Im Schatten des Gebens

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Manchmal trägt das Licht,
das auf uns fällt, eine Last,
unsichtbar, doch schwer wie Stein.
Was einst in warmen Händen ruhte,
wächst heran, nimmt Raum, nimmt Zeit,
bis selbst die Sonne blass und kühl erscheint.

Ein Herz, das still den Weg begleitet,
mit offenen Armen, offenem Ohr,
kann nicht endlos tragen,
was ihm nicht gehört,
auch wenn es in Zuneigung gehüllt ist.

Und so vergaß die Seele,
dass Flügel nur fliegen,
wenn der Wind sie leicht umspielt
und nicht mit Forderungen fesselt.

Doch da, im stillen Verstehen,
liegt die Bitte um Verzeihung.
Nicht in Worten,
sondern in einem Blick,
der erkennt, was war, und hofft,
dass das Licht wieder warm leuchten kann.

Denn Freundschaft ist kein Netz,
das fängt und hält,
sondern ein Fluss,
der frei und ehrlich fließen darf.

Verborgene LastenWhere stories live. Discover now