Achtzehn

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Mateo

Ich sitze gemütlich in meinem Zimmer am Handy und checke ein paar E-mails, als ein Anruf eintrifft. Ich sehe nach wer meine freie Zeit stört und mein Blick wird sofort weich. Meine kleine Prinzessin. Ich gehe ran und mein Herz zerspringt als ich einen schrei höre.

,,Mirella?!" rufe ich in mein Handy als nur ein Schluchzen ertönt. ,,Was ist passiert?" frage ich sie vorsichtig. ,,Hol mich bitte ab" stottert sie kaum verständlich. ,,Wo bist du?" frage ich sie, als ich von meinen Bett aufstehe und zum Schrank renne. ,,B-bei meinen Eltern" stottert sie erneut, als ich in einem leichten Schock verstumme.

Shit! ,,Teo?" fragt sie ängstlich, als ich nichts mehr von mir gebe. ,,Ja, ich bin bald da, bleib ruhig" versuche ich ihr einzureden. Ich lege auf und eile panisch runter zum Wohnzimmer. ,,Lorenzo! Adrian!" rufe ich als die zwei daher geeilt kommen. ,,Ja?" fragen sie beide fast synchron.

,,Ich habe ein verdammt großes Problem mit Ella und ihr bald auch wenn ihr mir nicht helft" erkläre ich ihnen schnell, worauf sie direkt verstehen. Wir gehen zu dem Eingangsbereich und ziehen unsere Schuhe an, worauf wir drei uns zu den Autos begeben und in einem schwarzen Jeep losfahren. Ich fahre, Lorenzo sitzt neben mir und Adrian hinten.

Ich fahre zu dem Haus ihrer Eltern, naja es war das ihrer Eltern. Ich parke neben dem schwarzen Mercedes, der schon vor dem Haus stand und steige aus mit meinen Brüdern. ,,Was hast du gemacht Mateo?" fragt mich nun Lorenzo, und unterbricht die ewige Stille.

,,Wirst du gleich sehen" antworte ich ihm nur knapp und gehe mit ihnen nach hinten zur Terrasse. Ich betrete mit ihnen das Haus und gehe zum Wohnzimmer als uns schon ein Gestank überflutet. Ein sehr bekannter Gestank, Leichen. Ich sehe sie verstört und zusammengekauert am Boden sitzen, mein armes Mädchen, warum musste sie das auch sehen.

Ich komme zu ihr als sie aufschreckt ,,Hey, sind nur wir mi vida" rede ich auf sie ein worauf sie mich ängstlich ansieht. ,,Shit Mateo was hast du gema-" setzt Adrian an, als ihn ein Schluchzen unterbricht. ,,Ich wusste es! Du warst das" kreischt sie in einem Schrillen und ängstlichen Ton. Ich sehe sie nur verblüfft an und bringe kein Wort über meine Lippen.

,,Shh ganz langsam, wir bringen die erst mal weg" redet ihr Lorenzo ein. ,,Gar nichts tut ihr! Ich ruf die verdammte Polizei" schreit sie, als ich mich nun verpflichtet sehe, das darauf folgende zu tun. Ich komme zu ihr, packe ihre Hände und halte sie zusammen. ,,Beruhig dich jetzt. Wir werden die zwei weg bringen und dich nachhause" erkläre ich ihr.

,,ICH WOHNE HIER, IHR SEID NICHT MEHR MEIN ZUHAUSE" schreit sie als ich nun einatme. Ich habe sie hier und jetzt verloren. Ich habe sie mit dieser einen Entscheidung verloren. Sie hat nun sehr klar gesagt, dass ich das habe, ich bin nicht mehr ihr zuhause. Ich halte sie fest während die Jungs die Leichen in den Kofferraum des Jeeps schleppen.

Sie zittert und bricht erneut in Tränen aus, während ich sie umarme. Sie drückt ihr Gesicht an meine Brust und gibt es auf sich zu wehren. Ich streichle durch ihre Haare und hab meine Arme fest um sie gelegt. Noch ein Mal, ein Mal will ich sie spüren, bevor es für immer zu ende ist. Meine Brüder putzen die Küche, den Boden und das Messer während ich versuche sie zu beruhigen.

Als sie fertig sind, lasse ich sie los und sehe zu ihr runter. Es ist der schlimmste Anblick den ich je hatte. Sie ist zerstört, vor allem verstört, von mir. Sie hasst mich, ich kann es in ihren Augen erkennen und auch ich hasse mich. Ich hasse mich für den Schmerz den ich ihr angetan habe, aber gleichzeitig bereue ich dass ich den Leichen nicht noch viel schlimmeres als den Tod gegeben habe.

Ich bin ein Monster und das lässt sich auch nicht bezweifeln, aber ich wollte ihres sein, ich hab es für sie getan. Sie haben die gerechte Strafe bekommen, aber ich jetzt eben nunmal auch. Ich bekomme meine Strafe gerade eben, als sie stumm da steht und mich nicht mal ansehen kann. Dennoch möchte ich sie noch etwas fragen.

,,Woher wusstest du dass es ich war?" frage ich sie monoton als sie zu mir aufblickt. ,,Woher hättest du genau wissen können wo meine Eltern wohnen?" ich atme ein ,,Durch deine Bewerbung zum Beispiel?" antworte ich ihr worauf sie mich nur spöttisch ansieht. ,,Die hast du dir nicht mal angesehen" begründet sie, worauf ich nur nicke.

,,Geht bitte und seht zu das meine Eltern begraben werden" sagt sie nur mit gebrochener Stimme worauf meine Brüder nicken und ich sie nur anstarre. Lorenzo und Adrian verlassen das Haus wortlos, worauf ich nur stehen bleibe. Ich kann sie nicht einfach so gehen lassen. ,,Bitte, Mateo, geh. Ich kann dich nicht so sehen wie ich es davor getan habe" erklärt sie mir worauf ich nicke.

,,Ich weiß mi corazón, ich möchte dir etwas geben, damit du dich wenigstens an die kurze aber schöne Zeit erinnern kannst" antworte ich ihr, vorauf ich meinen Ring von meinen Finger ziehe und ihn ihr in die Hand lege. Sie schüttelt nur den Kopf, worauf ich einatme ,,Bitte, ich möchte dass du ihn bei dir hast, er wird dich beschützen" erkläre ich ihr, als sie nur zum Boden sieht und den Ring fest in ihre Hand nimmt.

,,Ich werde dir deine Sachen bringen lassen, mi vida" gebe ich ihr zu verstehen, während sie mich nur traurig und verletzt ansieht. ,,Nein, mi vida war einmal. Ich werde mir eine andere Arbeit suchen, ich erzähle niemandem etwas.." erklärt sie mir, woraufhin ich nur nicke und Richtung Gang laufe. Sie folgt mir und gibt mir die Autoschlüssel für meinen Mercedes.

Ich betrachte sie noch ein letztes Mal ,,Bitte, geh Mateo" fleht sie mich nochmal an. ,,Es tut mir leid Mirella" sage ich mit einer brüchigen Stimme die ich von mir gar nicht kenne. ,,Wir wissen beide wie viel Entschuldigungen bedeuten.." antwortet sie mir. ,,Diese, bedeutet mehr als es jemals eine getan hat" erkläre ich ihr, worauf ich das Haus verlasse und die Tür hinter mir geschlossen wird...

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Mateo- Das Spiel mit dem FeuerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt