Das laute Piepen von meinem Wecker schallt quer durch das Zimmer und dringt unsanft in mein Gehörgang.
Ist es wirklich schon 6 Uhr, das kann doch gar nicht sein, ich bin doch eben erst ins Bett gegangen.
Stöhnend öffne ich einen Spalt meine Augen, um zu gucken wo mein Handy liegt.
Meine Hand tastet währenddessen unkontrolliert meinen Nachschrank ab.
Ich habe mein Handy gestern Abend dort hingelegt, habe ich zumindest gedacht.
Jaja du hast gedacht, sieht man ja wo das hinführt. Ohren betäubender Lärm, der nicht aufhört.
Wie schön, dass du auch schon wach bist und mir meinen Morgen versüßt.
Die Ironie lässt übrigens aus dem Urlaub Grüßen.
Meine Augen suchen immer noch angestrengt, nach dem Handy, welches diese schrecklichen Töne von sich gibt.
Mit diesem Krach würde man sogar einen Toten wieder wecken können.
Sollten sie im Krematorium ausprobieren. Ich seh die Schlagseite schon vor mir, Toter durch Handy wieder auferstanden.
Du hast sie nicht mehr alle, mach endlich was gegen den Lärm.
Doch mein Blick landet bei meiner Tür, in dieser steht meine Mutter lächelnd und hält den Krachmacher wie ein Schatz in ihren Händen.
Fehlt nur noch das sie es anfängt zu streichen, wie Gollum seinen Ring.
Kopfkino!
Dabei lächelt sie mich frech an.
,, Guten Morgen mein Schatz, ich hab dir schon Frühstück gemacht, komm runter es gibt dein Lieblingsessen .", verkündigte sie mir freudig.
,, Beeile dich sonst ist gleich alles leer ", sagte sie noch bevor sie sich umdreht und geht.
An meiner Mutter ist garantiert eine Sadistin verloren gegangen.
Aus meiner Kehle kommt nur ein Brummen und lasse mein Kopf wieder in meinem Kissen versinken, ziehe meine Bettdecke über meinen Kopf und schließe meine Augen.
Jetzt mal eine rhetorische Frage :
Wenn ich lange genug hier liegen bleibe und mich nicht bewege, vielleicht vergessen Sie mich, dass heißt ich muss dann auch nicht in die Schule.
Das ist genau so realistisch, als wenn du zu Weihnachten den Tranumhang von Harry Potter geschenkt bekommst.
Kontert eindeutig meine schlechte Seite, ich war sogar mal so verzweifelt, das ich ihr einen Namen gegeben habe.
Eine Zeit lang war Rita/ meine zweite Stimme, meine einzige Freundin, als mein Vater uns sitzen lassen hat.
Doch diese ist mir manches Mal zu ehrlich und taucht immer an den unpassendsten Momenten auf.
Aber wenn ich so recht überlege, es würde auch keine passenden Momente geben.
Werd nicht frech junge Dame.
Bla, Bla, Bla.
Doch etwas anderes erhascht meine Aufmerksamkeit, denn es ist deutlich spürbar, dass sich meine linke MatratzenSeite senkt.
Meine Mutter würde nicht so schnell wieder gekommen, denn die schmanguliert unten erstmal nach Herzenslust.
Ich hoffe nicht, dass es Paul ist, denn das wäre recht komisch.
Denk an deinen Plan, nicht bewegen, du bist gar nicht da. Überzeuge ich mich selber und versuche so flach wie möglich zu atmen.
,, Guten Morgen Prinzessin Tausendschön, es wäre schön, wenn sie ihren wohlgeformten Arsch aus dem Bett erheben und sich ankleiden. Denn die Kutsche, die sie und ihren wundervollen Bruder zur Schule fährt, hat strenge Abfahrtzeiten.", redet eine Männliche Stimme geschwollen neben mir.
Er lässt mich schmunzeln, wer kommt um diese Uhrzeit schon auf so einen Schwachsinn.
Sagte die richtige!
,,Klappe jetzt ! ", zische ich vor mich hin.
,, Dir auch einen wunderschönen Guten Morgen Liv, bist du eigentlich jeden Morgen so freundlich zu deinen Mitmenschen?", fragte eine amüsierte männliche Stimme.
Langsam lasse ich meine Bettdecke herunter gleiten und ich schaue in wunderschöne Kastanienbraune Augen, die mich freudig anfunkeln.
,, Also bist du geantwortet hast, hätte ich fast gedacht, dass unter der Decke gar keiner liegt. ", lacht er mit einer sarkastisch angehauchten Stimme.
Siehst du ich hab dir doch gesagt die Idee ist blöd, er lacht dich übrigens gerade aus , falls du es nicht bemerkst.
Langsam setzte ich mich auf.
,,Hast du eigentlich nichts besseres zu tun, als mir morgens schon auf die Nerven zu gehen?", frage ich ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue.
Doch dieser lacht nur und steht endlich von meinem Bett auf und geht in die Richtung meiner Tür.
,, So wirst du dir garantiert sofort neue Freunde anlachen, an der neuen Schule.
Ich seh dich schon bei den Selbsthassern sitzen, die immer nur schlecht gelaunt sind.
Die nehmen dich bestimmt gerne auf", lacht er mich falsch fröhlich an und geht endgültig aus meinem Zimmer.
Griesgrämig, gehe ich duschen und ziehe mir schnell noch eine einfache graue Jeans an mit einem weinrotem Pullover.
Wahrscheinlich werde ich hier auch schon einen Schal benötigen.
Naja meine Laune ist schließlich auch bei der Eiszeit angekommen.
Das kann doch nur ein super erste Schultag sein, wohl bemerkt einen Tag vor den Ferien.
Ich wollte nur nochmal betonen wie unnötig das ist.
Endlich unten in der Küche angekommen, schaue ich in eine leere Pfanne und einen leeren Brötchenkorb, mit einem entgeistertem Gesicht drehe ich mich in die Richtung meiner Mutter.
,, Ich hab dir doch gesagt du sollt dich beeilen, wer zu spät kommt bestraft das Leben", lächelt mich meine Mutter entschuldigend an.
,, Euer Leben wird jetzt mit meiner Laune bestraft", Konter ich und begebe mich ohne weiteres in Richtung Haustür und warte auf die beiden Herren.
Beim öffnen der Tür weht mir ein kalter Wind um die Nase und veranlasst mich dazu meine Jacke noch enger um meinen Körper zu Schlingen und meine Mütze tiefer ins Gesicht zu ziehen.
Hier ist es schon so frisch obwohl wir, Oktober haben.
Hier ist es eindeutig schon Herbst.
Ich stell mich so, dass mich Mama vom Fenster aus nicht sehen kann und zünde mir eine Zigarette an.
Was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß.
Genüsslich ziehe ich an dem glühendem Stängel und inhaliere die Giftstoffe, ich weis es ist schädlich und man sollte es nicht tun, doch es hilft mir, wieder runter zu kommen.
Ich werde mir noch eine andere Droge zulegen und dann werde ich es schaffen damit aufzuhören.
Die Eingangstür fällt erneut ins Schloss.
,, Komm Liv, deine neuen Freunde warten schon auf dich ", lacht der beste Freund meines Neuen Bruders.
Wie hieß er noch mal ? Irgend etwas mit Reiter. Er ist wahrscheinlich der Reiter, der Hängebauchschweine.
Bei dem Bild vor meinem inneren Auge muss ich anfangen vor mich hin zu lächeln.
Auf geht es zur neuen Schule!
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It changes everything
Teen FictionLiv Emilia Hudsons, ist ein hübsches junges, aufgewecktes Mädchen. Dies ist ihre Geschichte, die ihr Leben verändert hat. Meine persönliche Hölle hat genau vor vier Tagen mit den Worten, Schatz wir müssen reden, begonnen. Hätte ich gewusst was dies...
