~Noch 2 Tage bis Weihnachten~
"Ich hasse dich! Lass mich doch einfach in Ruhe!"
"Brüll hier nicht so rum, du Nichtsnutz! Willst du das ich deinem Vater davon erzähle?"
"Nein. Lass es doch einfach! Ich hab kein Bock diese Kacke zu machen! Mach es doch selbst wenn es dich so stört!"
"Wieso kannst du nicht einfach gehorchen?! Wieso kannst du nicht PERFEKT sein?"
"Wenn du nicht mit meiner Art zurecht kommst ist das dein Problem! Ich werd mich jedenfalls nicht wegen dir ändern! Und jetzt lass mich in Ruhe, ich will schlafen!"
Daraufhin hörte man ein lautes Knallen der Tür.
"Ach, mach doch was du willst", brüllte Josh's Mutter ihm hinterher und ging in ihr Zimmer.
Währenddessen schrieb Josh in seinem Zimmer eine Nachricht:'Bin bei Oma'. Dann zog er sich leise an, kletterte aus dem Fenster, schloss es so weit es ihm möglich war und ging los.
Aufgrund der Dunkelheit war der 15 Jährige erfreut über den nur 1-Stündigen Fußweg.
Als er nach einer halben Stunde an einem dunklen Feldweg angelangt war, hörte er plötzlich seltsame Geräusche. Er sah sich um, um den Ursprung der Geräusche zu finden - Erfolglos. 'War wahrscheinlich einfach nur ein Tier', dachte er sich und ging weiter.
Als er nach kurzer Zeit an einem kleinen Wald ankam, zog ihn plötzlich ein Paar Hände in ein Gebüsch.
~Noch 1 Tag bis Weihnachten~
An diesem Morgen wachte die Mutter später auf als sonst.
Sie machte sich fertig und ging runter, um das Weihnachtsessen für dem nächsten Tag vorzubereiten. Anschließend räumte sie die benutzten Utensilien wieder weg und guckte sich nach Fehlern bei der Deko um. Nachdem dies erledigt war, ging sie in das Zimmer ihres Sohnes, da es bereits 14:00 Uhr war. Doch das einzige was sie fand, war ein Zettel mit der Aufschrift:'Bin bei Oma'. Sie dachte sich nichts dabei, da sowas schon oft vorgekommen ist, ging runter und machte sich etwas zu Essen. Anschließend setzte sie sich auf die Couch und guckte eine Serie.
Um 16:37 Uhr rief sie schließlich bei der Oma an - keiner ging ran. Josh war noch immer nicht zurück. 'Ach, Oma kommt ja sowieso morgen und solange Josh dann mitkommt...'
Ihr Gedankengang wurde durch ein merkwürdiges Pfeifen unterbrochen. Sie guckte nach offenen Fenstern, bis sie in Josh's Zimmer fündig wurde. Sie überlegte: 'War das Fenster schon die ganze Zeit auf?' Verunsichert entschloss sie sich Josh anzurufen - Vergeblich.
Als sie ihn eine halbe Stunde und 17 Anrufe später immer noch nicht erreichen konnte, rief sie bei ihrem Mann an, da dieser über Nacht weg war. Nach dem 3. Tuten hob er ab.
"Peter, kannst du bitte nach Hause kommen? Josh ist wieder zu Oma, doch ich kann keinen erreichen. Hilfst du mir ihn zu suchen?"
"Was sagst du da?! Ja klar, ich bin in 10 min da."
Damit legte er auf.
Anschließend machten sie sich auf, den Weg mit Taschenlampen abzusuchen. Sie konnten jedoch weder auf den Wegen, noch an den Straßenrändern bzw. im Feld etwas finden.
Als sie dann nach knapp 1h 30min am Haus der Oma ankamen, klopften sie an ihrer Tür.
"Hallo? Ist wer zu Hause?" Doch niemand öffnete.
Enttäuscht und verunsichert machten sie sich schließlich auf den Rückweg. Währenddessen entschlossen sie sich, keine Polizei einzuschalten, da Josh, aufgrund des Fehlens seiner Oma, auch bei Feunden sein könnte.
Als sie dann um ca. 20:00 Uhr zu Hause ankamen, gingen sie erschöpft ins Bett.
~Der 24. Dezember~
Am Weihnachtsmorgen ertöhnte ein ohrenbetäubender Schrei, denn die Mutter sah den Kopf ihres Sohnes auf der Spitze des Weihnachtsbaumes aufgespießt.
Man fand einen Zettel mit einer Nachricht: 'Ich bin zurück'.
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Das Geschenk
Short StoryEs sind noch 2 Tage bis Weihnachten, doch von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit ist keine Spur. Stattdessen haben Josh und seine Mutter mal wieder einen riesigen Streit und Josh entschließt sich, wie so oft, einfach zu seiner Oma abzuhauen, da di...
