Einundzwanzig

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Mateo

Ich habe seit Tagen nichts mehr von Mirella gehört. Seit dem wir aus ihrem Haus sind hab ich kein Lebenszeichen gehört, sie hat aber auch anscheinend keine Polizei gerufen. Ich habe mich wieder auf die Arbeit konzentriert und meine Geschäfte versucht weiter zu machen. Sie schwebt jedoch die ganze Zeit in meinen Gedanken.

Ich habe sie in den letzten zwei Tagen zick-tausend mal angerufen, jedoch hat sie keinen einzigen Anruf angenommen. Sie war auch seit Tagen nicht mehr online was ich komisch finde. Ich mache mir etwas Sorgen, aber zugleich ist es nunmal auch ihre Entscheidung. Sie gehört mir nicht, auch wenn ich mir das wünschen würde.

Ich möchte sie sehen, am liebsten jetzt, aber ich sitze gerade eben noch auf meinem Bürostuhl an meinem Laptop. Ich checke meine E-Mails als auf einmal eine Nachricht erscheint. Es ist ein Foto, eines was mir gleich den Atem rauben wird. Es ist ein Bild von ihr, meiner kleinen, wie sie verdammt leicht bekleidet in einem dunklen Zimmer, an einer Stange steht.

Ich meine ich habe nichts dagegen wenn sie anfangen will zu Strippen, aber bei diesem Bild geht meine innere Alarmanlage an. Das ist nicht sie, naja schon aber das ist nicht was sie will. Ich sehe auf den Absender der mir verdammt bekannt vorkommt, dieses Arschloch hat nicht mal versucht sich geheim zu halten.

Ich schließe das Bild und schalte meinen Computer aus, als ich aufspringe und meine Sachen nehme. Ich renne schon fast zum Fahrstuhl und fahre nach unten während ich schnell die Nummer von Adrian eintippe. Keine zwei Sekunden später geht eine tiefe Stimme ran. ,,Was ist?!" schnauzt er ins Handy. ,,Nicolas. Er hat Mirella" rufe ich in mein Handy während ich zur Tiefgarage renne.

,,Was?! Wo ist er? Ich rufe Lorenzo dazu" antwortet er mir ,,Ich habe ihn geortet, aber nimm mehr von unseren Leuten mit. Er will dass wir ihn finden, sonst hätte er es nicht so leicht gemacht" erkläre ich ihm worauf ich auflege. Ich setze mich in meinen schwarzen Mercedes und fahre los, ich habe das handy geortet und den Standort Adrian und Lorenzo gesendet. Das Handy befindet sich in einem Club, nicht weit von hier entfernt.

Ich habe eine unglaubliche Wut in mir, wie kann er es wagen seine Hände an meine kleine zu legen. Wie kann er es wagen sie da mit rein zu ziehen. Vor allem WIE KANN ER ES WAGEN meine kleine zu einer Nutte zu machen?! Ich möchte nicht wissen wie viele Männer sie jetzt schon so gesehen, oder angefasst haben. Ein ekelhaftes Gefühl steigt in mir hoch, nicht wegen Ella, sondern wegen Nicolas.

Wie kann man einem Jungen Mädchen sowas antun, und das noch unfreiwillig dazu. In der Nachricht hat er nichts dazu geschrieben, nur dieses verdammte Foto was ich vor meinen Augen habe. Wie geht es ihr, ist sie verletzt? Ist sie vielleicht unter Drogen oder Alkohol? Ist sie vergewaltigt worden? Egal wer sie berührt hat, ich schneide ihm die Finger einzeln ab. Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, als ich knapp vor mir ein anderes Auto sehe und eine Vollbremsung hinlege.

Es quiekt nur so, als ich wenige Millimeter vor dem andern Auto noch abbremse. Ein kalter Schock durchfließt meine Adern, als ich nun durchatme. Konzentration Mateo, konzentrier dich, du holst dein Mädchen da raus. Ich komme nach zwanzig Minuten an und sehe meine Brüder schon am Parkplatz, mit einigen unserer Männer stehen. Ich parke und steige sofort aus, mit Waffe und Munition im Gepäck.

Ohne nur ein Wort zu wechseln, gehen wir alle zum Eingang, wo uns direkt ein Türsteher aufhält. Nach meiner Meinung eher ein kleiner Angsthase, aber wie man es nimmt. Adrian musste nur die Waffe ziehen und der war schon über sieben Berge verschwunden. Also laufen wir alle rein, beziehungsweise stürmen. Die Tür schwingt mit einer Wucht auf und die Leute in dem Club erschrecken leicht.

Keine Minute später sehen wir ein zu bekannter Mann am Ende eines Ganges. Ich und meine Brüder laufen auf ihn zu, während unsere Männer die Umgebung sichern. Er grinst uns an als ich nah zu ihm komme. ,,Wo ist sie verdammt?!" brülle ich ihn an als er nur die Augen rollt. ,,Ach hör doch auf, wir teilen uns die kleine, ihr fickt sie gratis und sie besorgt mir geld wenn sie von andern gefickt wird" antwortet er als nun Lorenzo aggressiv wird.

Lorenzo zückt seine Waffe als Nicolas nur aufgrinst. ,,Gut gut ich bring euch ja zu ihr, aber auf eigene Gefahr" grinst er nur was mich noch aggressiver macht. Er läuft weiter und zu einer Tür, worauf ich und meine Brüder ihm folgen. Er öffnet eine Tür und betretet einen dunklen, nur leicht beleuchteten Raum. In der Mitte des Raumes steht eine Couch, zu der wir alle direkt sehen.

Mein Atem stockt als ich zusehen muss wie meine kleine auf dieser Couch liegt mit Tränen in den Augen und einem Mann auf ihr. Ich erstarre und vergesse die Zeit, während ich nur sprachlos zusehe, wie er sich in sie rammt. Ich fühle wie mich eine Hand an meinem Arm packt und mich versucht zurück in die Realität zu holen. Ich sehe zu wie Adrian den Mann mit Gewalt von ihr zieht.

Ich zucke zusammen als ich einen Schuss wahrnehme und wieder in die Realität komme. Ich renne zu ihr und ziehe die nackte und zitternde Mirella an mich. Sie legt ihre Arme sofort um mich und weint in meine Brust. Ich sehe mörderisch zu Nikolas der mich nur grinsend ansieht und dann aus der Tür verschwindet. Ich hab keine Zeit mich um ihn zu kümmern sondern genieße den schwachen Rosenduft in meiner Nase.

In schock ziehen mich meine Brüder mit der Prinzessin in meinen Armen mit. Sie holen ihr etwas zu anziehen und wir ziehen sie vorsichtig an. Keine zwei Minuten später sitzen wir im Auto, lassen das drecks Schwein Nikolas zurück und fahren zu unserem Anwesen...

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Gebt mir gerne Feedback

Tut mir leid dass wieder so lange nichts kam, meine Lieben. Ich bin leider immer noch Krankheitsbedingt verhindert weiter zu schreiben.❤️

Mateo- Das Spiel mit dem FeuerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt