Der Job

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Beep Beep Beep...
Scheiße warum habe ich nur zugesagt heute auszuhelfen? Ich schaltete meinen Wecker aus, setzte mich auf und legte mein Gesicht in meine Hände. Ich liebte meinen Job aber in der letzten Nacht hatte ich so schlecht geschlafen wie schon lange nicht mehr. Nach einem Seufzer quälte ich mich auf die Beine und ging in die Küche um mir ein kleines Frühstück zuzubereiten bevor ich los musste.

'Hey danke, dass du das heute machst. Ich wüsste nicht was ich ohne dich machen würde!', sagte Jana am anderen Ende der Leitung. 'Wärst du nicht meine beste Freundin hätte ich meinen Wecker heute morgen an die Wand geschmissen.', antwortete ich als ich meine kinnlangen dunkelblonden Haare durchknetete. Ich hatte keine Zeit mehr dazu mir die Haare aufwendig zu glätten also entschied ich mich für meine Naturwellen.

Der Verkehr war heute chaotischer als sonst. Ich befand mich gerade auf dem Weg zu einer Halle in der ich Jana bei einer Veranstaltung aushelfen wollte. Einer ihrer Eventmanager war krank geworden und da habe ich ihr angeboten einzuspringen. Ich liebte meinen Job, weswegen es mir jetzt auch schon ein bisschen besser ging und ich sogar richtig Lust hatte auf den heutigen Tag.
Es stand noch einiges an. Um 12 Uhr traf ich an der Location ein und wurde von Jana gleich in eine Umarmung gezogen. 'Weißt du noch als wir die Band das erste mal live gesehen haben damals in Frankfurt? Ich kann gar nicht glauben, dass ich heute selber einen Auftritt von ihnen organisiere und das auch noch mit meiner besten Freundin!'. Jana grinste mich mit dem breitesten Grinsen das sie aufsetzen konnte an. Heute Abend sollte Bastille hier auftreten. Zugegeben waren sie eine meiner Lieblingsbands und ich war schon auch ein bisschen aufgeregt die Jungs persönlich kennenzulernen. 'Das war eines der schönsten Konzerte die wir besucht haben, da waren Sie noch eher unbekannt. Aber wenn wir wollen, dass die Jungs heute Abend auftreten können dann müssen wir uns jetzt ranhalten. Wann hast du gesagt treffen Sie hier ein?', fragte ich mit leicht drängelndem Ton. '16 Uhr sind Sie hier. Habe heute morgen ein kleines Update bekommen.'.

Wir machten uns auf den Weg in Janas Büro in der Halle. Es stand noch sehr viel an bevor die Jungs eintreffen konnten. Die Künstlergarderobe musste hingerichtet werden mit Waschmöglichkeiten, Snacks, Getränken und vielem mehr. Das Personal war an diesem Tag sehr knapp weswegen Jana und ich sehr viel selbst machen mussten. So auch die Tribünen im Saal bestuhlen. Da der Raum sehr groß war und wir nur mit 4 Leuten am Werk waren nahm das sehr viel Zeit ein.

Jana kümmerte sich noch um andere organisatorische Anliegen während ich das Foyer in einen Empfang und eine Garderobe für die Besucher verwandeln sollte. Zur Hilfe hatte ich ein Paar von Janas Mitarbeitern. Meine Uhr zeigte mir 15:50 Uhr an. Ich sollte lieber schnell noch die Backstage und Catering Pässe in die Garderobe legen. Ich machte mich schnell auf den Weg dorthin und kramte die Pässe raus. In der Garderobe sortierte ich die Pässe und ordnete Sie auf einem Tisch an sodass die Jungs von Bastille und deren Crew gleich den Überblick hatten. Meine Nervosität stieg und ich konnte nicht anders als ein paar meiner Lieblingslieder von Bastille zu summen und ein bisschen zu singen. Singen war neben meinem Job meine grüßte Leidenschaft. Als ich den letzten Pass ablegte hörte ich auf einmal eine männliche, raue Stimme hinter mir.

'Du hast eine schöne Stimme.'. Ich fuhr herum und erschreckte mich so sehr, dass ich 5 der Pässe vom Tisch abräumte und auf den Boden schmiss. Als ich den Mann sah der das eben gesagt hatte wurde mein Gesicht so heiß, dass ich rot sein musste wie Feuer. 'Oh mein Gott!', stieß ich hervor. 'Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken aber ebenso wenig beim Singen stören. Ich bin Dan.'

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