Kapitel 2

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Vor Schreck fiel ich von der Bank und der Junge, der sich neben mich gesetzt hat, fing an zulachen.

"Tu das nie wieder!" fauchte ich ihn an und stand wieder auf. Der Junge hörte auf zulachen, aber man konnte ihm ansehen das er kurz davor stand, wieder zulachen. "Was soll ich nie wieder tun? Mich neben hübsche Mädchen auf eine Bank hocken?" fragte er mich grinsend. Genervt rollte ich mit den Augen, "Ich muss gehen." Und mit diesen Worten drehte ich mich um und ging. Ich vermutete das er mir hinterher lief, was sich auch bestätigte als er sich vor mich stellte und mir somit den Weg versperrte. Er sah mir immernoch lächelnd ins Gesicht. Konnte er das nicht mal lassen? Ich öffnete meinen Mund, um ihm zusagen, das er mich in Ruhe lassen soll. Aber er kam mir zuvor:" Ich weiß noch gar nicht wie du heißt." Er sah mich fragend an. Ich lächelte zuckersüß und sagte auch mit zuckersüßer Stimme:" Das musst du auch nicht wissen." Ich wollte mich gerade an ihm vorbei quetschen, doch er hielt mich am Arm fest und zog mich wieder vor sich. "Okay. Ich lasse dich erst hier vorbei, wenn du mir deinen Namen gesagt hast." Ich wusste das mir nichts anderes übrig blieb, aber ich wollte nicht das machen was er sagt. "Ich sage dir erst meinen Namen, wenn du mir deinen sagst." sagte ich ihm herausfordernd. Er sah kurz irritiert aus, aber dann setzte er schon wieder ein Lächeln auf. "Daniel. Ich heiße Daniel. Jetzt bist du mit deinem Namen dran." Fragend schaute er mich an, ich hätte jetzt nicht erwartet dass er seinen Namen sagt. "Amanda. So jetzt weist du meinen Namen und jetzt kannst du mich ja auch vorbei lassen." Ich befreite mich von Daniel und lief zurück zu unserem Auto. Ich spürte seinen Blick in meinem Rücken und ich musste mich zwingen nicht zurück zuschauen.Kurze Zeit später kam ich erleichtert, bei unserem Auto an. Meine Eltern saßen schon im Auto und unterhielten sich. Wortlos stieg ich ein und wir fuhren los.

Während der Autofahrt redeten wir nicht viel und damit meine ich, wir redeten gar nicht. Ich dachte über die Begegnung mit Daniel nach. Ein  Teil von mir, wollte ihn unbedingt wieder sehen, der andere Teil, war froh ihn endlich los zu sein. Ich war so sehr in das Thema Daniel vertieft, das ich gar nicht merkte, wie wir ankamen.


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