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Gewalt

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 Johan Hauser ging mit erhobener Pistole das heruntergekommene Treppenhaus hinauf. Zwei seiner Kollegen, die ebenso gut gepanzert und bewaffnet waren wie er folgten ihm. Als sie an eine morsche Tür kamen klopfte Johan und brach sie auf, als er nach kurzem Warten keine Antwort erhielt. Drinnen versuchte eine Frau über das einzige Fenster der kleinen Wohnung zu fliehen, doch Johan schrie: »Hände hoch, Sie sind verhaftet!«, woraufhin die Frau mit erhobenen Armen langsam wieder hereinkam. Erst jetzt bemerkte Johan, dass sie ein Kleinkind mit sich trug, aber es war ihm auch egal. In einer Ecke stand der verschreckte Ehemann, auf den die Waffe der Kollegen zielten.

»Wir haben Hinweise darauf erhalten, dass hier eine Verschwörung gegen den christlichen Glauben geplant wird. Alle in die Ecke und Ruhe!«, schrie er, als das Kind auch noch zu weinen begann und die verängstigten Moslems folgten seinen Befehlen.

Während einer seiner Kollegen die Flucht der Verdächtigen verhinderte sahen sich Johan und der andere um. Mit jeder Faser ihres Körpers verachteten sie die muslimische Kultur, oder generell alles was nicht zum christlichen Abendland gehörte. Dann fand Johan endlich das, wonach er gesucht hatte, einen Koran, allerdings auf Deutsch, da keiner in dem Haushalt sich die Mühe gemacht hatte arabisch zu lernen, um ihn im Original lesen zu können. Stolz ging er mit dem Fund zurück zu den Opfern und schrie: »Da haben wir es! Ihr Schweine scheißt auf die christliche Kultur, die euch so liebevoll aufgenommen hat!«

Keiner traute sich den Worten des bewaffneten Polizisten zu widersprechen und das Kind begann noch lauter zu weinen. Nach einigen Sekunden machte dies Johan so wütend, dass er rief: »Entweder Sie bringen den Bastard zum Schweigen, oder ich mache es!«, woraufhin die Mutter sich bemühte seinem Wunsch nachzukommen, schlussendlich aber keine andere Möglichkeit sah, als ihrem Kind den Mund zuzuhalten.

»Ich möchte wissen, was ihr Schweine vorhabt! Sagt es mir! Wann wird es den nächsten Anschlag geben?!«, befahl Johan Hauser und riss dabei Seiten aus dem Koran heraus, was ihm eine tiefe Befriedigung gab. Als keiner antwortete sagte er: »Gut, dann machen wir es eben auf die harte Tour. Darauf habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut.«

Nachdem er auf den Mann gedeutet hatte wurde dieser von seinen Kollegen geschnappt und zu Johan gebracht, der seine Fragen von vorhin noch einmal wiederholte, aber als der Mann noch immer keine Antwort gab zog er seinen Schlagstock und begann auf sein Opfer, dessen Arme noch immer von den Polizisten gehalten wurden einzudreschen. Nach ein paar Schlägen spuckte er bereits Blut auf den Boden und rief: »Ich sag euch alles, aber bitte hört auf. Wir haben einem Mann geholfen in die Vergangenheit zu reisen, weil er Jesus töten möchte.«

Diese Worte ließen die Anwesenden erstarren und der Moslem sank zu Boden, als ihn die Diener des Gesetzes nicht mehr hielten, dann fing sich Johan wieder und sagte: »Zeitreisen wurden vor Jahren verboten, das ist unmöglich.«

»Nein ist es nicht. Bevor das sogenannte heilige Land errichtet worden ist waren viele von uns gute Physiker. Das wirst du vermutlich nicht glauben, aber es ist die Wahrheit und als das alles begonnen hat haben einige von uns im Geheimen eine weitere Zeitmaschine gebaut, weil wir gehofft haben sie könnte uns helfen. Es ist nach unserem Wissen die einzige funktionstüchtige weltweit.«

»Wann wird dieser Typ, der dieses unsagbare Verbrechen begehen will, in die Vergangenheit geschickt werden?«

»Gestern.«

»Sag die Wahrheit du Schwein!«, schrie Johan und schlug mit seinem Stock weiter auf ihn ein, doch dann rief die Frau: »Er hat die Wahrheit gesagt! Ich kann euch zur Zeitmaschine bringen, nur bitte lasst uns in Ruhe!«

Johan ging zu der schmächtigen Dame, hob sie mit einer Hand auf und drückte sie gegen die Wand, dann flüsterte er: »Wenn du scheiß Hure auch nur irgendeinen Versuch machen solltest uns zu verraten bringen wir dich, dein behindertes Kind und deinen bescheuerten Mann um. Ist das klar?«

Als sie panisch nickte ließ er sie wieder fallen. Nervös ging Johan im Zimmer herum und einer seiner Kollegen fragte unterwürfig, ob sie nicht Verstärkung rufen sollten, woraufhin der Kommandant die Frau fragte: »Wie viele Menschen kann diese Zeitmaschine transportieren?«

»Sie hat einen gewissen Tank, wenn der aufgebraucht ist müssten wir wieder etwas neues beschaffen, aber das ist teuer, aufwendig und hochgradig illegal. Der aktuelle Tank reicht nur noch für eine Person.«

Zusammen mit den beiden Erwachsenen gingen sie hinaus, als sie aus der Tür traten sagte der jüngste Polizist: »Sollten wir das Kind nicht mitnehmen? Es ist doch recht gefährlich wenn wir es allein in der Wohnung lassen.«

»Sei leise du Pfadfinder. Glaubst du, dass diese Monster sich für ein christliches Kind interessieren würden? Außerdem ist dieses Kind in den Augen unseres Herrn bereits verdorben. Es hat nie die frohe Botschaft gehört, es ist also ohnehin zu ewigen Qualen in der Hölle verdammt. Dagegen können wir nichts tun«, die Antwort schien ihn nicht zufrieden zu stellen, aber das war Johan auch egal, der Beschloss ihn im Auge zu behalten, da er an seinem Glauben zu Zweifeln schien, was unter dem derzeitigen Regime nicht akzeptabel war.

Nach einer wenige Minuten lang dauernden Autofahrt kamen sie bei einer abgelegenen, scheinbar leerstehenden Halle an, in der sich laut den Gefangenen die Zeitmaschine befand. Sie drangen in die Halle ein, in der sich zwei Männer befanden, die friedlich Kaffee tranken, doch um kein Risiko einzugehen erschoss Johan beide sofort, wofür sich später keiner interessieren würde, weil sie die falsche Hautfarbe und den falschen Glauben gehabt hatten.

In der Mitte befand sich eine gigantische Maschine mit einem Podest auf das selbst ein so großer Mann wie Johan ohne Probleme passen würde. Er packte die Frau und befahl ihr die Maschine einzuschalten. Diese blickte ihren Mann verzweifelt an, doch nach einem festen Schlag gegen ihren Kopf machte sie sich endlich auf den Weg um den Befehl auszuführen.

»Stellen Sie sich bitte auf das Podest, dann aktiviere ich die Maschine und schicke sie zurück in die Zeit von Jesus«, sagte sie und begann auf einem Bildschirm die Zielzeit einzustellen, was einer der Polizisten überwachte, dann fragte Johan wie er wieder zurück in die Zukunft reisen konnte, wenn seine Arbeit erledigt war, daraufhin antwortete der Mann: »Wir haben ein Armband entwickelt, das sie wieder zurück in unsere Zeit bringt, wenn sie den richtigen Code eingeben, der auf der Rückseite steht«, dann ging der Mann unterwürfig los um ihm das unscheinbare Band, das neben der Maschine lag zu bringen.

Johan stellte sich auf das Podest und sagte: »Ich danke für Ihre Kooperation, aber leider sind Leute mit einem solchen Wissen zu gefährlich um am Leben gelassen zu werden. Erschießt den Mann.«

Sein Kollege führte den Befehl sofort aus, woraufhin die Frau schrie und versuchte wegzurennen, aber der Jüngste schnappte ihren Arm und verhinderte es dadurch, daraufhin fügte Johan hinzu: »Aus ihr können wir noch weitere Informationen gewinnen. Solange ich weg bin kümmert ihr euch um sie, wenn ihr damit fertig seid schickt sie zum Herrn im Himmel, der über ihre Schandtaten richten wird.«

Wenige Sekunden später erzeugte die Maschine ein grelles Licht und Johan verschwand, woraufhin seine Kollegen die illegale Maschine zerstörten und begannen die Frau zu foltern. Tatsächlich nannte sie ihnen die Namen von weiteren Personen, die an dem Projekt beteiligt gewesen waren und diese wurden in den kommenden Tagen allesamt ohne Gerichtsverfahren eliminiert, worüber es in den meisten Zeitungen nur einen kurzen Bericht gab, in dem die Polizei dafür gelobt wurde, dass sie schon wieder so viele Islamisten ausgeschaltet hatte.

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