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Taraneh

Als ich meine Augen öffnete, fand ich mich in einer dreckigen dunklen Gasse wieder. Ich lag auf dem Bauch und mein Gesicht lag zur Seite in einer stinkenden Pfütze. Als ich realisierte, dass ich wirklich wach war, versuchte ich mich aufzurichten. Meine Schultern schmerzten und durch das anstrengende Hochstemmen zitterten Meine Arme. Mühsam versuchte ich mich in der aufrechten Position zu halten. Vor meinen Augen verschwamm die Welt. Zittrig atmete ich ein und aus, bis sich meine Sicht wieder klärte. Was war geschehen? Ich schaute mich um. Um mich herum waren Wände, nur ein Weg führte aus der Gasse hinaus auf eine offene Straße. Vermutlich sollte ich da nach Hilfe suchen, dachte ich mir. Ich rutschte mühsam zu einen der Wände und lehnte mich dagegen. Ich wagte ich es an mir runterzusehen. Meine Kleidung war kaputt, dreckig und blutig. Panik stieg in mir auf. Ich erinnere mich an nichts. Nur... wie ich über die Straße laufen wollte, als ich auf dem Weg von der Uni nach Hause wollte. Ja, dass war ein schöner Tag gewesen. Wie konnte es so kommen, dass ich jetzt hier liege? Wurde ich entführt? Vorsichtig versuchte ich mich hochzuziehen. Das Brummen in meinem Kopf lies nach. Wieder verschwamm die Welt vor meinen Augen. Ich hielt mich an einem Gitter fest, welches vor einem Fenster verbaut wurde. Vermutlich wurden so Einbrüche verhindert. Aber das gab es doch nicht in meiner Stadt. Wo war ich nur gelandet? Als sich mein Kreislauf wieder stabilisierte, versuchte ich ein paar Schritte zu gehen. Das funktionierte soweit so gut. Ich lief die Gasse entlang. Jeder Schritt führte zu einem zittern in den Knien. Ich musste Müllsäcken ausweichen und sonstiger Dreck der auf meinem Weg lag. Mir wurde erst bewusst, dass es hier schrecklich nach Urin, Erbrochenes und Alkohol roch, als ich fast die offene Straße erreichte. Mir drehte sich leicht der Magen rum, als ich meine feuchten Wangen hielt und hoffte, dass es wirklich nur Wasser war.

Ich erreichte die Straße, doch nichts kam mir bekannt vor. Keiner war zu sehen. Es war alles so verdreckt wie die Gasse. Verlassene und Zertrümmerte Gebäude. Herrschte hier Krieg? Ich richtete mein Blick in den Himmel; er war schwarz... und... rot? War ich doch noch bewusstlos oder war das ein schlimmer Fiebertraum? Aber ich war doch nicht krank oder vielleicht doch? Ich meinte, ich fühlte mich heute Morgen in der Uni nicht sonderlich gut, aber das betraf nur meinen Magen. Ich hatte nur ein mulmiges Gefühl, dass irgendwas passieren würde. Ich entschied mich, nach rechts zu laufen. Eine große zerbrochene Schaufensterscheibe befand sich neben mir. Ich wagte einen Blick in mein Spiegelbild und erschrak. Mein Gesicht war blutig, meine Augen gelblich mit einer roten Iris. Ich trat näher heran. Meinem Pullover fehlte ein Ärmel und kleine Schnittwunden übersäten meinen Arm. Ich hielt mir meine verschmutze Hand vor dem Mund. Tränen füllten meine Augen. Meine braunen Haare hatten einen rötlichen Akzent bekommen. Ich konnte nur nicht unterscheiden, ob sie mir jemand gefärbt hat oder ob das vom Blut kam. Sie waren so verklebt und verschmutzt wie der Rest von mir. Ich entschied, mich nicht weiter anzustarren und redete mir ein, dass das wirklich nur ein Fiebertraum war. Der Weg führte mich nirgendwohin, wo ich mich auskennen könnte. Nach einigen Minuten konnte ich gedämpfte Musik hören. Ich versuchte zu orten wo sie herkam und folgte ihr. Die Musik kam immer näher bis ich vor einem Gebäude. Die Tür wurde von verschiedenen Reklamen beleuchtet. Keine Wörter. Aber Pentagramme, eine Flasche, ein Glas. Ich schätzte auf eine Bar. In diesem Zustand sollte ich wohl keine Bar betreten, jdoch blieb mir auch nichts anderes übrig. Die restliche Stadt war wie ausgestorben und ich brauchte wirklich Hilfe.

Vorsichtig öffnete ich die Tür und stand hinter einer grölenden Menschenmenge. Ich konnte nicht erkennen, was genau sie anfeuerten. Ich lief um sie herum. Ich wollte sie nicht stören. Ich wusste, wenn man alkoholisierte störte, konnte man durchaus Probleme bekommen. Ich hielt nach jemanden Ausschau, der sich nicht dafür interessierte was vorne passierte. Dann sah ich eine solche Person; einen Mann mit einem langen roten Mantel und Zylinder auf einer Couch sitzen. Er rauchte und beobachtete die Situation. Er hatte eine Brille in Form von Herzen. Ich wusste nicht wieso, aber er schien mich anzuziehen und ich hatte das Gefühl, ich könnte mit ihm reden. Langsam kam ich ihm näher. Er schenkte mir keine Aufmerksamkeit. Ich blieb etwas auf Abstand und wartete, bis er mich ansah. Als seine knallroten Augen zu mir rüber sahen erschrak ich. Dieser Blick, diese Augen. Ich wich zurück und entschied, wieder zu gehen. Ich schenkte ihm ein kurzes Lächeln ehe ich mich umdrehte.

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⏰ Dernière mise à jour : Jan 28, 2024 ⏰

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