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Kapitel 1

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Er hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, starrte in den leeren Becher vor sich und lauschte den Gesprächen der Taverne. Es roch nach Bier, Wein, Schnaps, Wodka, nach Kräutern und Brot welches vorne von einer älteren Dame verkauft wurde. Seine gelben, fast goldenen Augen schweiften nun durch die Menge, als die Tür der Taverne auf geknallt wurde, laut und ohne beachten etwas zu zerstören flog die alte Holztür gegen die Wand.

Er kannte diese Männer in schwarzer Rüstung, ihren Ton und die Art wie sie andere behandeln ziemlich gut. Vesemir senkt den Blick, lauschte aber weiter, er wusste es, jeder wusste es, Ärger war nicht weit wenn die Stadtritter von Eldwyn in der Nähe ist.

Vesemir wollte mehr trinken, aber nicht in Nähe dieser Bekloppten die jetzt schon Stress machten, die Witwe war ihnen zu langsam, wie sollte sie auch alleine acht Bierbecher füllen, etwas dass ihr Mann vor seinen Tod getan hatte, damals, vor rund einem Jahr hatte niemand hier gemotzt, heute aber motzten so einige und den vollen Preis zahlten so einige ebenfalls nicht mehr, nur noch die Hälfte. Die Frau tat Vesemir leid, vor vier Tagen hatte er hier ab und zu mehr als üblich an Gold dagelassen, jetzt wo er allerdings Vogelfrei, von Evano rausgeworfen war ging es nicht. Er hatte zwar genug aber auch da musste er gut überlegen wofür er es ausgab.

Die Frau brachte nach Minuten des herum genörgelt der Männer das Bier, dieses Gemotze und dann noch angeberische der Gruppe kotzte Vesemir an. Nicht weil sie so gut verdienten, sondern weil ihr Charakter ekelhaft war und sie dennoch soviel verdienten. Das Gold hätte das Königreich sinnvoller nutzen können statt es diesen Säufern zu geben. Vesemir erhebt sich, die Kapuze blieb auf, der braune Mantel mit Luchspelz hielt ihn auch hier warm. Seine Waffen allerdings sah man, die zwei Schwerter am Rücken, die schwarze Rüstung war klar zu erkennen, was er vor vier Tagen noch war, wem er angehörte war zu sehen und es war ihn egal ob er sich so klar zur Zielscheibe machte.

Vesemir stellt den leeren Becher auf die Theke und wartet ab bis die ältere Frau zurückkommt, eine Schürze, braunes dunkles Haar und erste Falten, sie tritt hinter die Theke und befüllt den Becher während der 29 jährige Mann lauscht, es ging jetzt um ihn. Wie immer, nicht's Neues für Vesemir's Ohren.

Vesemir pov.:

Ich schaue einmal zu mir hinter, die Taverne war voll, eine Stimmung aus guten und jeden Moment kippenden Ding, ich blicke zu den Männern gleich rechts von mir, dessen Blicke schon auf mir haften seit dem sie hier sind, nervig und doch kann ich nur drohend schauen. Ein Kampf würde für viel Schmutz sorgen, wären wir draußen hätten ich sie alle längst getötet, nicht weil ich blicke nicht mag, ich bin sie gewohnt, aber aktuell war ich einfach gereizt.

«Ey hübscher...», ertönte eine Männerstimme hinter mir, mehr als nur betrunken, Ich ignoriere den Typen und widme mich meinem Becher der wieder voll ist. Ich nehme den Becher und ziehe mich zurück in meine Ecke, als ich mich setze kommt der Vogel natürlich hinterher und steht nun neben mir.«Wofür brauchst denn zwei Schwerter?», fragt er, ich trinke mein Bier und will ihn weiter ignorieren als er nach näher kommt.«Verzieh dich, bevor ich dich töte.», fauche ich genervt und zugleich warnend, ich spüre stärkere Blicke auf mir.

Ganz toll,«Ey, Daverclan! Keine Drohungen da hinten!», ruft ein Mann der Stadtritter nun laut als hätte er hier das Sagen, in Eldwyn hatte er die Worte, aber nicht hier in der Taverne in einem kleinen Namenlosen Dorf, hier gelten Gesetze der Natur, des Dorfes und doch blieb die Witwe stumm. Vermutlich war die Angst vor den Stadtrittern von Eldwyn größer als der Drang solche Gäste rauszuwerfen. Ich ziehe die Kapuze an und schaue rüber,«Pfeift euren Kumpel zurück oder er kostet mein Schwert. Ich bin nicht an Bettgeschichten interessiert.», lasse ich Erik scharf wissen der aufsteht und auf uns zukommt, sein Kumpel grinst mich ekelhaft an, ich leere mein Becher und Scheuer ihn in Richtung des Typen der sofort rückwärts taumelt.

Erst ein Lachen von ihm, dann die Realität und Erik zwischen uns,«Ich hab schon gehört dass du Vogelfrei bist.»«Vogelfrei, Sklave, Gesetzloser, Herr ohne Rechte, nenne es wie du willst. Aber Abstand kann euch allen nicht schaden.», murnel ich Erik entgegen der die Augenbrauen hebt, seine blonde kurzen Haare liegen gut, wie immer, ein Vorbild, ein Trugbild das diese Welt ja nicht so schlimm ist wie es die älteren erzählen.

Ich erhebe mich, rücke etwas vor und schaue zu den Mann der immer noch am Boden hockte,«Ben, steh auf und geh zu anderen. Anstand haben wir sehr wohl Vesemir, allerdings besitzt du wohl keinen, Respekt auch nicht, aber gut, verpiss dich besser, du hast Glück, ich werde Vater also habe ich kein Bock auf eine abendliche Verhaftung, aber wenn ich höre dass du uns Rittern noch mal so kommst, zerre ich dich persönlich nach Eldwyn, mit einem Strick um den Hals.», erklärt Erik mir während ich mich schweigend an ihn vorbeiziehe, er nervte und seine Worte waren leere Drohungen wie jedesmal.

«Klar, ich liege demnächst in irgendeiner Ecke, nackt, ausgeraubt und vergewaltigt. Leck mich am Schwanz Erik.»«Nein danke, ich will Gott nicht verärgern indem ich es mit Huren und Schwulen Pennern treibe wie du.»«Das sind wenigstens bessere Leute als deine dummen Affen.», lächelt Vesemir und wirft der Witwe drei Goldmünzen zu bevor er zur Tür rausgeht. Die Luft des Sommer war kühl, mild und leichter Wind wehte über die Felder dieses Dorfes.

«Mutant?», ertönte nun eine Frauenstimme aus der Dunkelheit, seitwärts der kleinen Pferdeställe wo der schwarze Rappe am Heu fressen war. Vesemir pfeift, zieht sein Schwert und wartet bis das Pferd zu gelaufen kam, die Frau erscheint aus dem Schatten, steht nun im Licht des Mondes.«Was wollt ihr?», fragt Vesemir skeptisch und greift die Zügel seines Pferdes.«Meine Schwester und Bruder wurden von einem Griffin getötet, bringt mir sein Kopf und ich bezahle euch gütig.»«Wieviel?»«112 Gold, mehr kann ich euch nicht geben aber es sollte genügend.»«Ich erledige es, wenn ihr mir euren Namen verratet und mehr Infos über den Griffen gibt.», obwohl Vesemir entspannt redete, war er es innerlich nicht ganz, er war wachsam, wusste nicht mehr wer ihn schaden wollte und wer nett war.

Alte Version-Velmorra Des histoires addictives. Découvrez maintenant