Die dichterische Taubheit fühlt sich an wie ein Brechen im Wind.
Meine Geschichten sind abgekühlt,
meine Worte verstauben,
zusammengefaltet
in der kleinen Schublade,
zwischen Notizblockseiten,
obwohl sie sich
einst bauten,
wie Türme zu Babel.
Sie türmten sich entlang der Wölbungen
meiner Fingerkuppen.
Sie zischten, als sie sich emporschlugen.
Du sagtest einmal:
Worteschaffen ist Alchemie und manchmal bleibt die Mixtur trübe.
Doch ich bin eigensinnig, ein wenig zu ungeduldig für
langsame Metamorphosen.
Erzähl mir von Geduld und Atemholen,
dem Anhalten beim Rennen
und vielleicht gebe ich nach.
Verzeih mir meine Rastlosigkeit.
YOU ARE READING
katharsis voller schusslöcher, sie hat mich belogen
Poetryüber den winter, druck, katharsis und halbverfallene verse; eine poesie-/prosasammlung 𝒂𝒍𝒍𝒆 𝒓𝒆𝒄𝒉𝒕𝒆 𝒃𝒆𝒊 @kolorierende
