Zwanzig

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Mirella

Ich fühle mich schwer, meine Lider zittern, so wie mein gesamter Körper. Ich kann mich kaum regen, verspüre nur Schmerz. Meine Augenlider sind schwer und lassen sich kaum öffnen. Ich öffne meine Augen nur einen Spalt und sehe nichts. Es ist nur pure Dunkelheit zu sehen, weit und breit nur schwarz.

Ich versuche langsam aufzustehen als ich nur Schmerzen und ein ziehen an meinen Handgelenken spüre. Ich bin gefesselt, angekettet an die Wand, an der mein Rücken lehnt. Ich sitze an einem kalten Boden, ich vermute Marmor oder Fliesen. Meine Hände sind mit Ketten an die Wand gefesselt und verhindern, dass ich mir selbst die Tränen aus den Augen wischen kann, die gerade entstehen.

Ich schreie, so laut ich nur kann. Bei diesen Schreien entflieht meinem Körper beinahe meine Seele. Es sind Hilferufe, Angst Schreie. Ich sehe vorsichtig auf als ich einen kleinen Licht Einfall am andern Ende des Raumes erblicke. Rettet mich jemand? Hilft mir jemand? Hoffnung durchströmt meine Gedanken, als plötzlich ein gut gebauter Mann in das Zimmer tritt und das Licht einschaltet, was meine Augen fast erblinden lässt.

,,Was ist denn bloß los mit dir kleine? Wozu das Geschrei, hier hört dich niemand" erklärt mir der bekannte Mann als er näher tritt. Mir rollen die Tränen in strömen runter als ich nur leise schluchze. ,,Wo bin ich? Was willst du von mir?" bringe ich nur stotternd heraus, während er sich zu mir kniet. ,,Wir können es auf die leichte Tour machen oder auf die schwere. Ich will Informationen über die Parker Brüder" antwortet er mit, worauf ich ihn nur anstarre.

,,Sie waren das, ich erinnere mich" gebe ich von mir, als er mich nur mit einem teuflischem Grinsen ansieht. ,,Also? Wie machen wirs? Entweder wir entfesseln dich und du erzählst mir die Pläne oder wir versuchen's mit folter?" gibt er mir zu verstehen als ich etwas schneller atme. ,,Willst du meine Füße mit einer Feder kitzeln oder was?" gebe ich spöttisch von mir, als er dann wortlos ein Taschenmesser raus zieht.

Mein Atem stockt und mein Herz rutscht in meine Hose, während ich auf die scharfe Klinge starre. ,,Also?" fragt er nur grinsend, als ich nur den Kopf schüttel. ,,Ich weiß nichts" antworte ich ihm, als er das Messer sanft zu mir bewegt. ,,Blöd dass ich dir das nicht glaube" antwortet er mir und setzt die Klinge an meinen Oberschenkel an. Mein Puls schießt in die Höhe und das Adrenalin schießt durch meinen Körper. ,,Ich habe nie nach etwas geschäftlichen nach gefragt" sage ich ihm stotternd.

,,In diesen Wochen hast du die drei nicht eine Sache gefragt?" lacht er ungläubig als ich nur schnell nicke. ,,Schwachsinn!" gibt er von sich und lässt die klinge durch das Fleisch meine Oberschenkels ziehen. Ich schreie schmerzhaft auf und weine bitterlich. ,,Ich weiß nichts!" schreie ich ihn an, als er das Messer nur tiefer drückt. ,,Was weißt du denn sonst, irgend einen scheiß werden sie dir doch erzählt haben" fragt er erneut nach als ich meinen Kopf nur an die Wand lege.

,,Ich weiß dass sie Mafia Bosse sind und mit ihrer Schwester und Vater zusammen leben, ich weiß nichts über ihre Geschäfte!" gebe ich ihm zu verstehen, worauf er das Messer aus mir zieht und mich mit falschem Mitleid ansieht. ,,Sie haben dich ja wohl echt nur für Sex gebraucht" stellt er fest und entlockt mir noch mehr Tränen und schluchzen.

,,Was machen wir denn jetzt mit dir?" fragt er mich worauf ich ihn nur ängstlich ansehe.
,,B-bitte ich möchte nach hause" stottere ich, worauf er nur ein Tuch raus holt und es auf die Wunde drückt, um das Blut zu stoppen. Vor Schmerz entflieht mir ein Schrei. ,,Na na, stell dich mal nicht so an, wir gehen dir das verarzten damit du so schnell wie möglich arbeiten kannst" erklärt er mir.

,,Was-? Arbeiten? Nein. Wo?" frage ich schnell, während er meine Fesseln öffnet und entfernt. ,,Bei mir, im Club kleine" antwortet er mit einem Grinsen worauf ich nur inne halte. Er zieht mich auf die Beine und ich weine wimmernd auf als ich die Verletzung schmerzen spüre. Er seufzt und zieht mich mit sich mit. Wir verlassen das Zimmer und laufen in einen langen, leicht beleuchteten Gang.

Ich sehe mich um und humple mit ihm die Stiege hinunter. Ich halte mich am Geländer fest und versuche den Schmerz zu unterdrücken. ,,Na komm schon, wir verarzten dich eh gleich. Du bist ja nh kleine Prinzessin auf der Erbse." meckert er herum und geht mit mir in einen weißen Raum. Er ist sehr steril und hell eingerichtet. Es ist ein kleines Krankenzimmer.

Er zieht mich rein und setzt mich auf einen Stuhl, nimmt mein Bein und zieht mir einfach die Hose aus. Sie war sowieso kaputt da er durch sie durch geschnitten hatte. ,,Hey!" schreie ich auf, als er sie mir einfach auszieht. ,,Ach halt die Klappe, ich habe dir zugesehen wie du deinen Spaß hattest und hab dich netterweise nicht mal dabei unterbrochen." antwortet er mir was mir den Atem raubt.

,,Du- hast das gesehen?" frage ich stotternd. ,,Oh ja, und ich werde das noch öfter sehen wenn du in meinem Club als Nutte arbeitest" gibt er mir zu verstehen was das Blut in meinen Adern gefrieren lässt. ,,Warum- ich hab doch gar nichts getan-" stottere ich leise, während er mir die Wunde desinfiziert. ,,Wenn du mir schon keine Informationen bringen kannst dann wenigstens Geld" antwortet er mir und holt eine Nadel raus.

,,Was machst du-?" frage ich als er schon zu sticht und beginnt meine Wunde zu zu nähen. Ein Schrei entflieht meinem Mund, worauf er nur gelangweilt weiter macht. Anschließend klebt er mir ein großes Pflaster darauf. Ich halte mir meine Tränen zurück und entschließe  es einfach so hinzunehmen, weil aufregen eh nichts mehr bringen würde. Das ist nun wohl mein Schicksal.

Er steht auf und zieht mich hoch. ,,So wir fahren heute Abend schon damit du mal ein Gefühl dafür bekommst" erklärt er mir worauf ich nur schwach nicke. ,,Nimmst du irgendwelche Verhütungsmittel oder müssen wir uns darum auch noch kümmern?" fragt er mich einfach. ,,Seit paar Tagen nicht mehr.." antworte ich ihm worauf er nur seufzt.

,,Gut dann besorgen wir dir die auch noch. Du bekommst ein Zimmer hier in meinem Anwesen. Meine Bodyguards passen auf dass du mir nicht abhaust und fahren dich immer zur Arbeit." erklärt er mir seinen Plan, worauf ich nur erneut einfach nicke. Er verlässt das Zimmer mit mir und geht den Gang entlang weiter. ,,Hier unten sind die Angestellten Zimmer, die andern Nutten im Club wohnen nicht hier, nur du weil du zusätzlich eine Geisel bist" gibt er mir zu verstehen.

Ich folge ihm und betrete ein kleines Zimmer. Es hat ein schwarzes Einzelbett, einen Schreibtisch und einen kleinen Kleiderschrank. Nebenan ist ein kleines Badezimmer mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Es ist nicht besonders viel eingerichtet, es stehen nur ein paar Toilette Artikel im Badezimmer und Anziehsachen im Schrank.

Er sieht mich an ,,Möchtest du lieber wieder hoch in den Folterraum?" fragt er mich worauf ich nur den Kopf schüttle. ,,Dachte ich mir. Sei um 21 Uhr fertig, dein Kleid liegt am Bett und deine Schuhe stehen dort drüben" gibt er mir zu verstehen. ,,Okay" antworte ich ihm und halte die Tränen zurück. Er verlässt das Zimmer und lässt mich alleine.

Ich weiß nicht was ich tun soll, alleine, ohne irgendwen oder irgendwas. Mein Leben hasst mich, wäre ich doch bloß bei Mateo geblieben. Ich spiele mit dem Ring an meiner Kette den Mateo mir geschenkt hatte und erinnere mich an sehe Worte ,,Er wird dich beschützen". Er wird mich beschützen...

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Tut mir leid dass so lange nichts kam, meine Mäuse. Ich war leider Krankheitsbedingt verhindert weiter zu schreiben. Ich versuche wieder Aktiver zu werden! ❤️

Mateo- Das Spiel mit dem FeuerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt