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Ich stand vor den großen Toren der Akademie und hielt meinen Koffer so fest, dass meine Finger langsam schmerzten.

Vor mir ragte das beeindruckende Gebäude in den Himmel. Die Akademie war noch größer, als ich sie mir vorgestellt hatte. Hohe Türme standen an den Seiten des Hauptgebäudes, große Fenster spiegelten das Licht der Morgensonne wider und überall liefen Schüler und Schülerinnen mit Büchern, Taschen und Koffern herum.

Ich atmete tief durch.

„Das schaffst du", flüsterte ich mir selbst zu.

Trotzdem fühlte ich mich alles andere als sicher.

Ich war einundzwanzig Jahre alt und eigentlich war ich es gewohnt, auf mich selbst aufzupassen. Ich war ordentlich, vorsichtig und meistens ziemlich aufmerksam. Ich bemerkte Dinge, die andere übersahen, und ich vertraute nicht jedem sofort.

Vielleicht war genau das der Grund, warum mir dieser neue Anfang so schwerfiel.

Ich war auf eine der angesehensten Akademien des Königreichs gewechselt.

Und jetzt stand ich hier.

Allein.

Zumindest glaubte ich das.

Ich zog meinen Koffer hinter mir her und ging durch das große Tor. Sofort bemerkte ich, wie sich einige Schüler nach mir umdrehten.

Ich versuchte, es zu ignorieren.

„Nicht nervös werden", sagte ich leise zu mir.

Doch kaum hatte ich einige Schritte gemacht, blieb ich stehen.

Ich wusste nicht einmal, wo mein Wohnheim war.

„Na toll", murmelte ich.

Ich sah mich um. Links war ein großer Innenhof, rechts befand sich ein Weg zu mehreren Nebengebäuden. Geradeaus lag die große Eingangshalle.

Ich holte den Zettel aus meiner Tasche.

Wohngebäude A - Zimmer 214.

„Dann mal los."

Ich folgte den Schildern.

Nach wenigen Minuten fand ich das Wohngebäude. Es war ein wunderschönes altes Haus mit großen Fenstern und einem langen Flur. Ich schleppte meinen Koffer die Treppe hinauf und suchte nach der Zimmernummer.

Ich blieb vor der Tür stehen.

Kurz zögerte ich.

Dann klopfte ich.

Keine Antwort.

Ich öffnete vorsichtig die Tür.

„Hallo?"

Das Zimmer war überraschend groß.

Vier Betten standen an den Wänden. Daneben befanden sich Schreibtische und Schränke. Durch die großen Fenster fiel helles Sonnenlicht.

Doch etwas anderes fiel mir sofort auf.

Auf einem der Betten lagen Kleidungsstücke.

Auf einem anderen stapelten sich Bücher.

Und auf einem dritten Tisch lagen mehrere Stifte, Pinsel und Zeichnungen.

Ich musste lächeln.

Offenbar war ich nicht die Erste.

„Du bist bestimmt meine neue Mitbewohnerin."

Ich erschrak und drehte mich um.

Ein Mädchen mit langen braunen Haaren stand in der Tür. Ihre Haare waren zu einem Pferdeschwanz gebunden. In ihrer Hand hielt sie einen Zeichenblock.

Die Gefährtin des PrinzenStories to obsess over. Discover now