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Ich klopfe an Yonas Tür, in der Hoffnung, dass sie schon wach ist.
,,Yona, der Kaiser erwartet dich im Saal. Beeil dich."
Mit einem breiten Grinsen öffnet sie die Tür und ihr Blick bleibt auf mir. ,,Ja!", ruft sie freudig und stürmt anschließend aus ihrem Gemach.

,,Wie kommt es, dass du mit ihr sprichst? Wenn das so weiter geht, werdet ihr noch Beste Freunde.", flüstert eine bekannte Stimme hinter mir. Vor Schreck gehe ich einige Schritte zurück. ,,Erschreck mich noch einmal so und du wirst nur noch schwarz sehen!"
Es ist Hak, der sich hinter mich schlich hat.
Er schlägt gegen meine Schulter und auch er gibt mir ein breites Grinsen. ,,Lass das.", sage ich genervt. „Du weißt genau, warum ich nicht so oft mit ihr reden kann." Er rollt seine Augen und nickt. „Ja ja.  Schon gut."

Seine Haltung lockert sich. ,,Morgen ist euer Geburts-..." ,,IHR Geburtstag.", unterbreche ich ihn. „Und ja, ich habe ein Geschenk für Yona. Ich bin schließlich kein Monster." Ich schubse ihn weg. ,,Ich würde niemals den Geburtstag meiner kleinen Schwester vergessen..."
,,Dann ist ja gut." Er blickt runter auf meine Hand. „Pass auf dich auf. Es ragt raus."
Auch ich blicke runter und seufze.
Schnell  greife ich in meine Tasche und binde mir meine rechte Hand neu mit einem Verband um und stürme weg. Voller Angst schaue ich mir meine Hand an.

Verdammt....

In Gedanken versunken setze ich mich auf eine Wiese, um nach Entspannung zu suchen. Doch das hat nicht lange gehalten...
,,Ist alles in Ordnung?" Mein Blick wandert nach oben. Ich erblicke Soo-Won und sehe wie er mir seine Hand reicht. ,,Ich hab dich lang nicht mehr so in Gedanken gesehen.", sage er sanft und mit einem besorgten Blick. „Du solltest nicht so auf dem Boden sitzen. Es ist ziemlich kalt. Du könntest dich erkälten."
,,Kümmere dich lieber um deine eigenen Angelegenheiten."

,,Wie es scheint bist du immer noch so kalt wie früher, Luna." Genervt richte ich mich auf und wende mich von ihm ab. ,,Ich wünsche Euch noch einen angenehmen Aufenthalt, Soowon."
Ich halte meine Blick auf den Boden und bleibe des weiteren in Gedanken.

,,Meine Güte, Luna. Warum machst du nur so ein grimmiges Gesicht?"
Die Stimme.. Das war...

,,Eure Majestät!" Ohne zu zögern, verbeuge ich mich vor dem Kaiser. Er tätschelt mir auf den Kopf und lächelt mich an. ,,Meine Liebe... Halte deinen Kopf immer oben. Das gehört sich doch nicht immer so grimmig zu gucken."
„Ja wohl." Ohne weiteres richte ich meine Kopf hoch.
Er gibt einen langen Seufzer von sich und nimmt meine Hand. ,,Öffne das bitte erst morgen."
In meiner Hand halte ich eine kleine Schachtel mit einem Schleifchen aus reinstem Seide. ,,Verstehe, vielen Dank." Er nickt und macht sich auf den Weg.

Ich sollte auch lieber gehen und produktiver sein

Der Duft von heißem Gebäck übertönte jedoch alles und ohne zu zögern folge ich dem Geruch.
„Nur gucken...", rede ich mir ein und öffne die Tür der Küche.
Gebäck, Küchlein und so vieles mehr steht frisch gebacken da, für Yonas Geburtstag morgen. Ich betrete die Küche und wage mich näher ran. „Das duftet herrlich!", komplimentiere ich den Mägden.
Sie lächeln mich an. Eine Magd nimmt einen Keks und überreicht ihn mir.
„Wir brauchen jemand, der das probieren muss."
Meine Augen weiten sich und ich nicke voller Begeisterung.
„Das wäre mir eine Freude!" ich nehme den Keks an mich und probiere ihn.

Voller Wärme nicke ich. „Alle werden morgen begeistert sein." Sie verbeugen sich vor mir und bedanken sich. „Ihr solltest aber jetzt lieber gehen, Fräulein Luna. Wir haben noch sehr viel zutun für morgen."
„Stimmt. Verzeiht mein plötzliches Auftreten." Ich verlasse die Küche und mache mich auf den Weg in mein Gemach. Angekommen, sehe ich einen großen Stapel an Papier auf meinem Tisch.

Eure Majestät hätte auch etwas Nachsicht zeigen können. So viel Arbeit für eine Person

Ich verbrachte den restlichen Tag damit Papierarbeit zu machen, bis ich dann endlich ins Bett gegangen bin.

Prettiest dawn [Akatsuki no Yona FF]Stories to obsess over. Discover now