Es war mitten in der Nacht. Leise schlich ich durch die dunkeln, nur vom Mond beleuchteten, Flure. Bewaffnet mit einem Holzbrett. Immer näher bewegte ich mich zu den knarzenden Geräuschen. Als ich um die nächste Ecke bog erschauderte ich. Dort stand mit dem Rücken zu mir gedreht eine breite Person. Leise blieb ich stehen, darauf achtend, dass man mich im Mondschein auch ja nicht sah. Still musterte ich die Person vor mir. Sie war sehr groß, sehr muskulös und hatte kurze Haare. Genaueres konnte ich leider nicht sehen, aber es reichte jedoch, um festzustellen, dass es sich bei dem unbekannten Eindringling um einen Mann handeln musste. Mein Herz, dass laut vor sich hin pochte, blieb einen Moment stehen, als ich merkte, dass diese unbekannte Person etwas in ihrer Hand hielt. Ich zog scharf die Luft ein, als ich erkannte was es war. Allerdings muss der Mann dies wohl gehört haben, denn er drehte sich schwungvoll zu mir um und starrte den Flur entlang. Mit langsamen Schritten kam er immer weiter auf mich zu, sein Messer einsatzbereit und mein Herz rutschte mir, mit jedem weiteren Schritt des Unbekannten, immer weiter in die Hose.
Ich fragte mich wieso er hier war, woher er wusste wo wir wohnen, ob er es auf meinen Vater oder doch mich abgesehen hatte, oder hatte er überhaupt keinen Ahnung und war nur ein gewöhnlicher Einbrecher auf der Suche nach wertvollem?
Diese und mehr Fragen schossen mir durch meinen Kopf. Ich versuchte so leise und flach zu Atmen wie nur möglich. Mit zittrigen Händen umklammerte ich das Brett, das in meinen Händen auf dessen Einsatz wartete. Als die Person nur noch mehrere Schritte entfernt war blieb sie plötzlich stehen und drehte sich wieder um. Denn dort spazierte mein Kater fröhlich miauend auf den unbekannten Mann zu, über den ich in diesem Moment aber nur lachen konnte, er war nicht der schlauste, weshalb er immer davon ausging jeder wolle ihn streicheln. Dieser begann jedoch zu fluchen, als er meinen Kater, Mr. Doodles, erkannte. Meinen Kater hielt das allerdings nicht davon ab näher zu kommen. Der Unbekannte begann fürchterlich zu Niesen und so langsam dämmerte mir ein, was sein Problem war. Er reagierte vermutlich allergisch auf Mr. Doodles, welcher sich trotz der vielen Nieser nicht aus der Ruhe bringen lies und sich nun schnurrend vor den Mann legte . Leise vor mich hin lachend betrachtete ich den Mann, welcher jetzt versuchte vor meinem Kater in Deckung zu gehen, wodurch ich meine Chance sah und ergriff. Ich hob das Brett langsam an und schlich leise immer weiter dem Eindringling entgegen. Als ich jedoch recht nahe bei ihm war , roch ich ein penetrantes Parfüm, welches einen Nieser meinerseits verursachte. Daraufhin drehte sich der Mann ruckartig zu mir um und ich schlug ihm mein Holzbrett so stark wie ich nur konnte in sein markantes Gesicht. Vor schmerz aufstöhnend ging er vor mir in die Knie und ich konnte ihm das Messer, welches er die ganze Zeit in seiner Hand gehalten hatte, mit einem Fußtritt aus der Hand schlagen. In hohem Bogen segelte das glänzende Messer nun in der Luft umher und blieb an der Wand stecken. Stolz betrachtete ich das Messer vor mir und freute mich innerlich, dass alles gut gegangen war und es nicht in mir, oder meinem Kater steckte. Waffen beherrschte ich so gut wie Fahrrad fahren, doch bei Messern sah das ganze anders aus. Als sich der Mann, der auf dem Boden vor mir lag, wieder rührte zog ich ihm mein Holzbrett einfach noch ein zweites Mal über den Kopf. Was mich allerdings wunderte, dass er einfach liegen blieb. Normalerweise sollten solche Leute doch etwas besser trainiert sein und nicht schon nach zwei Schlägen kampflos aufgeben. Ich betrachtete ihn noch einige Minuten, bis ich merkte, dass er wohl nicht mehr in der Lage war mich anzugreifen und führte stolz meinen Siegestanz auf. Meinen Kater bemerkte ich erst wieder, als er sich an mein linkes Bein schmiegte und schnurrte. Mr. Doodles war sicherlich genauso stolz auf mich. Schnell ging ich in die Hocke und streichelte meinen Kater hinter den Ohren, was ihn dazu brachte noch mehr zu schnurren. Schmunzelnd betrachtete ich ihn und bekam so nicht mit, wie mein Vater, gefolgt von vier ausgebildeten Agenten unserer Organisation mich beobachteten. Erst als er leise anfing zu lachen, bemerkte ich ihn und schnappte mir wieder mein Brett, welches ich schützend vor mich hielt. Als ich aber bemerkte, dass es nur mein Vater mit seinem Einsatztrupp war, legte ich es peinlich berührt weg und lächelte die Agenten leicht verlegen an, was sie dazu brachte, leise in Gelächter zu verfallen. Als ich dann aber noch entrüstet schnaubte, fingen sie an immer lauter zu lachen, bis auch ich mit ein Stimmte und ebenfalls Lachte. Als ich mich dann allerdings beruhigt habe, meinte ich leicht angesäuert:" Ihr seid zu spät!" Daraufhin hörten auch die fünf Männer gegenüber von mir auf zu Lachen und auf dem Gesicht meines Vaters zierte sich eine schuldbewusste Miene" Das liegt an mir.", verriet er mir schließlich. Als ich ihn abwartend anschaute und meinen Kopf leicht schräg legte, fügte er noch ein leises:" Entschuldigung mein Engel" hinzu und blickte mich reumütig an. Seufzend betrachtete ich ihn und meinte dann einfach:" Nicht so schlimm, ist ja nichts passiert." Mein Vater lächelte erleichtert und umarmte mich. Als sich der Eindringling dann aber bewegte, griffen zwei der Agenten nach ihm und verfrachteten ihn weg. Mein Vater allerdings starrte auf etwas hinter mir, weswegen auch ich mich langsam umdrehte und daraufhin das Messer zu sehen bekam. Dieses steckte immer noch in der Wand unserer Wohnung. Als ich mich wieder umdrehte und merkte, dass mein Vater die Wand fassungslos anschaute, bekam ich leichte Schuldgefühle und meinte zerknirscht:" Ups !?" Daraufhin wendete sich sein Blick mir zu und er starrte mich einfach an. „Du?", bekam er schließlich aus sich herausgerufen und ich blickte ihn nur unschuldig an und zeigte auf Mr. Doodles. Als sein Blick zu unserem Kater wanderte , lachte er nur kurz kalt auf und blickte mich dann wieder an. Da ich mit seinem Blick nicht standhalten konnte zuckte ich nur mit den Schultern, schob meine Unterlippe vor und sprach verängstigt:" Papa, sei froh, dass es nicht in mir steckt. Sofort wurde sein Blick besorgt was mich schmunzelnd hinter mich zu den anderen Männern blicken lies. Diesen zwinkerte ich zu und lies sie so wissen, dass ich weder verängstigt, noch der Annahme war, dass Messer hätte mich treffen können. Mein Vater ging eben immer noch davon aus, ich wäre sein kleines Mädchen und vergaß öfters, dass ich schon Menschenleben auf meinem Gewissen hatte. Die Männer lachten leise vor sich hin, bevor sie letztendlich abrückten und mich mit meinem Vater alleine ließen.
Wir besprachen noch ein paar kleine Details, da ich morgen einen neuen Auftrag bekommen würde und zum ersten Mal für längere Zeit in einem fremden Land leben würde, bis ich schließlich müde ins Bett fiel.
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Athena - Costa Nostra
Humor,,Ich wollte ihn töten" "Sorry, aber da stand kein Reserviert-Schildchen auf seiner Stirn" Vertrauen und Verrat Freund und Feind Treue und Täuschung beginnt gleich, kann enden fatal, sie wird bleich. der grad ist schmal, sie steht vor der wahl, en...
