viel getrunken. Noch ein bisschen mehr und du wärst jetzt tot. Sei also froh." Seine Stimme klang heiser. Ich fasste an die Stelle, an der er mich gebissen hatte. Es fühlte sich nass und klebrig an. Ich schaute auf meine Haut, an der frisches, rotes Blut klebte.
Wir sahen uns für einen Augenblick an.
"Was hast du getan?", fragte ich ihn. "Du hast mein Blut getrunken", beantwortete ich mir meine Frage selbst. "Das ist ..." Was sollte ich jetzt sagen? Ekelig oder erregbar? Ich wusste es nicht und beließ es deshalb dabei. Ich stand stattdessen auf und ging ins Badezimmer.
Als in den Spiegel schaute und die Wunde genauer untersuchte, wurde mir schlecht. Um die Bisswunde herum war alles rot und das Blut lief langsam an mir hinab bis in meinen Ausschnitt. Ich schnappte mir einen Waschlappen, machte in nass und wusch meinen Hals. Die Kälte des Wasser beruhigte meine Haut ein wenig.
Als alles gesäubert war und ich gerade den Lappen ausspülte, kam Adrian herein.
Er drehte mich zu ihm herum und nahm mir den verdreckten Lappen aus der Hand. Er legte ihn auf den Badewannenrand, öffnete den Medizinschrank und holte ein Pflaster heraus. Er entfernte das überschüssige Papier und klebte das Pflaster auf die Wunde. Als er sicher war das es halten würde, strich er mir noch einmal mit der Hand über den Hals und lächelte mich an.
"Ich möchte dir nicht weh tun. Es tut mir leid das ich dich geschlagen hab, aber wenn ich das Geld nicht bekomme stirbt meine Mutter. Sie wird von Stefans Vater und seinen Gefolgsleuten festgehalten. Stefan weiß nichts davon und deshalb kann ich ihn auch so gut verarschen. Ich erpresse ihn mit dir und schicke das Geld dann zurück an seinen Vater. Also bezahlt Stefan für meine Mutter. Echt schlau oder nicht?" Ein triumphierendes Lächeln thronte in seinem Gesicht.
Ich sah ihn entsetzt an. "Nein, das ist krank! Bist du vollkommen verrückt?" In seine Augen stieg eine unglaubliche Bösartigkeit. Er holte aus und schlug mir mit der flachen Hand ins Gesicht.
"Nein!", schrie er mich an. "Es ist nicht verrückt! Außerdem, würdest du nicht auch alles für deine Mutter tun?" Erst schlägt er mich und dann fängt er auch noch an mich anzuschreien.
"Aber doch nicht sowas! Das ganze hier ist einfach nur krank. Ich weiß nicht einmal mehr was ich noch dazu sagen soll. Das ist einfach alles nur total scheiße!" Mein Kopf brodelte vor Wut.
"Nein, scheiße ist es nicht. Es ist raffiniert!"
Er ließ mich alleine im Bad stehen und ging ins Schlafzimmer. Ich rannte ihm hinterher.
"Davon ist nichts raffiniert. Das Ganze ist einfach nur bescheuert."
Adrian drehte sich um und sah mir ins Gesicht. "Du hast doch echt keine Ahnung!" Dann drehte er sich wieder in die andere Richtung, verließ den Raum und knallte die Tür hinter sich zu. Ich hörte wie er den Schlüssel im Schloss drehte und davon ging.
"Du bist krank!", schrie ich ihm hinterher. Aber umsonst, denn er war schon viel zu weit weg. Ich setzte mich vor die geschlossene Tür und fing an zu weinen.
"Lass doch Stefan aus dem Spiel. Er hat damit doch gar nichts zu tun." Die Tränen rannen mir über die Wange. Mein Herz schmerzte vor Wut und ich hatte keine Ahnung was ich denken sollte.
YOU ARE READING
Kiss your Love
RomanceErstens; Ich bin sechzehn Jahre alt. Zweitens; Ich habe mich verliebt. Und drittens; Ich werde den Menschen verlieren der mir am Herzen liegt. Melody geht auf ein Internat, wo Sie als Auftragskiller ausgebildet wird. Als sie dann aber auf den at...
