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Chiro

Langsam ließ ich mich an der kalten Gassenwand sinken und blickte hinauf in den Nachthimmel. Die Temeraturen waren gesunken und so begann ich vor Kälte zu zittern, trotz meines Pullovers. Müde schloss ich meine Augen in der Hoffnung, etwas Schlaf zu finden. Ich rollte mich zusammen und schlang meinen Katzenschwanz um meinen Körper.

Ein lautes Poltern riss mich aus meinem kurzen Schlaf, wodurch ich mich panisch umsah. Mein Kazenschwanz  zuckte vor Nervosität hin und her, mein Herz begann zu pochen, dass es kurzzeitig jedes Geräusch übertönte. Die Ursache des Geräusches entpuppte sich als ein junger Mann, ungefähr Mitte 20, der aus einem Club zu meiner linken getaumelt kam und zusammen mit einer Mülltonne zu Boden gefallen war. Sein Begleiter, ebenfalls ein junger Mann, schüttelte sichtlich genervt den Kopf. Beide hatten braune Haare, wobei die Haare des Begleiters um eine Nuance dunkler war, soweit ich es ausmachen konnte.

"Du musst echt weniger trinken, Kilian." brummte er und half seinem Freund auf die Beine. Der Mann, der scheinbar Kilian hieß, nuschelte ein paar unverständliche Worte, woraufhin der Begleiter wieder den Kopf schüttelte. "Na komm, ich bring dich nach Hause." Er legte einen Arm von Kilian um seine Schulter und ging ein mit ihm vor. Plötzlich scannte er mit einem Blick die Gasse ab und entdeckte mich zusammengekauert in der Ecke sitzen. Fragend legte er den Kopf schief.

"Wer bist du?" seine Stimme klang ruhig und tief. Ich presste meinen Rücken noch mehr gegen die kalte Wand. Wieso redet er mit mir? Es war ungewöhnlich, dass ein Mensch mit mir sprach, vor allem, wenn er mich nicht kannte. Die meisten Menschen ignorierten mich, aufgrund meine Spezies. Meine Ohren zuckten vor Angst. Sollte ich ihm antworten? Was würde es bringen, ihm meinen Namen zu sagen?  Der Unbekannte ließ seinen Freund stehen und kniete sich zu mir runter. Seine braunen Augen lagen besorgt auf mir.

"Chiro." murmelte ich leise. Der Mann lächelte mich an. "Ich bin Christian, aber nenn mich ruhig Chris." Ich nickte hastig. Innerlich wünschte ich mir, dass dieses Gespräch zu Ende war. "Du bist ein Katzen-Mensch-Hybrid." stellte er mit großen Augen fest. "Ja bin ich."
"Das ist wirklich cool Chiro."

Ich wandte den Blick ab. Er log mit Sicherheit. Ich wusste, dass ich im Moment keine ansehliche Erscheinung war. Meine weißen Haare waren zerzaust und voller Knoten und meine Kleidung dreckig und zerrissen. Meine Augen sind rot unterlaufen, dies hatte ich alles in einem Schaufenster gesehen. Zudem galten Hybride wie ich bei vielen Menschen als niedergestellte Wesen und wurden daher oft für minderwertige Jobs verwendet.
Er konnte mich daher nicht coll oder interessant finden. "Hör mal Chiro," setzte Chris an, wodurch ich ihn erschrocken ansah. "So wie du aussiehst, hast du kein Zuhause oder?"

Beschämt schüttelte ich den Kopf uns blickte zu Boden. "Das mag seltsam klingen, aber möchtest du mit zu mir kommen? Ich habe ein Gästezimmer, welches nicht genutzt wird." Ein paar Sekunden lang sah ich zu Chris hoch und bearbeitete das Gesagte. Sollte ich das Angebot annehmen? Was würde schlimmes passieren? Würde er mich umbringen? Selbst wenn, hätte ich in meinem Leben nichts mehr zu verlieren. Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, meldete sich mein Misstrauen zu Wort, sodass ich letzendlich den Kopf schüttelte. "Nein danke."

Chis stand auf und fuhr sich mit der Hand durch die braunen verwuschelten Haare. "Na gut," meinte er. "Pass bitte auf dich auf und vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder." damit drehte er sich um, schnappte sich seinen Freund und ging aus der Gasse heraus. Bevor er um die Ecke bog, blickte er ein letztes Mal zu mir. Dann waren er und sein betrunkener Kumpel Kilian verschwunden.

Ich blieb noch eine Zeit lang in meiner Position sitzen und lauschte dem Trubel der Nacht. Neben mir dröhnte die Musik des Clubs an meine Ohren. Trotz der Lautstärke schaffte ich es, zitternd einzuschlafen.

The mafia's cat girlStories to obsess over. Discover now