Prolog

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Genervt schnaubte er aus, während seine Finger eilig über die Tastatur flogen. Seine Augen wanderten zur Uhr. Nur noch eine Stunde, dann wäre der Arbeitstag geschafft.
Sein Blick schweifte durch das Büro seiner Spezialeinheit. Die meisten Plätze waren bereits verwaist. Nur sein Chef brütete noch über einigen Unterlagen.

Shikamaru fragte sich, welcher Fall ihn wohl gerade beschäftigte, denn die Falte zwischen seinen Augen war verdächtig tief. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn Asuma erhob sich, nahm ihn direkt ins Visier und steuerte mit einer braunen Akte bewaffnet auf seinen Schreibtisch zu. Offenbar selbst nicht zufrieden mit dem, was er gerade tat, ließ Asuma die Akte auf Shikamarus Tisch fallen.
Akte Sabaku.

Wie von selbst griffen seine Finger danach. Er schlug sie auf und überflog den Inhalt. Skeptisch zog er die Brauen zusammen und suchte den Blick seines Chefs.
„Ähm ... Asuma? Ich bin im Innendienst. Das hier ist für die Leute draußen. Naruto, Sasuke oder Kiba", merkte er an.

Eine Zigarette fand den Weg in Asumas Mundwinkel.
„Ich weiß, dass du im Innendienst bist. Aber nicht, weil du es nicht kannst, sondern weil du faul bist. Naruto und Sasuke sind gerade Undercover, Kiba ist verhindert. Du bist der Einzige, der mir noch bleibt, also wirst du da wohl durch müssen", murmelte er und suchte nach seinem Feuerzeug.

Shikamaru öffnete gelassen die oberste Schublade und warf ihm kommentarlos ein Feuerzeug entgegen.
„Und wie lange geht der Spaß?", fragte er genervt und schlug erneut die Mappe mit den Informationen auf.
„Ein paar Tage, höchstens eine Woche. Morgen früh wird sie am Haupttor eintreffen. Alles Wichtige steht da drin, und dir braucht man ja zum Glück keine Verhaltenserklärungen vorbeten." Asuma stieß eine Rauchwolke aus und wandte sich ab. Dankend hob er die Hand.
„Du kannst dafür dann auch ein paar Tage frei machen", rief er Shikamaru noch zu.

Dieser verdrehte gekonnt die Augen und widmete sich wieder den Unterlagen.
In den nächsten Tagen würde er wohl oder übel als Bodyguard einspringen müssen. Temari Sabaku. Das Bild der jungen Frau sprang ihm direkt ins Auge. Die Sabakus waren weithin bekannt, und wenn die Gerüchte stimmten, war die Schwester anstrengender als ein ganzer Trupp Krimineller. Etwas, worauf der junge Spezialagent ruhig verzichtet hätte.

Nachdenklich tippte er sich ans Kinn. Es fehlte die genaue Information zu ihrem Aufenthalt. Das Ganze erschien ihm merkwürdig. Es sah Asuma nicht ähnlich, etwas zu vergessen. Vermutlich wusste er es also selbst nicht, weshalb Nachfragen keinen Sinn gehabt hätten.

Seine Hand glitt zu seinem Kaffeebecher, und er gönnte sich einen großen Schluck. Sein letzter Außeneinsatz lag gefühlt eine Ewigkeit zurück. Er zog es vor, im Verborgenen die Strippen zu ziehen. Die Action auf der Straße überließ er lieber seinen Kollegen, viel zu anstrengend das Ganze.
Nun blieb ihm allerdings nichts anderes übrig. Ab morgen durfte er Babysitter spielen, und er hoffte inständig, dass alles entspannt laufen würde.


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