(Alice Pov.)
Ich verließ schnellstmöglich den Raum und ging dann zurück in die Halle. Als ich dort ankam, war alles leergefegt. Keiner war mehr da, außer Diana und Aidan. Ich lief auf die Beiden zu und klaute Aidan den Whisky aus der Hand. Ich trank alles in einem Zug und gab ihm das leere Glas wieder zurück. Ich wischte mir den Mund ab und fuhr mir durchs Haar.
Die Beiden beobachteten mich stillschweigend und starrten mich an, was mir in diesem Moment ganz und gar nicht gefiel. "Was?", schnaufte ich. Diana räusperte sich kurz und Strich mir dann zärtlich über den Arm. "Ally, ist mit dir alles in Ordnung? Und wo ist Dean?", fragte sie mich besorgt.
"Hier bin ich", ertönte es plötzlich hinter mir. Ich verdrehte die Augen und wollte gerade gehen, damit ich diesen blöden Penner nicht mehr sehen musste, doch er hielt mich fest.
"Lass mich los, Dean!", schrie ich. "Alice, ich muss mit dir reden", versuchte er mir zu sagen. Doch ich befreite mich aus seinem Griff und ging geladen aus der Halle. "Erklär es doch den Beiden", warf ich ihm hinterher und ging dann nach draußen. Ich stieß die große Tür auf und atmete die kalte Abendluft tief ein. Sie beruhigte mein erhitztes Gesicht und ließ mich ganz schläfrig werden. Ich schaute auf mein Handy und erschrak, als es schon 1:20 Uhr anzeigte. Aber ich wollte noch nicht nach Hause. Diana würde mich nur mit Fragen löchern, worauf ich echt keinen Bock hatte. Ich drehte mich noch einmal um, um festzustellen, dass mir ja keiner folgte. Als ich nur die leere, dunkle Straße erblickte, war ich eindeutig beruhigter. Ich zog meine unbequemen Highheels aus und begab mich in die nächste Bar.
(Diana Pov.)
Ich sah Ally besorgt hinterher. Sollte ich ihr nachgehen? Nein, lieber nicht. Ich hatte sie noch nie so aufgebracht gesehen, und wollte sie jetzt nicht noch mehr mit meinen Fragen nerven. Also blieb ich hier und musterte Dean. "Also? Wir hören?", meinte nun Aidan neben mir. Dean kratzte sich am Bart und kaute sich unsicher auf der Unterlippe herum. "Deano? Noch da?", sagte wieder Aidan und fuchtelte seinem besten Freund vorm Gesicht herum.
Der Angesproche wollte gerade etwas sagen, als sein Telefon klingelte. "Sarah? Ja, hallo? Ahja, hm. Okay. Jaja. Ja mir tuts auch leid. Du bist bei Sarah Zuhause? Ah, ja. Jaja, sag ich ihm. Alles klar. Pass auf dich auf. Ja, mach ich. Ich liebe dich....", sagte er in den Hörer. Dann legte er auf und schnaufte einmal tief durch. "Das war Sarah. Sie ist bei dir zuhause, Aidan. Aber sie meinte ich soll schon einmal Heim, sie würde auch bald kommen." Aidan nickte nur und umarmte seinen Freund. "Leg dich schlafen, Kumpel, du siehst fertig aus. Melde dich morgen mal bei mir", sagte Aidan und lächelte ihn an. "Mach ich, danke Bruder. Auch dir auf Wiedersehen, Diana", meinte Dean und umarmte mich. "Sag bitte Alice einen schönen Gruß von mir... Ich werde mich bei ihr melden." Ich schaute ihn mit einer hochgezogen Augenbraue an, nickte dann aber. Ob sie die schönen Grüße wirklich hören wollte? Aber erst mal müsste sie mir erzählen, was zwischen den beiden passiert ist.
Dann verließ unser der blonde Mann und nun waren nur noch Aidan und ich in dem Theater. Er drehte sich zu mir und lächelte mich süß an. "Und was machen wir jetzt?", fragte er mich.
Ich überlegte kurz, während ich auf meine Armbanduhr schaute. "Oh Gott! Schon so spät! Ich sollte mal nach Hause und nach Ally schauen... Würdest du mich begleiten?", erwiderte ich. "Nichts lieber als das", antwortete er mir und hielt mir seinen Arm hin, damit ich mich bei ihm unterhaken konnte.
Wir schlenderten durch die Straßen Aucklands und unterhielten uns über lustige Dinge, die Aidan schon alle in Neuseeland erlebt hatte. Er kam ursprünglich aus Irland und wohnte erst seit zwei Jahren hier. "Am Anfang habe ich mich gar nicht erst getraut, Auto zu fahren, da man hier ja links fährt. War eine ganze schöne Umstellung, aber jetzt habe ich mich ganz gut daran gewöhnt. Fährst du gerne Auto?", fragte er. "Ja, eigentlich schon. Aber Ally und ich haben noch nicht das Geld für ein Auto zusammen. Aber wir sparen schon fleißig, um uns irgendwann mal einen gelben Käfer zu kaufen. Das ist unser beider Lieblingsauto", erwiderte ich, woraufhin er tief lachte. "Was?", fragte ich ihn und stieß ihn leicht in die Seite. "Ach nichts, nichts", meinte er und schaute mich einfach nur an.
Nach zwanzig Minuten laufen kamen wir an einer großen Bar vorbei. "Magst du noch was trinken gehen?", fragte mich Aidan, woraufhin ich nur den Kopf schüttelte. "Es ist schon ziemlich spät und ich will jetzt lieber nach Hause." Er nickte nur und wollte gerade weiterlaufen, als ich ihn am Arm zog und ihm zum Stoppen brachte. "Aidan, schau mal, die Person da kommt mir bekannt vor!" Ich zeigte auf die Silhouette einer Frau, die zusammengekrümmt auf dem Gehsteig vor der Bar saß. Sie hatte eine Wodkaflasche in der Hand und war sichtlich betrunken. Als die Tür zur Bar aufging und ein wenig Licht auf die Person fiel, erkannte ich sie und schrie vor Schreck auf. "Ally!", rief ich panisch und rannte auf sie zu.
30 Minuten zuvor....
(Alice Pov.)
Ich stoppte vor einer Bar namens "Green Tree" und bewegte mich auf den Eingang zu. Drinnen angekommen, setzte ich mich an den Tresen und bat den Barkeeper um einen starken Cocktail. Mir war völlig egal, was für einer es war, Hauptsache viel Alkohol. In den letzten Tagen ist so viel passiert, was mir sehr zu schaffen machte. Erst Justin, dann Dean. Dean hat eine Freundin, küsst mich aber. Dabei hab ich doch was mit Justin! Nutzte mich Dean nur aus? Ich kannte ihn doch fast gar nicht? Und liebte ich überhaupt Justin?
Diese Fragen schossen mir die ganze Zeit durch den Kopf und machten mich fast wahnsinnig.
"Ein starken Caipirinha für die Dame", sagte der Mann am Tresen und schob mir das Glas zu. Ich trank alles auf einmal und bat dann um einen Weiteren. Der Barkeeper schaute mich skeptisch an, mixte mir dann aber schließlich einen weiteren Cocktail. Als ich schon leicht angetrunken war und schon ein bisschen verschwommen sah, bestellte ich mir eine ganze Wodkaflasche und taumelte nach draußen. Ich setzte mich auf die Bordsteinkante und trank auf mein trauriges Liebesleben. Kurz bevor sich alles anfing zu drehen und mir schwarz vor Augen wurde, hörte ich noch eine bekannte Stimme meinen Namen rufen. "Dean?", wisperte ich und hoffte, dass er mich gefunden hätte. Doch dann fielen mir die Augen zu und ich bekam nichts mehr mit..
Wuhu Leute, ich hab es geschafft noch ein Kapitel zu schreiben!:D weil ich fahr gerade vom Urlaub zurück und mir ist mega langweilig, und ich war gerade total im Schreibfieber! Ist auch länger als das andere Kapitel, hoffe es gefällt euch genauso;) lasst mir doch eure Meinung da!
Liebe Grüße<3
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"Hey Mister" (Aidan Turner/Dean O'Gorman FF)
FanfictionAlice, kurz Ally, hat sich endlich ihren langersehnten Traum erfüllt: sie ist mit ihrer Cousine Diana nach Neuseeland gezogen. Doch leider läuft nicht alles so, wie es die zwei Frauen geplant haben. Schließlich landen sie in einer viel zu kleinen Wo...
