Siebzehn

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Es ist neun Uhr morgens, die Sonne scheint durch die etwas geöffneten Jalousien. Ich liege wach in dem schwarzen samt Bett, während ich durch meine Haare streichle. Ich setze mich auf und strecke meinen Körper als ich dann ein Klopfen höre. ,,Ja?", rufe ich, während ich gespannt darauf warte dass jemand eintritt.

Die Tür öffnet sich und mein Albtraum persönlich steht vor mir. ,,Adrian", bemerke ich als ich meine Haare zurecht richte. ,,Mirella" antwortet er flüchtig, worauf ich ihn fragend ansehe. ,,Ich möchte mich entschuldigen für mein Verhalten gestern Abend, du warst alles andere als eine Schlampe" erklärt er mir worauf ich ihn nur spöttisch ansehe.

,,Was willst du damit bezwecken Adrian?", frage ich ihn verwirrt, woraufhin er die Tür hinter sich schließt und näher zu meinem Bett kommt. ,,Ich möchte dass du mir verzeihst, dennoch würde ich es verstehen wenn du es nicht tust" erklärt er und rechtfertigt sich selbst.

Ich nicke nur und seufze ,,Schön, ich verzeihe dir, aber falls wir nochmal was haben würden, weißt du was du anders machst" antworte ich ihm erneut, als er dann schnell nickt. Er beugt sich zu mir, nimmt meine Hand und küsst meinen Handrücken. Ich nicke und sehe ihm zu wie er mein Zimmer verlässt.

Ich möchte nicht mehr das kleine Mädchen sein, ich werde mich hier mehr einleben müssen, das heißt: kalt werden.
Ich werde mir schwer tun, dennoch ist es machbar und nötig in der Welt der Mafia. Mauerblümchen werden hier einfach nicht gebraucht.

Ich stehe auf, ziehe meinen Pyjama aus und lege ihn auf mein Bett. Ich gehe in mein Ankleidezimmer und suche mir eine schwarze Stoffhose und eine weiße Bluse. Ich nehme mir frische Unterwäsche und ziehe mich um. Ich laufe rüber in mein Badezimmer und schminke mich. Ich verziere meine Lippen mit einem knalligen rot Ton.

Meine lockigen Haare fallen schön an meinen Rücken. Ich nehme mein Handy und meine Handtasche und verlasse mein Zimmer. Ich stolziere nach unten und laufe am Esszimmer vorbei wo alle drei Männer versammelt sitzen. ,,Mirella?" fragt Mateo, worauf ich zurück komme. ,,Ich nehme dein Auto, Ja? Zur Arbeit" erkläre ich ihm worauf er nur lachend nickt.

Ich nehme den Schlüssel von dem Eingangstresen und verlasse das Anwesen. Ich gehe zur Garage und suche das Auto zwischen all den Autos. Ich steige dann ein und fahre aus der Garage. Ich fahre Richtung Arbeit als ich beginne zu nachdenken. ,,Ich hatte mich nie verabschiedet..sie sind trotzdem meine Eltern" murmle ich vor mich hin.

Ich fahre zur Arbeit und parke in der Tiefgarage, gehe dann Richtung Eingang. Ich begrüße Julie an dem Info Schalter und gehe Richtung Fahrstuhl. Ich steige ein und drücke den neunzehnten Knopf, als bei dem Stockwerk zwei ein Mann einsteigt.

Er ist jung, sieht sympathisch aus und ist vornehm gekleidet. Er lässt seinen Blick auf mir ruhen und drückt den achtzehnten Knopf. Sein Blick macht mich nervös, er sieht mir zu, bei jedem Atemzug. Ich sehe nach unten, als er sich direkt vor mich stellt und mein Kinn hoch hebt.

,,Do bist die kleine Jones, nicht wahr?" fragt mich der Mann als ich etwas zurück zucke. ,,Woher kennen Sie mich?" frage ich ihn stotternd zurück als er nur grinst. ,,Jeder hier kennt dich, du hast die Parkers um den kleinen Finger gewickelt." antwortet er mir grinsend.

Er sieht irgendwie süß aber auch angsteinflößend aus. Ich weiß nicht wo ich ihn zuordnen soll. ,,Wie kann ich denn helfen?" frage ich den Unbekannten als er etwas lacht. ,,Ich habe einen kleinen deal für dich" antwortet er und streichelt meine Wange.

,,Der wäre?" frage ich ihn worauf er mich ansieht. ,,Das besprechen wir in meinem Büro" antwortet er mir und zieht mich mit, als der Fahrstuhl bei dem Stockwerk achtzehn aufgeht. Ich atme ein und folge ihm zu seinem Büro. Er setzt sich an seinen Schreibtisch und sieht mir zu wie ich mich unsicher umsehe.

,,Also, ich möchte dass du mir Information beschaffst, von der Parker Mafia. Im Gegenzug bekommst du einen Batzen Geld" erklärt er mir, worauf ich ihn nur ansehe. ,,Wir reden von über 200.000 Euro Miss Jones" gibt er mir zu verstehen und nimmt einen Schluck von seinem Whisky.

Ich atme ein und schüttle den Kopf ,,Das kann ich nicht, sie vertrauen mir" antworte ich panisch. ,,Und genau das ist das Gute" er zwinkert. Ich kehre ihm den Rücken zu und gehe zur Tür zurück. ,,Denk darüber nach Mirella" ruft er mir nach, worauf ich den Raum schnell verlasse. Ich gehe in mein Stockwerk und mache meine Arbeit.

Nach einem langen Arbeitstag gehe ich nach unten zum Auto, steige ein und fahre los.
Ich fahre Richtung nachhause als ich wieder an meine Eltern denke und umdrehe. Ich fahre zu meinem Elternhaus in der Hoffnung einmal mit Liebe begrüßt zu werden. Ich habe Bedenken und zögere, als ich dann einfach weiter fahre.

Es gibt viel Stau am weg und ein Unfall wird gemeldet der die Autos mehr ins stehen bringt. Nach einiger Zeit komme ich beim Haus an und parke also den schwarzen Mercedes vor der Tür und steige aus mit einem guten Gewissen. Ich steige aus und begebe mich nervös zu der Tür, als ich dann klopfe.

Ich warte einige Minuten und sehe auf meine Uhr. ,,Hmm sie müssten eigentlich daheim sein" rede ich mir selbst ein, als sie mir die Tür nicht öffnen. Ich gehe zum Gartentürchen, öffne es und gehe durch den Garten zum Hintereingang. Ich gehe zur Terrasse, sehe durch die Glastür und atme ein als ich meinen größten Albtraum vor mir sehe.

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Mateo- Das Spiel mit dem FeuerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt