Dreiundzwanzig

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Mateo

Ich liege in meinem Bett, es ist mitten in der Nacht und Mirella schläft alleine in ihrem Zimmer, denke ich, hoffe ich. ich war in den letzten vier Stunden locker sechs mal in ihrem Zimmer um nach ihr zu sehen. Ich habe schon förmlich Komplexe entwickelt, ich muss auf sie aufpassen, sie beschützen.

Ich sollte nochmal nach ihr sehen oder? Ich kann einfach nicht schlafen, wenn ich nicht sicher bin dass es ihr gut geht. Ich zerbreche mir schon wieder den Kopf, kann kaum ruhig liegen bleiben, schwitze und werde verrückt. So stehe ich also auf und schleiche mich das siebte mal in ihr Zimmer, wobei ich für eine Sekunde alle meiner Albträume durchlebe.

Ich gehe zu ihrem Bett und kann sie niergens erblicken, auch in ihrem Badezimmer ist keine Spur von ihr. Ich fasse mir ins Gesicht ,,Fuck" atme ich auf. Ein kleines ruhiges Atmen höre ich hinter mir, worauf ich mich zu diesem atmen drehe. ,,Mi vida- ist alles in Ordnung?" frage ich die kleine Rose die vor mir steht.

,,Mateo..du machst mir Angst" antwortet sie mit leiser Stimme. Mit so wenigen Worten hat sie eine ganze Welt zusammenbrechen lassen. Ich mache ihr angst? Warum? Ich beschütze sie doch? ,,Du bist in den letzten Stunden etliche male hier rein gestürmt, das ist krank Mateo...Du bist krank" beantwortet sie all meine Fragen und lasst erneut ein Stück meines Herzens brechen.

Ich? Krank? Sie sollte nach solchen grausamen Erfahrungen krank sein, nicht ich? ,,Es tut mir leid ich wollte nur sicher gehen dass alles okay ist-" antworte ich auf ihre verletzenden Worte. ,,Das ist nicht gesund Teo, wir sollten reden, über vieles. Jetzt." geht sie näher darauf ein und nimmt meine Hand in ihre. Sie zieht mich mit zu ihrem Bett und setzt sich, so wie ich mich auch.

,,Was ist denn los? Warum hast du so angst Mateo?" fragt sie mich mit ihrer zierlichen Stimme. ,,Ich möchte dich nicht erneut verlieren, ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, wie du mit dem Allem so gut zurecht kommst" antworte ich ihr, wobei sie mir aufmerksam zuhört. ,,Ich bin sicher Teo, bei dir und in diesem Anwesen. Es tut mir leid dass ich vorhin so harte Worte gesagt habe, ich schätze es wie du dich sorgst." erklärt sie mir.

,,Ich weiß doch, nur es lässt mir keine Ruhe, keine Sekunde Schlaf, wenn ich nicht sicher bin dass es dir gut geht" antworte ich während sie meinen Rücken streichelt. ,,Dann möchte ich bei dir einziehen sozusagen, wenn das okay ist? Also bei dir schlafen zum Beispiel, kein mein oder dein Zimmer mehr, nur mehr unser Zimmer" erklärt sie worauf sie lächelt und sich auf meinem Schoß platziert.

,,Liebend gerne mi vida, aber mal sehen wie wir all deine Kleidung in meinen Schrank bringen" lache ich etwas und halte ihre zarte Hüfte. ,,Dann müssen wohl ein paar von deinen Sachen weg" kichert sie und küsst mich dann. Ich lache etwas und genieße ihre warmen, zarten Lippen auf meinen. Ich hatte die all die Tage so vermisst.

Ich verstehe einfach nicht was dieses junge Mädchen in mir auslöst, in den letzten Wochen bin ich zu einem richtigen Softie geworden. Sie hat etwas magisches an ihr, ihre wunderschönen Augen, ihre zarte Haut, ihr Braunes Haar, ihr Rosenduft, ihre wunderschönen Lippen. Einfach alles an diesem Mädchen scheint so perfekt zu sein, bis man in ihr inneres sieht.

Es ist nicht schwer zu erkennen wie gebrochen sie ist, wie sehr sie in der Vergangenheit leiden musste. Leider konnte ich noch nicht herausfinden was meine Schwester beim ersten Treffen meinte mit dieser Schlägerei. Ich habe alle Dokumente und Beiträge zu Gewalttätigen Schlägerreinen in der Gegend durchsucht aber nichts gefunden.

Auch meine Schwester konnte mir nicht mehr sagen woher sie diese Information hatte und ob sie überhaupt stimmte. Ich würde sie so gern fragen, mehr über sie wissen, aber ist mir emotional einfach ein Rätsel. Ich möchte sie zur Zeit nicht noch mehr überlasten, von dem her lasse ich die Fragerei besser.

Ich komme zurück in die Realität als ich ihre Lippen wieder auf meinen spüre. Sie küsst mich so sanft, viel zu sanft. Ich liebe es wie sie mich berührt, mir endlich zeigt ich wäre jemand. Dieses Gefühl hab ich viel zu selten. Ach stopp mir dem Mitleidsgequatsche, ist ja zum kotzen. Ich lege meine Hände an ihre Hüfte und stehe auf, samt ihr.

Sie schlingt ihre Beine um meine Hüfte und hält sich an mir fest während ich sie aus dem Zimmer trage. Ich bringe sie in das Zimmer gegenüber mein- also jetzt unser Zimmer. Sie lächelt zufrieden als ich sie in meinem Bett absetze und die Türe dann schließe. Es sind rote LEDs angeschaltet damit es nicht vollkommen dunkel ist. Ich stehe vor ihr und betrachte sie in ihrem süßen spitzen Pyjama der nur so nach „zieh mich aus" schreit. Aber nein, ich sollte mich zurück halten.

Sie legt sich auf eine Seite des Bettes und kuschelt sich in die schwarzen, weichen Kissen. Ich lege mich zu ihr ins Bett nachdem ich einen Schluck Wasser genommen habe. Sie kuschelt sich nah an mich, legt sich auf meine Brust und lässt ihre kleinen Fingerspitzen über meine Muskeln gleiten. Ich decke die kleine und mich mit der Decke zu und streichle durch ihre braunen Locken.

Sie ist so ruhig und friedlich, total kn ihrem Element, während sie weiter meine Muskeln nachfährt. Sie hört gespannt meinem Herzschlag zu und beobachtet meine Atmung ins Detail. ,,Ich hab dich lieb Teo" flüstert sie leise worauf ich lächle ,,Ich dich auch cariño" zufrieden nickt sie und platziert einen Kuss auf meiner Brust. Ich streichle ihren zarten Rücken und sehe ihr dabei zu wie sie die Augen schließt.

Ich bin so froh sie bei mir zu haben, mit dem Gewissen dass sie sicher ist, schließe ich nun auch die Augen. Ich fühle wie ihr Körper schwerer auf mir wird und sie nun dem Schlaf und dem Land der Träume verfallen ist. Keine 2 Minuten später folge ich ihr dort hin und schlafe ebenso friedlich und glücklich ein.

Wie hat euch das Kapitel gefallen?

Gebt mir gerne Feedback.

Durch Probleme mit Wattpad und meinem Buch hat sich das Kapitel leider etwas verzögert. ❤️

Mateo- Das Spiel mit dem FeuerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt