the truth behind my window chapter one

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**Kapitel 1**

Er knallte die Tür zu und lehnte sich mit dem Rücken dagegen. Er spürte die dumpfen Schläge, die von der anderen Seite gegen das Holz hämmerten. Das Licht war aus - er hatte keine Zeit gehabt, es anzuschalten.

Zitternd tastete er über die Kommode neben der Tür und spürte schließlich den rostigen Schlüssel. Schnell schloss er die Tür ab, machte das Licht an und ließ sich rückwärts auf sein Bett fallen.

Seine Hände zitterten, als wären es zwanzig Grad unter null, und sein Herz schlug so laut, dass man es durch die Tür hätte hören können - wäre sein Vater nicht ununterbrochen dagegen gehämmert.

Nach einer Weile hörte es auf.

Er würde jetzt gerne Musik hören, aber sie hatten ihm alles weggenommen.

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**Apollo. 15. „Problemkind".**

So habe ich mich selbst genannt.

Ich weiß nicht, wie mein echter Name ist. Wahrscheinlich haben sich meine Eltern darüber gar keine Gedanken gemacht. Sie rufen mich auch nie bei einem Namen. Für sie bin ich immer nur „Miststück".

Irgendwann habe ich mich daran gewöhnt.

Natürlich macht es mich kaputt. Es sind schließlich meine Eltern. Aber das ist doch nicht nur bei mir so, oder? Ich meine, die Welt ist eben so.

In meiner Nachbarschaft gibt es nette Leute. Dort habe ich jemanden kennengelernt. Er heißt Cam und hat mich heimlich in die Schule eingeschleust. Meine Eltern bekommen das nicht mit, weil sie sowieso ständig unterwegs sind.

Ich wundere mich schon, wenn überhaupt mal Essen auf dem Tisch steht. Am Ende esse ich es trotzdem und bekomme anschließend Ärger, weil es eigentlich für meinen Vater gedacht war.

Manchmal mache ich Fehler. Dann schlägt er mich.

Zum Glück hat Cam mich in die Schule gebracht. Sechs Stunden am Tag nicht zu Hause zu sein, tun mir wirklich gut.

An dem Abend, von dem ich am Anfang erzählt habe, wollte meine Mutter, dass ich das ganze Haus putze, weil sie mich mit Cam gesehen hatte. Sie will nicht, dass irgendjemand erfährt, was bei uns zu Hause passiert.

Dafür ist es allerdings schon zu spät.

Ich erzähle den Leuten zwar nie, dass mein Vater mich schlägt. Nur von den lauten Abenden. Wenn Menschen betrunken sind, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie gewalttätig werden.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Mein Vater trinkt ständig. Das macht die ganze Familie kaputt. Aber meine Mutter kann damit leben, weil sie sich sowieso mit einem anderen Mann trifft.

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Zurück zum Anfang.

Ich hatte das Haus zwar geputzt, aber offenbar nicht gut genug.

Ich saß im Wohnzimmer und wartete darauf, dass mein Vater betrunken von der Arbeit nach Hause kam und meine Mutter vom angeblichen Einkaufen zurückkehrte. Sie ging jede Woche einkaufen, kam aber jedes Mal mit leeren Tüten zurück.

Mein Vater kam durch die Haustür und ließ sich schwer auf das Sofa fallen. Es wackelte und quietschte unter seinem Gewicht.

Nach ungefähr fünf Minuten hörte ich sein tiefes Schnarchen.

Genau in diesem Moment flog die Haustür erneut auf.

Mama stürmte herein und fing sofort an zu schreien.

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